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"Deepwater Horizon": BP will die USA billig abspeisen

REUTERS/ US Coast GuardNach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko feilscht der verantwortliche Konzern BP weiter um die Senkung der Entschädigungszahlung. Das Unternehmen will die USA mit der Zahlung von 15 Milliarden Dollar abspeisen. Das US-Justizministerium fordert hingegen fast das Doppelte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837898,00.html
  1. #1

    Goldene US-Nase

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko feilscht der verantwortliche Konzern BP weiter um die Senkung der Entschädigungszahlung. Das Unternehmen will die USA mit der Zahlung von 15 Milliarden Dollar abspeisen. Das US-Justizministerium fordert hingegen fast das Doppelte.

    Ölkatastrophe: BP will den USA 15 Milliarden Dollar zahlen - SPIEGEL ONLINE
    Billig abspeisen? Die Firma BP wird von den USA wegen des Öldesasters im Golf, an dem auch bisher unbelangte US-Firmen wie Halliburton

    Pfusch am Bau: Ölpest holt Halliburton ein - n-tv.de

    beteiligt waren, schamlos ausgebeutet. BP hat die Aufräumkosten in vielfacher Milliarden-Höhe alleine bezahlt. den "Geschädigten" (von denen lt. dem staatliche Regulierungsanwalt Feinberg viele deutlich überhöhte Schaden anmeldeten) weit über 7 Mrd. $ bezahlt (alleine die Anwälte sollen 600 Mio. $ eingestrichen haben), jetzt will auch noch der Staat selbst zusätzlich 21 Mrd. $, nahezu der Maximalsatz nach dem Clearwater-Act bei großfahrlässigem Verschulden. Eine Regierungskommision hatte im letzten Jahr festgestellt, dass keine grobe Fahrlässigkeit z.b. infolge Gewinnstrebens für den den Unfall maßgeblich waren.

    An BP will sich jeder eine goldene Nase verdienen, inkl. der US-Bundesstaaten, die kaum von der Katastrophe betroffen waren .

    Es zeigt sich neuerdings aus verschiedenen Fällen, dass es zunehmend höchst gefährlich ist, in den USA Geschäfte zu betrieben, vor allem wenn etwas schief läuft.

    Wie US-Firmen die von ihnen angerichteten Schäden selbst handhaben zeigen drei drei Links:

    Katastrophe von Bhopal

    Nach Ölunfall: Chevron steht Milliardenklage ins Haus - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt

    Vergiftete Ureinwohner in Ecuador - Chevron muss Milliarden für Ölpest im Regenwald zahlen - Wirtschaft - sueddeutsche.de
  2. #2

    Wer den Mund nicht voll genug bekommen kann...

    ... der geht im Ernstfall leer aus. Traurig aber wahr. Schon 40 Milliarden sind für ein Unternehmen eine enorme Menge! Wenige können dergleichen stemmen - und nein, auch Ölkonzerne schwimmen nur beinahe im Geld! Die Länder lassen sich die Förderlizenzen ordentlich bezahlen, die Technik kostet, etc.
  3. #3

    Witzbold Obama

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko feilscht der verantwortliche Konzern BP weiter um die Senkung der Entschädigungszahlung. Das Unternehmen will die USA mit der Zahlung von 15 Milliarden Dollar abspeisen. Das US-Justizministerium fordert hingegen fast das Doppelte.
    Ich erinnere an diese witzige Aussage von Obama:

    BP will 'pay every dime owed' for Gulf oil spill, Obama warns | Environment | The Guardian u.ä.

    Ich bin mir nicht sicher, dass er das witzig gemeint hatte.
    Aber so etwas zu sagen, und zu wissen, dass Umweltschäden gar nicht in finanziellen Dimensionen ausgedrückt werden können, weil es keine verbindlichen Umrechnungen gibt, die z.B. von (potentiellen) Umweltschädlingen anerkannt werden, war schon recht eigenartig.
  4. #4

    75 Mio Haftungslimit?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko feilscht der verantwortliche Konzern BP weiter um die Senkung der Entschädigungszahlung. Das Unternehmen will die USA mit der Zahlung von 15 Milliarden Dollar abspeisen. Das US-Justizministerium fordert hingegen fast das Doppelte.

    Ölkatastrophe: BP will den USA 15 Milliarden Dollar zahlen - SPIEGEL ONLINE
    Im Rahmen der ersten Berichte über das Ölleck hieß es, dass die Haftung bei solchen Unfällen auf 75 Mio US$ beschränkt wäre. Mit diesem Gesetz von 1990 sollte früher die Förderung von Öl in eben solchen schwierigen Tiefwasser-Regionen gefördert werden.

    Was ist eigentlich daraus geworden, warum musste BP soviel mehr bezahlen?
  5. #5

    Danke @prophet46 !

