Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827077,00.html
Sofern die Reproduzierung keinen Arbeitsaufwand und keine Kosten für mich bedeuten warum soll ich dafür Geld verlangen? In ihrem Brötchenbeispiel bezahle ich natürlich gerne, da ein Brötchen ein Materielles und somit Beschränktes Gut ist und für die Vervielfältigung viel Geld kostet. Sie müssen da ganz einfach materielle von imaginären Gütern unterscheiden.
Wäre ich Bäcker und ich müsste nur ein Brötchen produzieren, welches sich unbegrenzt, ohne Materiellen verlust und ohne Aufwand vervielfältigen lässt, dann würde ich mich freuen da es dann keine Hungersnot mehr gibt.
Verstehe gar nicht warum sie in diesem Zusammenhang von Diebstahl reden.
Grüße von einem Musiker und Software Entwickler
Ich verdiene mein Geld auch mit Software und sehe das Problem. Allerdings halte ich Software-Lizenzen genauso für einen Irrweg. Meine Bytes lassen sich verlußtfrei und quasi kostenfrei beliebig vervielfältigen. Um das zu verhindern hat man neben das eigentliche Produkt ein Stück Papier geklebt damit die marktwirtschaftlichen Gesetze auch auf Software anwendbar sind.
Wohin uns das geführt hat sehen wir jetzt, es scheint nicht zu funktionieren. Die Musikbranche hat so ziemlich jeden Fehler gemacht und es ist nicht notwendig das Ganze zu wiederholen. Das Internet ist kein Vertriebskanal für digitalisierte Medien und wenn man das nicht versteht sollte man lieber die Finger davon lassen.
Man kann im Internet Dienste anbieten die sich nicht ohne weiteres Kopieren lassen. Den Artikel von Jan Fleischhauer habe ich in 1.3 Sekunden kopiert, dieses Forum (und die Tatsache das er es sogar zu lesen scheint) kann man nicht so einfach kopieren. Das Internet wird sich zwangsweise in eine Richtung bewegen in der Angebote auch wirtschaftlich sind und diese Reise hat schon längst begonnen, man muss nur mal die Augen aufmachen. Alle die der Meinung sind sie könnten ihre modrige Auslegeware hier ihrer Zweitverwertung zuführen werden früher oder später auf dem Abstellgleis landen.
Die Frage ist nun, ob wir uns Gesetze geben die diese Entwicklung steuern oder ob wir möglichst lange den alten Prinzipien hinterher rennen.
Teil eins ihres Postings habe ich nicht so ganz verstanden ...
Wer schreibt hier irgend etwas von Konkurenz ???
Ich glaube Sie haben a. mein Posting nicht richtig gelsen oder b.
absolut Missverstanden.
Und zum guten Schluss bin ich auch kein Raubkopierer, wie kommen Sie dazu mir so etwas zu unterstellen. Ich habe hier bei mir im Büro
eine "original" DVD/Bluray,CD + Videospielsammlung,die annähernd das
gekostet hat, was der normale Deutsche für sein Eigenheim bezahlt.
Noch fragen ?
Im digitalen Alltag wird doch klar, wo eigentlich die Probleme liegen.
Es ist nicht die kostenlose Alternative von der immer gesprochen wird, in der Regel zahlen die Konsumenten auch für die illegalen Inhalte, sie kaufen Premiumzugänge bei Filehostern und Mitgliedschaften bei Usenet-Providern..
Die illegalen Kopien sind darüber hinaus auch noch komfortabler..
Die Rechteinhaber gängeln mit Kopierschutzmaßnahmen, mit Regionalcodes etc.
Ich erwerbe das Nutzungsrecht an einem Film und der Rechteinhaber schreibt mir vor, auf welchen Geräten und in welchen Ländern ich den Film sehen darf.
Außerdem nervt er mich auch noch mit FBI Warnungen, die der "Pirat/Raubkopierer" nicht zu sehen bekommt.
Der "Pirat/Raubkopierer" kann seine Medien bequem auf dem Gerät seiner Wahl in der Sprache seiner Wahl sehen.
Also noch einmal zusammenfassend:
Die illegale Kopie ist günstiger, komfortabler und leichter zu beschaffen, als die legale Kopie (das Original ist das ja auch nicht).
Und da meint der Kommentator die Schuld läge einzig bei dem der lädt?
Die Rechteinhaber haben es einfach versäumt vernünftige Angebote zu schaffen und stattdessen die eigenen Kunden kriminalisiert..
Dann muss man sich auch mal fragen, wie oft ich als Kunde eigentlich für das gleiche Produkt, bzw. dessen Nutzungsrecht zahlen muss.
Den Film "Zurück in die Zukunft" habe ich schon im Kino gesehen, ich hatte ihn auf VHS, DVD und nun auf BluRay, ich habe über meine Rundfunkgebühren gezahlt, schließlich lief er ja schon im TV.
Möchte ich den Film auf meinem Tablet sehen, ist mir das legal praktisch nicht möglich.
Wären die auf Zack, würden die einen Dienst ähnlich der Filehoster anbieten.
Zu einem moderaten monatlichen Beitrag kann man veröffentlichte Medien laden.
Wer schleppt schon ein paar GB HD Film per USB-Stick zum Kumpel oder lädt die Kopie bei einem Filehoster wieder hoch, wenn jeder sich anmelden und laden kann?
Meiner Meinung nach wäre das Thema "Raubkopie" damit weitestgehend erledigt.
Dann können sie sich um die Leute kümmern, die schon zum Kinostart Kopien verbreiten, das werden ja meist Interne sein und keine Familienväter, die ihre Filme lieber von der HDD spielen, als ein DVD Regal im Wohnzimmer stehen zu haben..
Just my 2 cents
Warum? Bisher habe ich noch keinen einzigen plausiblen Grund dafür gelesen.
Der Schutz von geistigem und materiellem Eigentum wird gerade durch das Grundgesetz verbrieft.3. das grundgesetz hat meines wissens immernoch eine höhere priorität als die eigentumsrechte der contentinhaber, daher sehe ich in keinstem fall ein meine persönlichkeitsrechte durch die contentinhaber einschränken zu lassen.
Und ihre Persönlichkeitsrechte werden dadurch in keinerlei Weise eingeschränkt.
Das die Schlußfolgerung "Entkriminalisierung der Nutzer" führt zur Abschaffung des Urheberrechts falsch ist, haben viele (u.a. auch ich) ja schon in einem anderen Forum erklärt.
Das Thema Urheberrecht ist sehr kompliziert und daher gibt es da auch keine einfache Lösung. Die Piraten wissen das. Daher auch die Idee von Runden Tischen zu diesem Thema. Vielleicht lesen Sie das Urherberechtsdokument der Piraten dochmal bis zum Ende. Da sind viele gute Ideen drin und Vorschläge. Es ist übrigens kein Dogma, was da steht, sondern Vorschläge für eine konstruktive ergebnissoffene Diskussion.