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Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit Apple an!

Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827077,00.html
  1. #440

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    jetzt wäre ich noch dankbar für Benennung der Institution, die entscheidet, welcher Urheber nach bisherigem Recht "unfair und überproportional" entlohnt wird. Darf ich da mitentscheiden?
    Wie würden Sie diese Probleme lösen (Posting die 2.):
    Wachsender Widerstand gegen die GEMA | Telepolis

    Ich denke das bekommt man schon etwas fairer hin, oder?
  2. #441

    Sozialisatismus

    Zitat von salamicus Beitrag anzeigen
    ..."social skills" ist das Zauberwort. Sozialisation ohne jede "Strafe" fruchtet nicht. Längst bestätigt, alter Hut, next page...
    Also man sollte nicht die Sozialisation mit dem Sozialismus verwechseln.
  3. #442

    Lebenszeitverschwendung

    Zitat von tatortreiniger Beitrag anzeigen
    Wer hält eigentlich die ganzen Tauschbörsen-Fuzzis davon ab, sich eine CD zu kaufen?
    Die tagelange Recherche nach neuem Material, welches diese noch nicht "gesaugt" haben, also die mit dem "Saugen" verbundene Lebenszeitverschwendung (da diese wohl kaum Zeit haben duerften, die zum "Nulltarif" gelandenen Petabytes jemals konsumieren zu koennen).
  4. #443

    Korrektur

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen

    Man kann nun 3 Dinge tun:
    (1) durch immer drakonischere Strafandrohungen und Exempel versuchen, das bisherige Urheber-/Verwertungsrecht scharf durchzusetzen (was vor der Digitalisierung nicht notwendig war) und die Menschen quasi durch Kriminalisierung "umzuerziehen", und hoffen, dass das irgendwie klappt. (Wobei Herr Fleischhauer als Realist wohl weiß, dass das nicht so einfach ist.)
    (2) das Urheberrecht komplett umkrempeln und den Gegebenheiten "anpassen", wie das die Piraten fordern. Dass das nicht ganz einfach ist, wissen vermutlich auch diese.
    (3) der "Mittelweg": gar nichts umkrempeln, sondern die Preise den neuen Marktgegebenheiten anpassen und an die (Kopier-)Kosten angleichen, was eine drastische Preisreduktion bedeuten dürfte, dafür aber die verkauften Stückzahlen ebenso enorm steigen lässt (wenn ich das Original für wenig Geld bekomme, werde ich nicht lange nach einer illegalen Kopie suchen).

    Genau letzteres passiert in den iTunes- und App-Stores.
    Wer glaubt, dass vor der Digitalisierung keine Raukopien existierten, der möge ein Geschichtsbuch aufschlagen. Seit der Erfindung der Buchpresse gibt es Nachdrucke, die nicht mit Erlaubnis des Autors ect erstellt wurden. Lohnte sich schon immer.
    Dann alle Formen von Musikmedien. Kassetten ect. Riesige Kopierwellen.
    Deswegen wird auf jede CD, Kassette, auf jedes CD Laufwerk mit Schreibefunktion, auf jeden Kopierer ect eine Pauschale beim Kauf gezahlt. Und es gab ebenso riesiege Abmahnwellen. Der ein oder andere Computerspielehersteller ist an der Raupkopiererei auch pleite gegangen.
    Diese gesellschaftliche Entwicklung muss man wenigstens kennen, genauso wie die jahrzente alte Entstehungsgeschichte des Urheberrechtes. Da ist bereits ein schwer ausgehandelter Kompromiss zwischen Verwertern, Urhebern, Kunden enthalten. Das fiel doch nicht als ahistorisches Gebilde vom Himmel, als das es jetzt behandelt wird.

    Und der App Store wird von einer juristischen Armada flankiert, die Georg Orwell erschreckt hätte. Deswegen ist er erfolgreich, nicht aus Preisgründen.
  5. #444

    Das genau...

    Zitat von tatortreiniger Beitrag anzeigen

    Wer hält eigentlich die ganzen Tauschbörsen-Fuzzis davon ab, sich eine CD zu kaufen?
    ...ist die interessante Frage. Die wollen das Produkt angeblich nicht, denn es ist ihnen zu teuer. Schön, aber anstatt nun das Produkt eben deshalb zu boykottieren, nehmen sie's gerne kostenlos. Also wollen sie das Produkt offensichtlich, aber sie wollen es nicht bezahlen. Hier schließt sich der Kreis: den Porsche Carrera will ich nicht, weil er mir zu teuer ist. Aber ich will ihn, und deshalb stehle ich ihn. Tje...
  6. #445

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Wieso soll die Reproduzierbarkeit eines Werkes zur Folge haben, daß man dessen Erschaffer nicht mehr bezahlen muß? Wenn eine Maschinen-Großbäckerei am Tag 50.000 identische .....
    Aha,
    die Göttin der Enterbten schreit nach Rache. Nach Ihrer Unlogik ist das Brötchen genauso wie ein Musikstück nach dem Verzehr ja noch da.
    Einige behaupten, daß das Feuer einen Schöpfer hatte, der noch viel mehr geschaffen hat, im Verhältnis des Götterglaubens heutiger Sicht.

