Mit seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" liegt Günter Grass richtig: Er holt Deutschland aus dem Schatten der Worte von Kanzlerin Merkel, die Sicherheit Israels gehöre zur deutschen "Staatsräson". Und der Schriftsteller kritisiert zurecht, dass Israel der Welt eine Logik des Ultimatums aufdrängt.
S.P.O.N. - Im Zweifel links: Es musste gesagt werden - SPIEGEL ONLINE
Auch dank Polizei und Bundeswehr. Was in dem Gedicht aber komplett fehlt und das muss auch fehlen, weil sich ein Gedicht für eine Analyse gar nicht eignet, ist, dass sich der Westen mit der Bombe - besser mit deren Potenzial - abfinden wird. Auch Barak hat das verbal andeutungsweise getan. Und das Gründe. Die sind weniger in Israel oder bei den Palis zu suchen, sondern fangen mit P an und hören mit istan auf.
...ist der Kern der Sache. Wie so etwas kommt? Weil es einfacher ist, sich in einem möglichst flächendeckenden und massentauglichen politisch korrektem Gutmenschengebilde zu verschanzen, als sich differenziert mit einer Thematik wie Israel auseinanderzusetzen.
Trotz dieser allzu menschlichen Eigenart des Grupenzwangs und der Regelaufstellung wie man sich zu verhalten (bzw. zu denken) hat, hätte ich trotzdem nicht gedacht, dass nach all den Jahren das verordnete deutsche Empfinden - in diesem Fall das in der Presse und in der Politik - nach wie vor so derart konditioniert ist. Angesichts der medialen Verbrennung des Herrn Grass muss man sogar annehmen, es ist schlimmer geworden.
Und wenn man dann die Kandidatin zur Bundespräsidentenwahl Klarsfeld hört, dann sind wir alle, die Grass imhaltlich zustimmen automatisch Antisemiten und wahrscheinlich auch verkappte Nazis.
Ehrlich, ich finde es erschreckend.
Erstens wissen Sie nicht was Israel weiss, zweitens geht es nicht darum Teheran zu bombardieren sondern das iranische Atomprogramm zu zerstören das nur Sinn macht, wenn man an einer Atombombe arbeitet.
Ganz Israel hat der Iran im Visier. In Israel stand nie das Ansinnen im Raum den Iran von der Landkarte zu fegen.
Israel bekommt ein U-Boot - na und, es ist ja von Feinden umzingelt, da kann man ruhig helfen.
Es geht ja um Selbstverteidigung. Nach diversen Angriffen auf das Land verständlich.
Was haben Sie gegen den Schah? Bei ihm wurde gefoldert und es gab keine Demokratie und heute läuft es bei den Glaubensfanatikern genau so.
Im ersten Golfkrieg hat Irak Kuwait angegriffen. Die USA haben das Land befreit. Stört Sie das?
Iran droht ja nun Israel zu vernichten und bemüht sich um Atomtechnik - scheint Ihnen total egal zu sein. Traurig wie Sie die Atomaufrüstung einer Diktatur schönfärben...
einen knall . wenn man sich und der ganzen die "iranische gefahr" lang einredet, glaubt man vielleicht selbst daran.das ändert nichts daran, daß das alles mehr oder weniger "propagandalügen" sind. und übrigends , mal am rande, 1932 hat kaum noch einer, der denken konnte gesagt , daß ah ein spinner sei.
Wenn man über die Verbrechen der Deutschen gegenüber den Juden, aber auch den vielen anderen anständigen Menschen so betroffen ist, dann sollte man vielleicht auch mal in sich kehren und danach offen über all das sprechen und nicht so tun als könnte man das mit der Unterdrückung jeglicher Kritik an der israelischen Politik ungeschoren machen.
HR
Das stimmt natürlich nicht. Die BRD hat der DDR immer das Existenzrecht abgesprochen, die schwarzen Südafrikaner haben den Weissen immer "ihren" Staat abgesprochen, Die Südkoreaner halten es ähnlich mit Nordkorea, wieviel Beispiele wollen Sie noch hören?
Im übrigen kann niemand einem Dritten ein Existenzrecht zusprechen auf einem Gebiet, welches ihm gar nicht gehört.
Die jüdische Einwanderung und die Staatgründung Israels bezeichnen die dort lebenden anderen Volksgruppen als ein Unglück, viele Juden tun das auch und aktuell wird die Lage wird immer gefährlicher.
Jetzt sage ich Ihnen: Nur Antisemiten brauchen Alibijuden, hinter denen sie sich verstecken. Für alle anderen ist es irrelevant, ob derjenige, der antisemitischen Unsinn verzapft, Jude ist oder "Arier".
Ich finde es gut, dass endlich mal in breiter Öffentlichkeit darüber diskutiert wird, ob es die iranische Führung mit ihren Vernichtungsdrohungen gegen Israel ernst meint, oder ob es sich - wie Grass meint - lediglich um "Maulheldentum" handelt, was man sicherlich von Lübeck aus relativ entspannt diagnostizieren kann.