Forum


 

Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit Apple an!

Die Piraten sind die erste Formation links der Mitte, die es geschafft hat, viele Intellektuelle gegen sich aufzubringen - mit ihrer Forderung, digitale Inhalte freizugeben. Bei den Nerds haben geistige Güter keinen besonderen Wert.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827077,00.html
  1. #170

    ..............

    Zitat von AndyDaWiz Beitrag anzeigen
    Zwangsabgabe der Verwerter (!) von 5% an die Content-Produzenten - vom UMSATZ, damit da nicht gemogelt wird.

    Und aller Verwerter - nach Umsatzsteuer-Prinzip.

    (Warum eigentlich nicht 50% ?)
    Ein geradezu klassisches Beispiel für die Verwertung von 'Rechten'
    war einst die Firma Kirch.

    Wie muss man sich die Entwicklung dieser großartigen Verwertungsfirma vorstellen ?

    Am Anfang stand ein 'mittelloser Mann'.
    Aber er hatte einen guten Draht zur Politik.
    Dieser 'Draht' machte ihn kreditwürdig bei Banken.
    Mit diesem Kredit kaufte er 'Rechte', die er 'verwertete' und damit schließlich ein Milliardenvermögen aufbauen konnte.

    Dann kam allerdings der 'Niedergang'. Es gab näm.lich auch ander 'Verwerter', die mächtig Komkurrenz machten .
    Und schließlich kam das Aus, angeblich durch 'Indiskretion'

    Natürlich durften die 'gottgegebenen Rechte' nicht verletzt werden.
    Klage. Urteil. Revision. 'I want my money back' ?
    Gilt das auch für Andere, die einfach pleite gemacht haben ?
    Das sollen jetzt die Gerichte entscheiden, rechtskräftig.
  2. #171

    schon widerlegt

    Zitat von wolbek Beitrag anzeigen
    Unfassbar wie sie jedes Vorurteil gegenüber den Piraten so perfekt bestätigen mit ihrer offenkundigen Nichtkenntnis der wirklichen Verhältnisse und ihrer Besserwisserhaltung.

    Wie es um die Plattenindustrie wirklich steh,t könnte ich ihnen erklären, aber sie können das z.B.auch bei Sven Regners bekanntem Buntfunk Interview erfahren.
    Dasss Plattenfirmen nur noch Produkte bewerben deren Kunden nicht downloaden können, also Kinder, Dumme und Alte war eine der ersten Folgen der Downloadbegeisterung die ja nicht erst seit einem Jahr stattfindet, sondern seit über 10 Jahren.
    Adeles Album 21 wurde weltweit 16 Mio mal verkauft, die Kundschaft besteht eher nicht aus Kindern, Dummen und Alten, sondern, dem klassischen Musikliebhaber. Das Album wurde von einem kleinen Independent Label vermarktet.

    Die Majors vermarkten einfach nur noch Schrott und bekommen dafür natürlich kaum noch Geld, denn so dumm sind die Kunden nicht. Für Wegwerfmusik zahlt niemand.
  3. #172

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Der "fiktive Schaden" ist der des Urhebers, der von einem potentiellen Kunden X um Entlohnung für sein Werk bestohlen wird.

    Natürlich gibt es auch einen "realen Gewinn", der dagegensteht – das ist der konkrete, reale Gewinn des Diebes, der sich zwecks persönlicher Bereicherung am Eigentum eines anderen vergriffen hat.

    Es ist ganz toll, wie von Piratenseite der "Schaden" der Urheber als fiktiv und irreal angesehen wird, aber die eigene, krude, primitive, ganz konkrete Bereicherung stillschweigend als Menschenrecht behauptet wird.

    Dazu dient diese absurde Unterscheidung zwischen dem angeblich wahnsinnig wertvollen materiellen Gut (Brötchen) und dem völligen wertlosen immateriellen Gut (ein Werk).

    Wir wollen alles, und erstens sofort, und zweitens gefälligst umsonst. Wo kommen wir denn da hin, wenn wir auch noch bezahlen müßten für das, was wir wollen.

    Wie wollen auch ein bedingungsloses Grundeinkommen.

