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Deepwater Horizon: Ex-BP-Ingenieur wollte Beweise vernichten

APZwei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist in den USA ein früherer Ingenieur von BP festgenommen worden. Der Ex-Mitarbeiter soll Beweismaterial vernichtet haben, in dem es um die Folgen der Explosion der BP-Plattform Deepwater Horizon ging.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...829632,00.html
  1. #1

    Inzwischen gibt es ja ein Gutachten - oder "Gutachten"? - in Sachen Fracking in Deutschland. Es soll ja angeblich "beherrschbar" sein. Wie beherrschbar es wirklich ist, kann man in USA besichtigen. Menschen, Tiere und Umwelt wurden massiv geschädigt.
    Dieser Vorfall zeigt deutlich, welche Unwägbarkeiten bei riskanten Vorhaben vorliegen und wie es um die Verantwortlichkeiten steht. Wer ist am Ende der/die Dumme?
  2. #2

    an den Haaren herbeigezogen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zwei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist in den USA ein früherer Ingenieur von BP festgenommen worden. Der Ex-Mitarbeiter soll Beweismaterial vernichtet haben, in dem es um die Folgen der Explosion der BP-Plattform Deepwater Horizon ging.

    Deepwater Horizon: Ex-BP-Ingenieur wollte Beweise vernichten - SPIEGEL ONLINE
    Mir kommt das an den Haaren herbeigezogen vor. Es ist doch selbstverständlich, dass man SMS-Müll auf einem Smartphone aufräumt. Wenn lächerlicherweise nichts anderes als ein Smartphone als ernsthaftes Beweismittel auf einmal den Rang eines Heiligtums erlangt, dann ist es ab dem Zeitpunkt als Smartphone für den täglichen Gebrauch ungeeignet, dann hätte BP es wegschließen und dem Mitarbeiter ein neues Smartphone geben müssen. Alles andere wär so, als ob man zwecks Beweissicherung nach einer heftigen Party eine Wohnung monatelang in dem Zustand wie am Morgen nach der Party belassen soll, anstatt aufzuräumen, sauberzumachen und den Müll wegzubringen.
  3. #3

    Wieso sollen durch das Löschen von SMS die Beweise vernichtet worden sein? Schlieslich gibt es doch sicher genug Backups, z.b. bei der NSA.
  4. #4

    Ja, aber...

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Es ist doch selbstverständlich, dass man SMS-Müll auf einem Smartphone aufräumt. Wenn lächerlicherweise nichts anderes als ein Smartphone als ernsthaftes Beweismittel auf einmal den Rang eines Heiligtums erlangt,...
    Sicherlich ist das Aufräumen des Postein- und ausgangs ein normaler Vorgang. Für Ermittler sind SMS aber deshalb so interessant, weil sie in Krisensituationen schnell verschickt werden, ohne über deren Inhalt Rücksprache zu halten. Das heißt, es findet keine Kontrolle der verschickten Information statt, was dazu führt, dass gerade in SMS-Nachrichten Wahrheiten stehen, die man als lieber nicht in anderen Händen sieht.

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    ..dann ist es ab dem Zeitpunkt als Smartphone für den täglichen Gebrauch ungeeignet, dann hätte BP es wegschließen und dem Mitarbeiter ein neues Smartphone geben müssen.
    Da ist was dran. Oder es hätte ein back-up auf einem gesicherten BP-Server abgelegt werden müssen. Ich als BP hätte es aber wohl auch so gemacht, dass ich meinen Mitarbeitern sage, es dürfe kein Beweismaterial gelöscht werden, um im Stillen zu hoffen, dass sich nicht alle dran halten.
  5. #5

    Schäbig

    Ein riesiger Erfolg für die US Behörden, einen kleines Rädchen im Getriebe juristisch belangen zu wollen.

    Was ist im Übrigen mit dem BP Vorstand? Wurde ja jemand wirklich empfindlich getroffen?

    Und die Ölpest, ist sie schon vorbei? Oder haben die BP Chemikalien nur das Öl gebunden und das Zeug klebt nun für die Kameras unsichtbar am Meeresboden?

    Big Business rules!

    Nachzulesen hier:
    Deepwater Horizon Ölkatastrophe - The Intelligence
  6. #6

    Yoooh

    Da bin ich aber froh das die endliche einen Schuldigen gefunden haben. Ich kann mir auch wirklich nicht vorstellen, dass der Vorstand etwas mit der Katastrophe zu tun haben könnte.
  7. #7

    Zitat von denkdochmal Beitrag anzeigen
    Inzwischen gibt es ja ein Gutachten - oder "Gutachten"? - in Sachen Fracking in Deutschland. Es soll ja angeblich "beherrschbar" sein. Wie beherrschbar es wirklich ist, kann man in USA besichtigen. Menschen, Tiere und Umwelt wurden massiv geschädigt.
    Dieser Vorfall zeigt deutlich, welche Unwägbarkeiten bei riskanten Vorhaben vorliegen und wie es um die Verantwortlichkeiten steht. Wer ist am Ende der/die Dumme?
    Natürlich ist Hydraulic Fracturing beherrschbar. Und warum setzen Sie das Wort Gutachten in Gänsefüßchen? Kennen Sie die Studie und somit den Umfang /die Vielseitigkeit der Forschungsarbeit überhaupt? Und wenn ja, woher? Sie ist doch noch gar nicht fertig. Also unterstellen Sie den Wissenschaftlern, unwissenschaftlich gearbeitet zu haben. Sie sind bestimmt einer von diesen unsäglichen "gegen gasbohren"-Demagogen.
    Dieses Verfahren ist auch in Deutschland nichts Neues (seit 1961) und Zwischenfälle sind nicht dokumentiert (auch nicht in Österreich oder vielen anderen Ländern). Nur hat sich vor "Gasland" (dessen "Macher" inzw. als Lügner bekannt ist, Stichwort "Brennende Wasserhähne") bzw. dem Schiefergasboom in den USA dafür kaum jemand hierzulande interessiert. Ab Januar wird‘s laut - Bohrprojekt Söhlingen Z16: Frac-Arbeiten beginnen - Rotenburger Rundschau oderhttp://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/full/data_anzeigen.php?dataid=53880&page=8&searchValue= exxon
    Das Problem ist jedoch auch nicht das "Fracking", sondern eher Begleiterscheinungen, die zu Umweltbeeinträchtigungen führten und die sehr wohl vermeidbar (Immisionsschutz), bzw. in Deutschland sogar verboten sind (z.B. Verdunstungsbecken für Fracflüssigkeiten).
    Einen interessanten Artikel zum Hydraulic Fracturing findet man hier:http://www.rdb-ev.de/Datentauschordn...bb_01_2012.pdf

    Und trotz aller Medienschelte seitens vieler Medien gegenüber der einheinmischen Erdgasförderer (insbes. RWE-Dea und EMPG) bezüglich Lagerstättenwasserleitungsproblemen, die zudem noch fälschlicherweise mit "Fracking" in Verbindung gebracht wurden dass hier 55 tote Fische auf 50 Metern - Havarie in Biogasanlage: großer Schaden für die Veerse? - Rotenburger Rundschau hat die einheimische Gasförderung noch nicht geschafft, ebensowenig dieses: Biogas-Unfall in Zeven - vier Tote, ein Fahrer kämpft um sein Leben - Norddeutschland - Region - Hamburger Abendblatt Aber lieber Bewährtes wg. eines geringen Chemikalienanteils (ihh, Chemie) dämonisieren, dass im Inland zu keinerlei Problemen geführt hat.


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