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Debatte ums Urheberrecht: Wer kopiert ist weder Dieb noch Räuber

DDPDas Internet ist eine gigantische Kopiermaschine, von der Urheber und Gesellschaft profitieren. Doch dafür muss der Begriff vom "geistigen Eigentum" angepasst werden - und die zwischengeschalteten Firmen, die Verwerter, werden leiden müssen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...826871,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet ist eine gigantische Kopiermaschine, von der Urheber und Gesellschaft profitieren. Doch dafür muss der Begriff vom "geistigen Eigentum" angepasst werden - und die zwischengeschalteten Firmen, die Verwerter, werden leiden müssen.

    Debatte ums Urheberrecht: Kopiermaschine Internet - SPIEGEL ONLINE
    Manmanman.....
    Ich nehme jetzt mal die Fernsehzeitschrift....und dann die gelben Seiten einer "Medienstadt".
    Lauter "Leidende" die durch die Werbegelder von Leuten bezahllt werden, die nicht mal wissen das sie für das Produkt das sie kaufen, mehr bezahlen müssen, damit auch der liebe Nachwuchs, von dem der sich's eben leisten kann ein kleines Medienunternehmen zu finanzieren, was handfestes und zukunftssicheres hat (ja, ja, die kommen nicht alle direkt aus den Hochschul-Lehr- und Versuchsstudios), daß also wer die "Connection und das Equipment" hat, der auch Medien-Schaffender ist, oder was auch immer.
    Das Wort -K on k u r r e n z- scheint völlig ausgedient zu haben, seit die ominöse Masse so viele Internetanschlüße über Telekommunikationsgesellschaften angemeldet hat.
  2. #2

    Ein Volk von Kleinkriminellen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet ist eine gigantische Kopiermaschine, von der Urheber und Gesellschaft profitieren. Doch dafür muss der Begriff vom "geistigen Eigentum" angepasst werden - und die zwischengeschalteten Firmen, die Verwerter, werden leiden müssen.

    Debatte ums Urheberrecht: Kopiermaschine Internet - SPIEGEL ONLINE
    Meine Ideen gehören mir.
    Wer sie benutzen will, muß dafür zahlen!
    In Wirklichkeit geht es darum, einen rechtswidrigen Ausgleich für die schlechte Entlohnung der arbeitenden Massen zu schaffen. Wenig Lohn, Belohnung durch freies Stehlen!

    Diese Umsonstkultur zeigt in allen Kulturbereichen die Wirkung, daß Dilettanten zu Genies hochgejubelt werden, und das staunende Volk langsam aber sicher verblödet. Nun, ja.
    Ich bin Urheber und habe meine Konsequenzen aus dem Schwarzfahren in der Kultur längst gezogen:
    Ich arbeite die nächsten Jahre nur für mich und nicht mehr für die Allgemeinheit.
  3. #3

    Zitat von deutscherkeinbundesblödel Beitrag anzeigen
    Meine Ideen gehören mir.
    Wer sie benutzen will, muß dafür zahlen!
    In Wirklichkeit geht es .....
    Wie konnten nur Mozart oder Goethe leben oder gar Hölderlin.
  4. #4

    Naja ...

    Zitat von review Beitrag anzeigen
    Wie konnten nur Mozart oder Goethe leben oder gar Hölderlin.
    ... ob wir das weiter und wieder ausbauen möchten, dass Künstler nur von Gönnern (Fürsten: Goethe und Königen: Mozart) finanziert, überleben können? Hölderlin hat sich bei vermögenden Leuten als Hauslehrer verdingt. Das ist auch nicht unbedingt einer freien Kunst förderlich - darf er doch den politischen Ansichten seiner Auftraggeber keinesfalls ein Leid antun.

    Wir haben schon viel zu viel Staatskunst in Deutschland - "Staatstheater" etc. Fast alle Theaterregisseure, Schauspieler etc. sind staatlich alimentiert. Wie soll da kritische, freie Kunst entstehen.

    Softwarepatente halte ich für einen systemwidrigen Greuel, aber Urheberrechte, die jeder jederzeit ohne Anmeldung erwerben kann, halte ich für völlig legitim.
  5. #5

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    Fast alle Theaterregisseure, Schauspieler etc. sind staatlich alimentiert. Wie soll da kritische, freie Kunst entstehen.
    Gegenfrage: Wie soll unter dem Diktat des Kommerzes kritische, freie Kunst entstehen? Was in die Kategorie fällt kann im freien Markt doch kaum je überleben. Weshalb es wohl oder übel doch noch am ehesten unter dem Schirm öffentlicher Förderung gedeiht. Gerade bei der darstellerischen Kunst ist das doch relativ offensichtlich, oder wo sahen Sie zuletzt künstlerische und inhaltliche hochwertige Filme oder Theaterstücke, die rein privat finanziert waren?

    Das "Gönner"-Konzept hat übrigens auch schon längst wieder Einzug in den Kunstbereich gefunden. Nennt sich heute halt meist eher "Sponsor" o.ä.
  6. #6

    Geisterdebatte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet ist eine gigantische Kopiermaschine, von der Urheber und Gesellschaft profitieren. Doch dafür muss der Begriff vom "geistigen Eigentum" angepasst werden - und die zwischengeschalteten Firmen, die Verwerter, werden leiden müssen.