    Eine Partei der Banausen und Bereicherungswilligen, offenbar.

    Merke: There is no such thing as a free meal.
    Irgendwie schwierig mit Leuten zu reden, denen der Unterschied zwischen etwas Realem wie einem Brötchen und auf der anderen Seite Daten wie z.B. einem mp3 File mit Musik nicht klar ist. Das hat nichts mit Wert oder wertlos zu tun. Auch nichts mit Bereicherung, schon gar nicht geht es den Piraten um die Abschaffung von Urheberrecht oder um ein immer, überall und alles umsonst.
    Ich empfehle sich mal die Programme der Piraten oder auch die Diskussionen etwas genauer anzuschauen, und nicht nur Pressemeldungen, Schlagzeilen und ähnliches als Bewertungsbasis zu nehmen.
    Neben dem Urheberrechtsthema wäre für sie sicher auch die Diskussion zum BGE sehr aufschlussreich, wurde übrigens extrem kontrovers diskutiert. Die Piraten sind sich der Pro und Kons bewußt und wissen, dass das noch viel Arbeit verlangt, bevor man sowas vieleicht tatsächlich in Gesetze giessen kann. Mit Bereicherung hat das alles nichts zu tun, die meisten Piraten die ich kenne, haben Vollzeitjobs, oft, da in der IT tätig wie ich, auch gut bezahlte, eine BGE wäre für die sicher keine finanzielle Verbesserung.
  4. #173

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Dass Urheber mit ihren Werken Geld verdienen wollen, ist weder durch das Persönlichkeitsrecht noch durch das Urheberrecht verbrieft. Das Urheberrecht räumt dem Urheber nur das Privileg ein, dass er andere davon ausschließen kann, mit seinen Werken Geld zu verdienen. Wenn der Urheber seine Werke veröffentlicht und niemand kauft sie, sondern alle kopieren sie, dann hat er Pech gehabt.
    Ich habe nicht gesagt, dass es verbrieft ist.
    Warum legen Sie es mir in den Mund?
    Für fast jede Art von Werken gibt es Märkte.
    Da entscheidet sich der Erfolg oder wenn der Urheber, wie von Ihnen beschrieben, einfach Pech gehabt hat.
    Das freie Kopieren ist demnach einfach Pech gehabt.
  5. #174

    Hoffentlich steigt der Autor dieses Artikels selbst bald aus.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Verlagsgewerbe wird kaum jemand reich

    Das Verlagsgewerbe ist die nächste Branche, die es treffen wird. Anders als die Musikindustrie verfügt diese nicht über die Rücklagen, eine Erosion ihrer Einnahmebasis lange durchzuhalten. Das Buchgeschäft ist traditionell ein Margengeschäft, bei dem zwei oder drei Prozent darüber entscheiden, ob man am Ende mit Gewinn oder Verlust abschließt. Hier wird niemand wirklich reich, es sei denn, er gehört zu den wenigen Glücklichen, die einen international vermarktbaren Bestseller hervorbringen. Vielleicht finden sich unter denjenigen, die jetzt gegen die Forderungen der Piraten Front machen, auch deshalb so viele Verleger, Autoren und Schriftsteller.
    Debatte um Urheberrecht: Legt euch doch mit*Apple an! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich heul´schon. Niemand wird reich! Alles geht den Bach runter wegen der Piraten. Eine bodenlose Schweinerei. Da hatte man gerade die Lizenz zum Gelddrucken durch unendliche Kopiermöglichkeit in der Hand, wieder nichts. Da sind Schw..ne, die einfach so kopieren und mich nicht reich werden lassen wollen!
  6. #175

    Zitat von Ingsoc Beitrag anzeigen
    Und wem bitte schön entsteht ein Schaden wenn ich private Videos
    mit von mir bezahlter Musik unterlege und dann bei youtube veröffentliche?
    Sie haben bei der Musik aber nicht für Veröffentlichungsrechte bezahlt, sondern nur für die private Nutzung.

    Sie schaden den Urhebern, die i.d.R. pro Klick bei Y.T. ein paar Cents bekommen (sollten).

