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Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden

Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.

S.P.O.N. - Im Zweifel links: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE
  1. #300

    Nur, was kommt dabei raus?

    Zitat von DerKritische Beitrag anzeigen
    Um nicht mehr oder weniger gehts.
    Israel und die USA möchten ganz einfach die
    Vorherrschaft im nahen Osten behalten.
    Der Ganze Müll mit diesem Existenzrecht, sind
    reiner Vorwand um loschlagen zu können, sollte
    die Vormachtstellung bedroht sein.
    Wenn Israel die Anlagen angreift, wird dann die Vorherrschaft der USA größer oder kleiner?

    Darüber grübeln die Amerikaner selbst.
  2. #301

    Iran hat eine Ostgrenze

    Zitat von griedemann Beitrag anzeigen
    Was wir brauchen, sind Rüstungskontrollen und Abrüstungsinitiativen.
    Wenn sich die israelische Politik dem entzieht, wird das keine
    sonderlich 'friedensbewegten Gründe' haben.

    Ich laufe auch nicht mit der Knarre in der Jacke herum. Und siehe da-
    ich lebe noch, seit nun fast sechzig Jahren...
    Auch dank Polizei und Bundeswehr. Was in dem Gedicht aber komplett fehlt und das muss auch fehlen, weil sich ein Gedicht für eine Analyse gar nicht eignet, ist, dass sich der Westen mit der Bombe - besser mit deren Potenzial - abfinden wird. Auch Barak hat das verbal andeutungsweise getan. Und das Gründe. Die sind weniger in Israel oder bei den Palis zu suchen, sondern fangen mit P an und hören mit istan auf.
  3. #302

    Und das...

    Zitat von caesarine Beitrag anzeigen
    ...

    Unseren Eltern und Großeltern haben wir, die Nachkriegsgeneration, vorgeworfen, dass sie geschwiegen haben. Und der sog. deutschen Elite und Intelligentia haben wir verübelt, dass sie sich NICHT öffentlich zu Wort gemeldet hat, sondern im Großen und Ganzen sogar mitgelaufen ist.

    Wenn jetzt ein renommierter Schriftsteller, dem die deutsche Nachkriegskultur eine ganze Menge wertvoller Werke zu verdanken hat, seine Sorge äußert und dafür plädiert, hinzuschauen; wenn er der Politik empfiehlt, sich nicht an den Kriegsvorbereitungen durch die Entsendung von hoch brisantem Kriegsmaterial zu beteiligen, dann bläst die gesamte deutsche Intelligentia plötzlich in ein und dasselbe Horn, dann schreiben die Medien ihn fast einstimmig nieder und wollen ihn zum verbitterten alten Mann abstempeln oder ihn darauf reduzieren, dass er als 17jähriger Jugendlicher Mitglied in der Waffen-SS war. Wie kommt sowas?
    ...ist der Kern der Sache. Wie so etwas kommt? Weil es einfacher ist, sich in einem möglichst flächendeckenden und massentauglichen politisch korrektem Gutmenschengebilde zu verschanzen, als sich differenziert mit einer Thematik wie Israel auseinanderzusetzen.

    Trotz dieser allzu menschlichen Eigenart des Grupenzwangs und der Regelaufstellung wie man sich zu verhalten (bzw. zu denken) hat, hätte ich trotzdem nicht gedacht, dass nach all den Jahren das verordnete deutsche Empfinden - in diesem Fall das in der Presse und in der Politik - nach wie vor so derart konditioniert ist. Angesichts der medialen Verbrennung des Herrn Grass muss man sogar annehmen, es ist schlimmer geworden.

    Und wenn man dann die Kandidatin zur Bundespräsidentenwahl Klarsfeld hört, dann sind wir alle, die Grass imhaltlich zustimmen automatisch Antisemiten und wahrscheinlich auch verkappte Nazis.

