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Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit Apple an!

Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827077,00.html
  1. #1

    Am besten nichts ändern ?

    Ihrer Meinung nach sollte man also alles so lassen wie es ist. Mit dem Unterschied, dass die Rechteverwerter mit Nachdruck versuchen ihr Recht im Internet durch tiefgreifende Einschnitte in unsere Grundrechte umzusetzen. Immerhin ist das der Grund, wieso die Piratenpartei überhaupt entstanden ist, was sie ständig vernachlässigen (Entstanden aus einem KLAREN Rechtsbruch des Staates).

    Dabei folgen bestimmte Reformpunkte konkreten Überlegungen.
    Das entkriminalisieren ist eine Antwort darauf, wie man mehr Überwachung und das Brechen unserer Grundrechte vermeiden kann. Weil das entsprechende Recht im Netz durchzusetzen, nur mit Einschnitten in unsere Grundrechte machbar ist.

    Der Ansatz der Entkriminalisierung ist einfach Folgerichtung, wenn man nicht einen Teil seiner Grundrechte verlieren möchte. Wie man einen dadurch hervorgerufenen Schaden für die Urheber oder Verwerter ausgleicht, ist offen. Aber es wird ja nicht diskutiert, es wird nur geblockt.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn nicht genug Geld in die Kasse kommt, haben es die Unternehmen eben versäumt, ein attraktives Angebot zu machen, das mit der kostenlosen Alternative konkurrieren kann.[/url]
    Eine kleine Auswechelei der Worte enttarnt das vermutlich wahre Gesicht des Herrn Fleischhauer:

    Wenn das Arbeitsentgelt nicht zum Leben ausreicht, haben es die Arbeitnehmer eben versäumt, ihre Attraktivität auf dem globalen Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu halten.

    Im Gegensatz zu dem obigen Statement der Piraten würde Herr Fleischhauer diesem Statement wahrscheinlich vorbehaltlos zustimmen, oder?
  3. #3

    Zitat von EnoughTime Beitrag anzeigen
    I
    Der Ansatz der Entkriminalisierung ist einfach Folgerichtung, wenn man nicht einen Teil seiner Grundrechte verlieren möchte. Wie man einen dadurch hervorgerufenen Schaden für die Urheber oder Verwerter ausgleicht, ist offen. Aber es wird ja nicht diskutiert, es wird nur geblockt.
    So sehe ich das auch, deshalb ist der Vorschlag der Piraten mit dem Runden Tisch durchaus zu begrüßen.
  4. #4

    Hier geht es nicht um Urheberrecht, sondern um Verwertungsrecht!

    Ach Herr Fleischhauer, Ihnen fehlt - wie zuletzt in einer Debatte mit Kathrin Hartmann im Münchener Muffatcafé - komplett der Durchblick.


    Ich habe dies schon auf mehreren Seiten gepostet und wiederhole dies gerne,
    das es hier nicht um Urheberrecht, sondern um Verwertungsrecht geht, sollte mittlerweile jedem klar sein.

    Die "Musikindustrie" z.B., die sich gerade so aufspielt, sollte vorsichtig sein, nicht jeder ist so dämlich und fällt auf diesen uralten Trick herein.

    DENN die gute Musikindustrie zieht die "Künstler" regelmäßig über den Tisch, indem sie die "Kreativen" nur mit - festhalten - 4% des Verkaufspreises an Tonträgern beteiligt.

    Ebenso sollte hier bemerkt werden, dass die "Verwertung" von Kinofilmen erst nach 3 Jahren so langsam zum erliegen kommt, nach:

    -Videothek
    -DVD-Verkauf
    -TV-Erstausstrahlung

    Was danach den bis dahin ausgebeuteten "Künstlern" zu gute kommt geht gen 0.

    Diese Verwerter - die das Internet so fürchten und als außbeuterisch darstellen - sind "unkreative Unternehmer", die zum Kunstwerk keinerlei Bezug haben.

    Es geht hier also nicht um Urheberrecht, es geht hier um Geld für Nichturheber und das damit verbundene Verwertungsrecht!
  5. #5

    Zitat von spigalli Beitrag anzeigen
    Eine kleine Auswechelei der Worte enttarnt das vermutlich wahre Gesicht des Herrn Fleischhauer:

    Wenn das Arbeitsentgelt nicht zum Leben ausreicht, haben es die Arbeitnehmer eben versäumt, ihre Attraktivität auf dem globalen Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu halten.
    Auf einem Arbeitsmarkt, bei dem die Arbeiter um ihren Lohn betrogen werden, haben Sie vergessen zu erwähnen.
  6. #6

    Nicht Äpfel und Birnen vergleichen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.

    Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit*Apple an! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Komisch? Ich habe gerade diese Kolumne gelesen ohne etwas dafür zu bezahlen. Ich könnte sie theoretisch aus dem Browser in ein PDF-Dokument überführen und auf meinem Computer speichern. Ich könnte dieses PDF an alle meine Freunde schicken. Habe ich damit Urheberrechte verletzt? Ich glaube nicht. Ich tue nämlich nicht so, als hätte ich, und nicht Herr Fleischhauer via Spiegel Online, diese Kolumne geschrieben. Darum und nur darum geht es beim Urheberrecht. Wenn ich das falsch verstanden habe, lasse ich mich sehr gern korrigieren.

    Warum hab ich dafür nichts bezahlt? Ich nehme mal an, weil die Online Ausgabe des Spiegels werbefinanziert ist und weil Internetkonzerne wie Google und Facebook schön mitgucken können, was für verschiedenste Zwecke eine interessante Information beherbergen könnte.


    Es geht ja genau darum, dass Schöpfer geistiger Güter für das was sie tun eine angemessene Entlohnung erhalten. Das Urheberrecht hat damit erstmal gar nichts zu tun. Urheber geistiger Güter ist man so oder so, ob man dafür bezahlt hat oder nicht. Durch die technischen Möglichkeiten ist eine materiell gebunden Nutzungslizens wie beim Kauf einer CD oder einer Schallplatte eben leider obsolet geworden. Man wird sich dem nicht entgegen stellen können.

    Wenn die "Piraten" schlau wären (da habe ich Zweifel), würden sie zugeben, dass die derzeitigen Verwertungsmodelle für Medieninhalte den technischen Möglichkeiten hinterher hinken und man deswegen neue Modelle erarbeiten muss, die nicht auf der Kriminalisierung der Nutz(niess)er hinausläuft. Das hat schon bei Leerkassetten und CD-Rohlingen nicht geklappt.
  7. #7

    Seitenhieb?

    Die Piraten und ihre Herolde in den Medien wollen uns weismachen, dass in der digitalen Welt andere ökonomische Gesetze gelten.
    mmmh, der Link "Medien" verweist auf die SPON-Medienseite. Ist das gar ein kleiner Seitenhieb auf die Kollegen von SPON, die mit viel Begeisterung über die Piraten regelmäßig berichten?
  8. #8

    Die Piraten sind in der

    Die Piraten sind in der Debatte über das Ürheberrecht eher Objekte als Subjekte.

    Denn die Diskussion über den Schutz der geistigen Eigentums- bzw. Urheberrechtskonstrukte im Prozess der Entfaltung der digitalen Kommunikation erscheint bereits jetzt als Nachhutsdiskussion. Dabei korrespondiert die Heftigkeit der Diskussion mit dem absehbaren erheblichen Bedeutungsverlust des "geistigen Egentums" und Urheberrechtes in der Internetkommunikation.

    Weil innerhalb der neuen Kommunikation die Bedeutung der Information und einer permanenten unmittelbaren und räumlich und zeitlich unbegrenzten Rezeption zunimmt und zugleich die Bedeutung des Informanten, bzw. Urheber abnimmt, sinkt natürlich in und für diese Kommunikation auch die Bedeutung des "geistigen Eigentums" und der Urheberrechte.

    Das innere Ziel der digitalen Kommunikation besteht nicht in der Verbreitung oder Nichtverbreitung geschützter "geistiger" Eigentumstitel oder -rechte, sondern eben in der freien Zugänglichkeit von Informationen und Inhalten.

    Wer hier dauerhaft auf seinem "Recht am geistigen Eigentum" besteht und dadurch die Rezeption einschränkt, wird sich und sein Wissen auf Dauer selbst aus dem Spiel nehmen.

    ACTA, geistiges Eigentum, Urheberrecht, Politik, digitale Kommunikation - Am besten, Sie dchten auf der Stelle selber nach
  9. #9

    Zitat von schmunda Beitrag anzeigen
    Wenn die "Piraten" schlau wären (da habe ich Zweifel), würden sie zugeben, dass die derzeitigen Verwertungsmodelle für Medieninhalte den technischen Möglichkeiten hinterher hinken und man deswegen neue Modelle erarbeiten muss, die nicht auf der Kriminalisierung der Nutz(niess)er hinausläuft. Das hat schon bei Leerkassetten und CD-Rohlingen nicht geklappt.
    Nichts anderes sagen die "Piraten" doch. Oder ist das an Ihnen vorbeigegangen?








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