Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit Apple an!

Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827077,00.html
  1. #260

    und mehr noch

    Zitat von blitzunddonner Beitrag anzeigen
    ...
    da sind rechte, die sich freuen, eine partei zu sehen, die sie als vornehmlich "deutsch" empfinden, da sind chauvinisten, die sich freuen, endlich mal eine partei zu sehen, die vornehmlich von männern für männer ist und sich nicht scheut, frauenfeindliches in ihren reihen zu tolerieren ....
    ...
    Zustimmung! Was ebenfalls auffällt: Unter den Piraten und deren Sympathisanten finden sich sehr viele verbitterte, beziehungsunfähige, xenophobe, geizige und über die Maßen eitle Menschen, die auf jeden populistischen Zug aufspringen.
  2. #261

    es ist genau andersherum

    Zitat von urheber59 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Musiker/Urheber also mehr Lust zum Auftreten hat, wird er schon genug Geld verdienen? Mal abgesehen davon dass viele Urheber gar nicht von Auftritten leben könnten, weil sie zwar Musik geschaffen haben, aber keine (guten) Interpreten sind, zeugt diese "gebt mehr Konzerte-Argumentation" einfach nur von totaler Unwissenheit und Ignoranz.
    Mit Konzerten Geld verdient nur die.....
    Die Urheber meinen, sie hätten ein Anrecht, Geld auf mehrere Arten zu verdienen. Mit digitalem Content lässt sich eben nichts mehr verdienen, es ist vorbei. The times they are changing!
  3. #262

    falscher Ansatz

    Zitat von sensei Beitrag anzeigen


    'Alternativlos' werden begriffe wie Überwachungsstaat, Kriminalisierung und anderes mit in diese Suppe geworfen und als neues Rezept verkauft. Dabei ist es nichts anderes als stumpfe Enteignung um die Freizeit zu verbilligen. Hier geht es nicht mal um Schulbücher oder .....
    Apple, Samsung und Co sollen gefälligst die Urheber bezahlen, die sind nämlich auf den Content angewiesen, sonst verkaufen sie keine Geräte mehr und gehen pleite.
  4. #263

    du meine Güte

    Zitat von Amaroq Beitrag anzeigen
    Da Sie ja anscheinend den Durchblick haben, würde mich mal interessieren, wie die Urheber nach Ihrer Meinung dann in Zukunft entlohnt werden sollen
    Liebe Urheber, holt Euch das Geld bitte bei Apple, Samsung und Co, die haben mehr als genug davon.
  5. #264

    Träum weiter

    Zitat von sensei Beitrag anzeigen
    Der Witz ist doch dass ein Markt existiert: der 0€ Markt in Form von Youtube, MyVideo, die ganzen kostenlosen Flash und Free2Play Games, kostenlose Amazon eBooks die in die 10.000 gehen.
    ....
    Ja...neulich hat es mal jemand sehr schön so formuliert: Wenn man nicht (zahlender) Kunde ist, dann ist man Ware.
    Und ansonsten gilt, was ich schon geschrieben habe: Die "Freemium-Strategie" bedeutet nicht, daß man alles verschenken will, sondern, daß man hofft, durch Geschenke Abhängigkeiten zu erzeugen. Und dann ist Schluß mit lustig (und billig).
  6. #265

    Wer programmiert eigentlich Freeware?

    Zitat von twellb Beitrag anzeigen
    Apache? Gimp? x3.org? Alles niederwertig? Linux? Was Ihnen nicht mit Walt Disney erklärt wird, überfordert wen?
    ...
    Abgesehen von ein paar Idealisten und Reichen-Kids sind das Leute, die im Hauptberuf durchaus und ziemlich gut für ihre Skills bezahlt werden. Was eben nur deshalb funktioniert, weil die Produkte, die sie damit schaffen, eben nicht einfach weggeschenkt oder geklaut werden.
  7. #266

    Für mich klingt das alles etwas wirr.

    Zitat von Fragende_Leere Beitrag anzeigen
    Der Vergleich hinkt und zwar bei beiden Beispielen: die öffentlich rechtlichen verzerren Wettbewerb über Inhalte, die sie ins Netz stellen, die aber über Gebühren bezahlt wurden - wie gerecht ist das denn?

    Dann richtet sich das private Fernsehen an dem aus, was die Zielgruppe sehen will - und? Klappt das etwa schlechter? Wohl kaum...
    ...
    Und nicht zuletzt ist nicht jedes Unternehmen ein Apple: es gibt auch sehr erfolgreiche deutsche Softwareunternehmen, deren Quellcode komplett offen ist und trotzdem sind sie Marktführer.
    ...
    Was hat denn nun die technische Realisierung (Quellcode) mit dem zur Verfügung gestellten Nutzen (Anwendung)zu tun?
    Erstmal - nochmal: Es ging darum, daß es eben Leute gibt, die ihre geistige Leistung nicht so einfach schützen können wie Softwareautoren.