    Ehrlich, ich finde es erschreckend.
  4. #303

    Zitat von zuhören und verstehen Beitrag anzeigen
    Selbst wenn der Iran die Bombe hätte, gäbe es keinen Anlass zur Selbstverteidigung. Er müsste sie auch einsetzen wollen und zumindest ganz kurz vor dem tatsächlichen Einsatz sein.
    Erstens wissen Sie nicht was Israel weiss, zweitens geht es nicht darum Teheran zu bombardieren sondern das iranische Atomprogramm zu zerstören das nur Sinn macht, wenn man an einer Atombombe arbeitet.

    Ganz Israel hat der Iran im Visier. In Israel stand nie das Ansinnen im Raum den Iran von der Landkarte zu fegen.
  5. #304

    xxx

    Zitat von mqp Beitrag anzeigen
    und wer ermöglicht jetzt U-Boote für Atomwaffen. Wer stützte den Schah? Wer förderte den Golfkrieg? Und Weltgeschichtlich, wen hat Iran jemals angegriffen???

    Grass hat recht und verschweigt viel zu viel!!!

    Unter welchen Bundesmitteln werden die 175millionen€ an Deutschen Steuergeldern für die U-Bootschenkung verbucht?
    Israel bekommt ein U-Boot - na und, es ist ja von Feinden umzingelt, da kann man ruhig helfen.
    Es geht ja um Selbstverteidigung. Nach diversen Angriffen auf das Land verständlich.

    Was haben Sie gegen den Schah? Bei ihm wurde gefoldert und es gab keine Demokratie und heute läuft es bei den Glaubensfanatikern genau so.

    Im ersten Golfkrieg hat Irak Kuwait angegriffen. Die USA haben das Land befreit. Stört Sie das?

    Iran droht ja nun Israel zu vernichten und bemüht sich um Atomtechnik - scheint Ihnen total egal zu sein. Traurig wie Sie die Atomaufrüstung einer Diktatur schönfärben...
  6. #305

    sie haben - gelinde gesagt -

    Zitat von benno18 Beitrag anzeigen
    Werter Forist, stellen Sie sich doch einmal vor jemand teilt Ihnen mit, dass Sie keine Existenzberechtigung hätten und er Sie liquidieren wird; er muss sich nur noch eine passende Waffe kaufen. Ich bin sicher, dass dies Sie nicht weiter stören wird, denn die Polizei wird schon aufpassen. Und wenn sie es nicht verhindern kann daan wird sie ihn nachher stellen - vielleicht -
    In dieser Situation befindet sich Israel. Ahmadinejad zu unterschätzen kann für den gesamten Staat Israel wie auch den Nahen Osten lebensgefährlich sein.
    Vor ca. 80 Jahren hat ein gewisser Hitler auch publiziert, was er machen wird wenn er an der Macht sein wird. Auch damals haben alle gesagt er sei ein Spinner. Und ...wir alle wissen was geschen ist.
    einen knall . wenn man sich und der ganzen die "iranische gefahr" lang einredet, glaubt man vielleicht selbst daran.das ändert nichts daran, daß das alles mehr oder weniger "propagandalügen" sind. und übrigends , mal am rande, 1932 hat kaum noch einer, der denken konnte gesagt , daß ah ein spinner sei.
  7. #306

    Betroffenheitskult

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.

    Debattenbeitrag zu Günter Grass: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wenn man über die Verbrechen der Deutschen gegenüber den Juden, aber auch den vielen anderen anständigen Menschen so betroffen ist, dann sollte man vielleicht auch mal in sich kehren und danach offen über all das sprechen und nicht so tun als könnte man das mit der Unterdrückung jeglicher Kritik an der israelischen Politik ungeschoren machen.
    HR
  8. #307

    Israel ist das einzige Land auf der Welt, dem sein Existenzrecht abgesprochen wird

    Zitat von gaga007 Beitrag anzeigen
    Sehr richtige Aussage !