    Leider sind auch Ihre Vergleiche weder hilfreich noch den Umgang fördernd, das ist leider nicht wirklich erheiternd.
  7. #446

    Urheberrecht in der Technik...

    Ist bestimmt in den 400+ Kommentaren schonmal gesagt worden, aber wenn jeder der kreativen Techniker, die die Grundlage für die IT und das Internet gelegt haben, auf sein Copyright gepocht hätte, gäbe es keine Linux-Server mit Apache, die einen Großteil der Webseiten hosten, kein HTML, keine Android-Handys, kein C/C++, die Programmiersprachen, die die Basis praktisch aller wichtigen Betriebssysteme, Datenbanken, Anwendungsprogramme etc. sind.

    Technisch orientierten Menschen ist es in der Regel bewusst, dass ein striktes Beharren auf eigenem Copyright die Grundlagen der technischen Zivilisation zerstören würde. Juristen, Literaten, Musikern ist das meist nicht bewußt, auch wenn sie über Gesetze, Literaturklassiker, Sprachen, traditioneller Musik und Musikinstrumente auch auf "Public Domain"-Gemeineigentum zurückgreifen.

    Das Copyright und das Patentrecht sind ein Add-on auf das zivilisatorische Gemeineigentum, die in streng begrenzten Bereichen Innovation und Kreativität fördern sollen. Aber sobald sie zu weitreichend und zu streng werden, zerstören sie, was sie fördern sollen, und führen zu einer Spaltung in eine chaotische "Piratenwelt" und eine erstarrte Juristenwelt. Wobei mir die Begrenzung des Patentrechts viel wichtiger ist als die des Copyrights, denn durch copyright-geschützte Mickymausfilme von 1920 geht die Zivilisation mit Sicherheit nicht unter...
  8. #447

    Zitat von darksystem Beitrag anzeigen

    Wo sind die Belege der Gegenseite dass das Piratenmodel nicht funktionieren kann? Und vor allem wieso funktioniert es dann in anderen Ländern?

    Ich lese immer nur Behauptungen und Gejammer, eine konstruktive Auseinandersetzung findet man nicht.
    Beitrag lesen, Argument mit der Beweislastumkehr zur Kenntnis nehmen, eigenen Beitrag ändern
    Bei weiterem Informsationsbedarf: Gesetzesbegründung zur Urheberrechtsnovelle lesen, online verfügbar
  9. #448

    Zitat von tatortreiniger Beitrag anzeigen
    Heute dagegen stellt Schweinchen Schlau mit dem Brenner am PC 100 Kopien eines Albums in fast der gleichen Zeit her und vertickt sie dann im Bekanntenkreis für 3 Euro das Stück.
    Kennen Sie IRGEND JEMANDEN der das macht?
    Ich meine gebrannte CDs verkaufen? Im Bekanntenkreis?
    Halte ich fuer sehr weit hergeholt.
    OK. Ein Freund von mir hatte ziemlich frueh digitales Aufnahmeequipment und einen RICHTIG guten Tuner und hat damals hochqualitative Mitschnitte vom "Zuendfunk" auf Bayern2 gegen 'Spende' von einer Schachtel Zigaretten pro Cassette abgegeben.

    Gebrannte CDs/DVDs zum Verkauf sehe ich ausschliesslich in Asien und Suedamerika.
  10. #449

    Das ist

    Zitat von knarfe Beitrag anzeigen
    Wie würden Sie diese Probleme lösen (Posting die 2.):
    Wachsender Widerstand gegen die GEMA | Telepolis

    Ich denke das bekommt man schon etwas fairer hin, oder?
    genau eins von den Detailproblemen, mit denen man sich ernsthaft erst beschäftigen kann, wenn man die Grundfrage

    Sollte jeder, der die geistige Leistung eines anderen nutzt, ob privat oder kommerziell, dem anderen grundsätzlich zur Entlohnung verpflichtet sein?

    mit "ja" beantwortet hat.








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