    Debatte ums Urheberrecht: Kopiermaschine Internet - SPIEGEL ONLINE
    was für ein schrottiger Artikel, der darauf hinausläuft, zu legalisieren, was bislang noch "kriminell" ist, nämlich die widerrechtlich erzeugte Kopie.
    Warum soll der Begriff vom "geistigen Eigentum" angepaßt werden? Und woran? An das "Wünsch-Dir-Was" des bezahlfreien Downloads? Das ganze hat etwas von Klein-Lieschens-Puppenstuben-Rechnung an sich: fallen die Verwerter weg, ist das Produkt gratis. Klar... Die Millionen, die dann quasi automatisch auf den Konten der Urheber landen, kommen vom Mars.

    Im übrigen ist das ganze eine unsinnige Geisterdebatte, denn Urheberrechte sind mit internationalen Abkommen geschützt, die auch vom bundesdeutschen Gesetzgeber beachtet werden müssen. Ganz egal, was chinesische Auffassung dazu sein mag.
  7. #7

    Das kann ich nur unterstreichen...

    Zitat von deutscherkeinbundesblödel Beitrag anzeigen
    Meine Ideen gehören mir.
    Wer sie benutzen will, muß dafür zahlen!
    In Wirklichkeit geht es darum, einen rechtswidrigen Ausgleich für die schlechte Entlohnung der arbeitenden Massen zu schaffen. Wenig Lohn, Belohnung durch .....
    ...auch ich bin Urheber und bin über die Kurzsichtigkeit der Argumentation vieler Teilnehmer an der Urheberrechtsdiskussion entsetzt.
    Hochwertigen Content - in welcher Form auch immer - wird es nur geben, wenn die Urheber eine Entlohnung von den Nutzern erhalten; die müssen nämlich auch Rechnungen bezahlen und Familien ernähren. Von Schulterklopfen - auch aus dem Internet - kann ich nicht leben.

    Übrigens, ein wichtiger Aspekt ist schon genannt worden, den ich hier nochmal unterstreiche. "Diese Umsonstkultur zeigt in allen Kulturbereichen die Wirkung, daß Dilettanten zu Genies hochgejubelt werden, und das staunende Volk langsam aber sicher verblödet." Gibt es in allen Bereichen, egal ob als Freie Mitarbeiter in Redaktionen, als billige Schreiber bei Mitmachzeitungen oder als hochgejubelte, zweitklassige Teilnehmer an irgendwelchen Casting-Shows. Und die Nutzer der Inhalte bekommen Eintopf statt individuell angerichteter Kost.
  8. #8

    Zitat von MKasp Beitrag anzeigen
    ... ob wir das weiter und wieder ausbauen möchten, dass Künstler nur von Gönnern (Fürsten: Goethe und Königen: Mozart) finanziert, überleben können? Hölderlin hat sich bei vermögenden Leuten als Hauslehrer verdingt. Das ist auch nicht unbedingt einer freien Kunst förderlich - darf er doch den politischen Ansichten seiner Auftraggeber keinesfalls ein Leid antun.

    Wir haben schon viel.....
    Mein Beitrag war auch nicht kontra Urheberrecht gedacht sondern die Antwort auf einen arg larmoyanten Beitrag eines Foristen. Ich wollte nur erinnern das es Menschen gab und gibt die bei der Schaffung von irgendwelchen Werken nicht nur an die Vermarktung denken.
  9. #9

    Zitat von deutscherkeinbundesblödel Beitrag anzeigen
    Meine Ideen gehören mir.
    Wer sie benutzen will, muß dafür zahlen!
    In Wirklichkeit geht es darum, einen rechtswidrigen Ausgleich für die schlechte Entlohnung der arbeitenden Massen zu schaffen. Wenig Lohn, Belohnung durch freies Stehlen!
    Das ist eine äußerst egoistische Einstellung. Da kann man sich wirklich freuen das nicht alle Menschen so denken, sonst hätten wir es wahrscheinlich nicht einmal bis zum Rad gebracht.

    Zitat von deutscherkeinbundesblödel Beitrag anzeigen
    Diese Umsonstkultur zeigt in allen Kulturbereichen die Wirkung, daß Dilettanten zu Genies hochgejubelt werden, und das staunende Volk langsam aber sicher verblödet.
    Diese Umsonstkultur, wie Sie sie nennen, ist ein Produkt von fehlenden Vertriebswegen. Das es genug Personen gibt die bereit sind für Werke (Seien es Filme, Bücher oder auch Musik) im Internet zu bezahlen, zeigen die unzähligen Bezahlten Accounts bei diversen Filehostern u.ä. Das Ein florierender Illegaler Markt ist in der Regel das Produkt eines nicht vorhandenen legalen Marktes (siehe die Prohibition im Amerika der 1920er Jahre).
    Und das der Geschmack der Masse Ihnen nicht zusagt, hat nichts mit der Umsonstkultur zu tun.

    QUOTE=deutscherkeinbundesblödel;10040355]
    Nun, ja.
    Ich bin Urheber und habe meine Konsequenzen aus dem Schwarzfahren in der Kultur längst gezogen:
    Ich arbeite die nächsten Jahre nur für mich und nicht mehr für die Allgemeinheit.[/QUOTE]
    Das ist ihr gutes Recht, aber trotzdem die falsche Einstellung, da es nicht zur Problemlösung beiträgt.








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