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Debattenbeitrag: Zölibat? Aber sicher!

Die*Initiative von katholischen CDU-Politikern für Ausnahmen vom Zölibat ist nur das gewöhnliche*Reformbrausen in den Laienrängen. Man muss es als Vorgeschmack auf den Besuch des heiligen Vaters in Deutschland werten - und am besten*ignorieren,*glaubt der überzeugte Katholik*Matthias Matussek.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741053,00.html
  1. #270

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    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    aufschlussreich ist auch das evangelium der maria (magdalena), in dem petrus sich darüber ärgert, dass jesus sie (maria) mehr liebte als seine jünger und er von den aposteln deshalb zurechtgewiesen wird, dass das eben nun mal so sei. entstanden ist das um 130-150 nC, also ungefähr zeitgleich zum johannes evangelium. selbstverständlich handelt diese evangelien alle über aussprüche jesu und....
    Ich habe das Evangelium der Maria nicht gelesen, aber anhand dieses Posting kann ich nicht erkennen dass Jesus mit ihr verheiratet gewesen sein soll.
    Jesus habe sie lieber als Petrus oder die anderen Jünger und Petrus habe sich darüber geärgert. Wären Jesus und Maria verheiratet so wäre solch ein Verhalten doch normal. Und warum regt sich Petrus auf? Er ist doch selbst verheiratet... da müßte er doch wissen wie das ist.
    Wenn das alles ist, so ist das sehr dünn und unklar.
  2. #271

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    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    ...der mensch hat aber auch das recht, sich aus freiem willen umzuentscheiden ohne dass ihm dann die lebensgrundlage genommen wird und seine berufung aberkannt wird. jemand der .....
    Ein Bankangestellter hat auch das Recht sich nach 20 Jahren im Beruf sich anders zu kleiden als im Anzug und Krawatte, sich zu tättowieren oder zu piercen.
    Tut er es aber so wird ihm seine Lebensgrundlage genommen nur weil seine Kleidung anders ist als der Mainstream. Seine fachliche Kompetenz bleibt ja weiterhin und auch sein Interesse seinen Beruf und evtl. Berufung (auch ein profaner Beruf kann Berufung sein) geht nicht verloren.
    Vielleicht ist es ja auch eine Frau die zum Islam konvertiete und nun ein Kopftuch trägt. Auch ein mögliches Szenario.
    Wie soll nun der arme Angestellte der in T-Shirt und Jeans oder gar im Kopftuch zur Arbeit kommt seinen Job ausüben wenn sein Arbeitgeber ihm das verbietet?
    Freier wille heißt nun mal, dass man sich auch anders entscheiden kann und trotzdem mensch und ein guter fachlich qualifizierter Angesteller bleiben darf...
    Und nun?
  3. #272

    freiheit statt zwang

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Aber der angehende Priester weiß doch, dass die Entscheidung, die er trifft, eine lebenslange Verpflichtung und Verantwortung bedeutet.
    das weiß er allenfalls in der theorie und in der erwartung bestimmter zukunftsentwicklungen. die zukunft verläuft aber selten so, wie man sie sich erwartet. deshalb hat er das recht, sich umzuentscheiden ohne dafür bestraft zu werden.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Genauso, dass ich als Familienvater weiß, dass meine Verpflichtung gegenüber meinen Kindern eine lebenslange ist.
    die amtskirche ist der arbeitgeber des priesters und nicht seine familie. gegenüber seinen kindern hat man gewisse verpflichtungen, von seinem arbeitgeber kann man aber nicht zur aufgabe der familie und des freien willens gezwungen werden. arbeitsverträge, in denen steht, dass man gefälligst nicht zu heiraten hat, sind sittenwidrig und damit nichtig. es gibt nun mal dinge, die kein arbeitgeber der welt einfordern kann und dazu gehört zb. der familienstand, die persönliche lebensweise, die religion, die politische orientierung usw. es geht hier nicht um die schlipsundkragenpflicht für bänker, sondern um tiefe eingriffe in das privatleben.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Verpflichtung heißt, für eine Sache oder eine Person da zu sein, sie nicht zu verraten und allein zu lassen.
    ein verheirateter priester läßt seine "sache" nicht allein und verrät sie nicht. das war 1000 jahre lang so und ist in vielen christlichen gemeinden heute noch so.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Wenn ich das nicht kann, dann entscheide ich mich dagegen, aus freien Stücken.
    es geht aber um die leute, die weder familie, noch kirche verraten und alleine lassen, also um die leute, die priester sein wollen und verheiratet und das auch schaffen. immerhin gibt es zahlreiche von diesen leuten. ein ehe- zeugungsverbot ist also unsinnig, denn es geht.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Oder halten Sie es für besonders christlich wenn ein Familienvater seine Kinder im Stich lässt?
    halten sie es für besonders christlich, wenn von einem familienvater genau dieses verlangt wird?

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Das gleiche gilt übrigens auch für eine Eheverpflichtung, die ist für einen Katholiken auch lebenslang.
    der zölibat ist aber keine ehe und gerade christliche ehen werden häufig geschieden. der mensch hat nun mal das recht, sich im leben auch mal umzuentscheiden. ganz freiwillig.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Aber das ist in Ihren Augen wahrscheinlich auch eine Verletzung der Menschenrechte.
    eben nicht! die verletzung liegt im zwang und es gibt nun mal keinen ehezwang. das muss doch zu begreifen sein.

    Zitat von kilger_1999 Beitrag anzeigen
    Um ganz ehrlich zu sein, Ihre Art von Menschenrechte ist für mich eine leere Worthülse.
    ich halte mich an die menschenrechte der un charta. wenn das für sie leere worthülsen sind, dann stellen sie sich auf eine stufe mit denjenigen, welche die menschen permanent ihrer freiheit und ihrer rechte berauben. dem schließe ich mich nciht an.
  4. #273

    d

    Zitat von markus_wienken Beitrag anzeigen
    Ein Bankangestellter hat auch das Recht sich nach 20 Jahren im Beruf sich anders zu kleiden als im Anzug und Krawatte, sich zu tättowieren oder zu piercen.
    Tut er es aber so....
    zeigen sie mir einen verdienten kompetenten bankangestellten, der 20 jahre lang gut gearbeitet hat und dann wegen eines piercings oder tatoos entlassen wurde. den prozess vor dem arbeitsgericht gewinnt er.

    im übrigen bleib ich dabei: es gibt einschränkungen die man für den beruf hinnehmen muss, zb. einen dresscode, aber einschränkungen, die ins tiefste privatleben eingreifen und bis ins eigene schlafzimmer reichen, sind unzulässig. warum die amtskirche das darf, ist unlogisch.








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