    Israel ist das einzige Land auf der Welt, dem sein Existenzrecht abgesprochen wird - bisher waren es nur religös-verblendete Terroristen und die sie unterstützenden Staatsführungen. Neu ist, dass ein sogenannter Kulturschaffender sich einreiht ... es ist allerdings nicht überraschend, dass dieser "Denker" deutscher Staatsbürger ist - zumal er die entsprechende Vergangenheit hat.
    Das stimmt natürlich nicht. Die BRD hat der DDR immer das Existenzrecht abgesprochen, die schwarzen Südafrikaner haben den Weissen immer "ihren" Staat abgesprochen, Die Südkoreaner halten es ähnlich mit Nordkorea, wieviel Beispiele wollen Sie noch hören?
    Im übrigen kann niemand einem Dritten ein Existenzrecht zusprechen auf einem Gebiet, welches ihm gar nicht gehört.
    Die jüdische Einwanderung und die Staatgründung Israels bezeichnen die dort lebenden anderen Volksgruppen als ein Unglück, viele Juden tun das auch und aktuell wird die Lage wird immer gefährlicher.
  9. #308

    Sehr schöner Artikel

    Zitat von zgvaca Beitrag anzeigen
    Traurigste in ganze Rede Freiheit die wir heute geniessen, ist Möglichkeit, dass jeder darf jeden kritisieren. Ich darf ein Artikel verfassen und Leben eines Nelson Mandela durch Dreck ziehen. Ich dürfte Platz bekommen offentlich einen Günther Grass fertig zu machen. Aber wer bin ich? Was habe ich geschaft um mir Recht nehmen so einen Figur klein zu reden?
    Deswegen wird Günther Grass lange nach sein Tot Günther Grass bleiben, und viele Anonimuse wie ich, werden in vergessenheit geratten.

    Traurige an unsere Demokratie ist Tatsache, dass wir nicht miteinander reden. Wir lieber greifen Booten an, statt über Botschaft zu reden. Wir alle wissen, dass iranische Presidänt nie über vernichtung Israel geredet hat, sonder über Zionistische Regim, aber wir benützen gern diese Lüge. Alle wir haben irgendwo gelesen richtige Übersetzung seine Rede. Aber viele ausschlachten diese Lüge trotz, dass dadurch sie sich unglaubwürdig benehmen.

    Traurigste in ganze unsere Freiheit die wir haben, ist Tatsache, dass wir sie nicht benutzen. Wir gehen am Montag wieder arbeiten, wir werden nicht sagen, dass was wir meinen, weil könnte unsere Freundschaften, unsere Karriere unsere Sozialstatus schaden. Welche Intelektuelle wird sich wagen, nach so eine unsachliche Kritik, seine eigene Meinung zu sagen?

    Was nutzt uns Freiheit, wenn wir sie nicht nutzen? Was brauchen wir Rede Freiheit wenn wir sie Missbrauchen? Für was brauchen wir Demokratie, wenn wir nicht bereit sind andere Zuzuhören.

    Günther Grass hat sich seine Freiheit, Demokratie und Rede Freiheit nicht nehmen gelassen und deswegen ich Danke ihn.

    Jetz dürfen sie mein Kommentar zereisen wegen Gramatik oder meinen Herkunft.
    Da kann manch ein Komentator hier mit besseren Grammatikkenntnissen was lernen.

    Danke!
  10. #309

    Maulheldentum?

    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    Ein Israeli, der seine halbe Familie im Holocaust verloren hat, veröffentlicht 10 israelkritische Thesen. Was ist Ihre erst emotionale Reaktion?
    Nachdem Sie sich intensiv mit dem Inhalt auseinandergetzt haben, stellen Sie fest, dass Sie ein paar Thesen zustimmen können. jetzt sage ich Ihnen: Ich habe gelogen, der Text stammt von einen Antisemiten. Was ändert sich dadurch für Sie?
    Jetzt sage ich Ihnen: Nur Antisemiten brauchen Alibijuden, hinter denen sie sich verstecken. Für alle anderen ist es irrelevant, ob derjenige, der antisemitischen Unsinn verzapft, Jude ist oder "Arier".

    Ich finde es gut, dass endlich mal in breiter Öffentlichkeit darüber diskutiert wird, ob es die iranische Führung mit ihren Vernichtungsdrohungen gegen Israel ernst meint, oder ob es sich - wie Grass meint - lediglich um "Maulheldentum" handelt, was man sicherlich von Lübeck aus relativ entspannt diagnostizieren kann.








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