    Und was die Softwareunternehmen mit offenem Quellcode angeht: Ich glaube, Sie haben deren Geschäftsmodell noch nicht verstanden. Sie verdienen nämlich sehr gut damit, daß sie aus quelloffener Software anwenderspezifische Lösungen bauen. Wenn es nun genug Deppen gäbe, die so etwas auch für lau machen (oder alle Kunden sagen, die Standardlösung reicht mir), wäre ziemlich bald Schluß mit Open Source.
  8. #267

    Falsche Logik, sorry

    Zitat von nibal Beitrag anzeigen
    Von der Musikindustrie nicht finanzierte Studien kommen häufig zu dem Schluss, dass durch Raubkopie kein nachweilicher Schaden entsteht.
    ...
    Der Fehler ist zu glauben, dass so jemand 9,99 € einsparen will. Tatsächlich aber hat er nur eine Entscheidung getroffen. Einfach dass ihm dieses Produkt keine 9,99 € Wert sind.
    Oder daß er sich dran gewöhnt hat, daß er diese 9,99 einfach für etwas anderes ausgeben kann, weil er ja das Produkt irgendwo für (k)lau bekommt. Wenn das nicht so wäre, würde er sich vielleicht doch dafür entscheiden, seine 9,99 dafür und nicht für etwas anderes auszugeben.
  9. #268

    Zitat von puqio Beitrag anzeigen
    Und der Kampf gilt nicht den Schöpfern "geistiger Werte" - ich gehöre auch dazu - sondern dem eklatenten Missbrauch und der menschenverachtenden Gewinnorientierung der Firmen, die aus den "gestiegen Werten" anderer für sich möglichst viel Gewinn rausholen wollen.
    Meine Güte, welcher verlogene Quatsch. Sie kämpfen altruistisch auf den Barrikaden gegen die bösen Vermarkter, die den den armen Schöpfern ihren Sold verwehren? Glauben Sie sich diesen verlogenen Käse eigentlich selber? Was Sie wollen ist einfach eins - kostenlos sich bereichern. Alles andere ist Tarnen und Täuschen.
  10. #269

    Zitat von salamicus Beitrag anzeigen
    Haben Sie sich mal fern der stumpfsinnigen Pop-Lalas mit Musik, mit Musikern und Komponisten beschäftigt? Das war eine rhetorische Frage, denn Sie und Ihresgleichen kennen weder einen Brief Mozarts, noch wissen Sie, warum z.B.Schubert so viel Tänze, Ländler und, ja Unterhaltungsmusik komponiert hat, komponieren musste (!), um - jetzt kommt's: seine gedruckte Musik an bürgerliche Amateuer-Musiker zu *verkaufen*. Sonst wäre er nämlich schlicht verhungert. Die Verleger zauderten, wenn's um seine Meisterwerke ging (das wunderbare Rosamunde Quartett sei genannt).
    Naja gut ausnahmsweise, weil der Vergleich wirklich so unpassend wie möglich gewählt wurde und mir Tränen vor Lachen in die Augen treibt.

    Musiker und Künstler waren in alten Tagen schlicht und ergreifend: Handwerker.
    Wer es zu Ruhm brachte fand Förder, Mäzen und ja sagen wirs gemeinsam: Fans. Weder ein Mozart noch ein Michelangelo hatten eine Verwertungsgesellschaft, die irgendwelche Leute verklagten weil sie deren Stücke nachspielten oder sich von ihren Werken inspirieren ließen.

    Und ja, sie mussten arbeiten um nicht zu verhungern. Sie nahmen Auftragsarbeiten an, schufen auch in einem kurzen Leben viele Werke und der ein oder andere brachte es auch in dieser Zeit zu etwas Ruhm. Sie mussten also arbeiten, aber vermaledeit noch mal, warum denn auch nicht?

    Heute reden wir von 100 jährigen Schutzfristen. Schon mit einem Weihnachtslied hat man ausgesorgt für ein Leben im Überschuss und eines ihrer stumpfisnnigen Pop Lala Liedchen setzt zig Millionen um - von denen der Urheber die heute oft zitierrten 4% erhält. Das Groß seiner Einnahmen setzt er mit Merchandise und Konzerten um.

    Außer wenn man die etwas absurde Meinung vertritt, dass ein Künstler ohne Geldsorgen bessere Kunst fabrizieren kann - die Geschichte widerspricht dem eindeutig - sehe ich keinen Vorteil in den Errungenschaften der letzten 20 Jahre.

    Mozart würde sich heute nach seiner ersten Italientour zur Ruhe setzen, koksen und irgendwann tot in seiner Wanne aufgefunden. Zumindest statistisch nicht unwahrscheindlich für Kinderstars und sein Umgang mit Geld ließ bekanntlich auch zu wünschen übrig.

    Also bitte komm mir nicht mit Mozart und Schubert oder Händel oder Haydn. Die waren alle großartig ohne Verwertungsgesellschaften. Wen die Verwertungsgesellschaften (oder Bohlen) dagegen heute so alles großartig machen, darüber kann man nur den Kopf schütteln...