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Billig abspeisen? Die Firma BP wird von den USA wegen des Öldesasters im Golf, an dem auch bisher unbelangte US-Firmen wie Halliburton

    Pfusch am Bau: Ölpest holt Halliburton ein - n-tv.de

    beteiligt waren, schamlos ausgebeutet. BP hat die Aufräumkosten in vielfacher Milliarden-Höhe alleine bezahlt. den "Geschädigten" (von denen lt. dem staatliche Regulierungsanwalt Feinberg viele deutlich überhöhte Schaden anmeldeten) weit über 7 Mrd. $ bezahlt (alleine die Anwälte sollen 600 Mio. $ eingestrichen haben), jetzt will auch noch der Staat selbst zusätzlich 21 Mrd. $, nahezu der Maximalsatz nach dem Clearwater-Act bei großfahrlässigem Verschulden. Eine Regierungskommision hatte im letzten Jahr festgestellt, dass keine grobe Fahrlässigkeit z.b. infolge Gewinnstrebens für den den Unfall maßgeblich waren.

    An BP will sich jeder eine goldene Nase verdienen, inkl. der US-Bundesstaaten, die kaum von der Katastrophe betroffen waren .

    Es zeigt sich neuerdings aus verschiedenen Fällen, dass es zunehmend höchst gefährlich ist, in den USA Geschäfte zu betrieben, vor allem wenn etwas schief läuft.

    Wie US-Firmen die von ihnen angerichteten Schäden selbst handhaben zeigen drei drei Links:

    Katastrophe von Bhopal

    Nach Ölunfall: Chevron steht Milliardenklage ins Haus - Industrie - Unternehmen - Handelsblatt

    Vergiftete Ureinwohner in Ecuador - Chevron muss Milliarden für Ölpest im Regenwald zahlen - Wirtschaft - sueddeutsche.de
    Sehr schön zusammengefasst und recherchiert !
    Dann kann ich mir meine Links ersparen.

    Was in die Köpfe der Menschen eben nicht reingeht, BP hatte den Claim, dafür viel Geld gezahlt, aber mit der eigentlichen Plattform und der Öl-Förderung wirklich gar nichts zu tun.
    Will einfach keiner begreifen !?
    Ist ja ein pöser, pöser Mineralölkonzern.....die sind IMMER Schuld.

    Danke & Ihnen ein schönes Wochendende !
  6. #6

    Kurzsichtig von BP

    Falls BP sich Bohrlizenzen in den riesigen neuen US-Ölgebieten erhofft, sollten sie lieber zahlen.
  7. #7

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    Was in die Köpfe der Menschen eben nicht reingeht, BP hatte den Claim, dafür viel Geld gezahlt, aber mit der eigentlichen Plattform und der Öl-Förderung wirklich gar nichts zu tun.
    Und? Als Träger der Bohrrechte und Betreiber der Plattform übernimmt man trotzdem die primäre Verantwortung. BP kann sich ja seinerseits mit Schadensersatzforderungen an Transocean und Chevron wenden und einen Teil der Kosten weiter reichen. Mein Mitleid mit diesem ach so armen Konzern hält sich insofern in Grenzen.
  8. #8

    Das ist schon richtig so

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Billig abspeisen? Die Firma BP wird von den USA wegen des Öldesasters im Golf, ......................., schamlos ausgebeutet. ...............

    An BP will sich jeder eine goldene Nase verdienen, inkl. der US-Bundesstaaten, die kaum von der Katastrophe betroffen waren .

    ........
    Das ist vollkommen richtig wie von den USA gehandelt wird und sie verdienen sich absolut keine Goldene Nase daran.

    Sollte BP dabei drauf gehen wäre es für alle anderen Firmen ein äußerst wichtige Lehre bei allen Geschäften in Zukunft nur auf Nummer Sicher zu gehen und nicht die Allgemeinheit dafür bezahlen zu lassen.
    Es ist auch vollkommen egal ob irgendein Gericht oder eine Kommision festgestellt hat das nicht das Gewinnstreben zum Unfall führte.
  9. #9

    Neue Rechnung

    Vielleicht sollte die Welt einmal eine Schuldenrechnung für die Schäden aufmachen, die die USA und ihr Finanzindustrie während der letzten Finanzkrise weltweit angerichtet hat. Das dürfte dann wohl in die 2 Billionen US Dollar gehen.

    Es geht hier nicht um die Verschonung von Umweltsünder. die wir, die Benzinverbraucher zu diesen waghalsigen Ölexplorationen indirekt beauftragt haben. Es geht darum, dass man mit BP fair umgeht und nicht noch Profit daraus schlagen will.

    Wie ich in einem früheren Beitrag erwähnt habe, hat Union Garbide, ein US Unternehmen, für die angerichteten Schäden in 1984 in Bophal/Indien mit 10 Tausenden Toten gerade mal 400 Mio. US$ überwiesen, dagegen haben alleine die US Anwälte für ihre Sammelklagen im vorliegenden Schadensfall bereits 600 Mio $ Gebühren eingestrichen.








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