    Nach Ihrer Interpretation dürfte ich wenn man diese
    Einstellung mal bis zum bitteren Ende durchspielt, auch keine Musik bei geöffnetem Fenster hören,
    Wenn Sie damit soviele Leute erreichen, wie bei YT, wäre dies eine Veröffentlichung.

    müsste wenn ich Besuch bekomme meinen
    CD Player ausschalten
    Nein, das fällt unter privat. Oder passen in Ihre Wohnung ein paar Millionen Leute?

    Ziemlich blöd oder ?
    Wenn Sie es sagen ...
  7. #176

    Ursache!

    Zitat von wolbek Beitrag anzeigen
    Unfassbar wie sie jedes Vorurteil gegenüber den Piraten so perfekt bestätigen mit ihrer offenkundigen Nichtkenntnis der wirklichen Verhältnisse und ihrer Besserwisserhaltung.

    Wie es um die Plattenindustrie wirklich steh,t könnte ich ihnen erklären, aber sie können das z.B.auch bei Sven Regners bekanntem Buntfunk Interview erfahren.
    Dasss Plattenfirmen nur noch Produkte bewerben deren Kunden nicht downloaden können, also Kinder, Dumme und Alte war eine der ersten Folgen der Downloadbegeisterung die ja nicht erst seit einem Jahr stattfindet, sondern seit über 10 Jahren.
    Es gibt sehr viel zu beklagen, Downloaddienste die absolut unkontrollierbar sind, was die wirklichen Umsätze anbelangt, die Amateurisierung der Kultur bei gleichzeitiger Verarmung, und als
    Berufsmusiker ist mir das Spiel mit gezinkten Karten seitens der Verwerter bekannt, aber jetzt ist es nichtmal mehr ein Spiel.

    Und die hasserfüllten Klugscheissereien von irgendwelchen mal abgemahnten Schülern sind nicht hilfreich, sondern macht die Piratenpartei, trotz tiefer Enttäuschung über die anderen Parteien, nicht wählbar, sowohl für mich als auch viele meiner Kollegen.
    Fragen sie sich wo die wahre Ursache liegt wenn man als Berufsmusiker kein Geld verdient. Abgesehen davon, dass ich die Begriffe "Beruf" und "Musiker" widersprüchlich finde, denke ich, sollten sie Auftritte geben. Wenn sie dann kein Geld verdienen kann das mehrere Gründe haben:

    a) Ihre Musik ist schlecht, dann sollten sie sich einen anderen Beruf suchen.
    b) Sie haben keine Lust häufiger aufzutreten.
    c) Aufgrund falscher Gehaltsvorstellungen sind die Eintrittskosten zu teuer.
    d) Die von profit-Gier getriebenen Millionen schweren Plattenindustrien überschwemmen und übersättingen den Markt, mit dem was manche hier Kulturelle Vielfalt nennen.

    Übrigens kenne ich einige Musiker die allein mit Auftritten ganz gut verdienen.
  8. #177

    Zitat von DerBlicker Beitrag anzeigen
    Die Majors vermarkten einfach nur noch Schrott und bekommen dafür natürlich kaum noch Geld, denn so dumm sind die Kunden nicht. Für Wegwerfmusik zahlt niemand.
    Wollen wir allen Ernstes über so etwas Subjektives wie Geschmack diskutieren?
    Sie finden heute in einschlägigen Quellen jede Art von Musik.
    Das Genre, die Qualität, die Beliebtheit ist nicht das Kriterium.
    Sie finden dort auch Adele btw.
  9. #178

    Zitat von wolbek Beitrag anzeigen
    Und die hasserfüllten Klugscheissereien von irgendwelchen mal abgemahnten Schülern sind nicht hilfreich, sondern macht die Piratenpartei, trotz tiefer Enttäuschung über die anderen Parteien, nicht wählbar, sowohl für mich als auch viele meiner Kollegen.
    Dann waehlen Sie sie halt nicht.
    Ich waehle als Sammler alter Autos ja auch nicht die Gruenen.
    Genauso wenig wie ich die Piraten waehle, um im Internet alles umsonst zu bekommen. Das bekomme ich, by the way, naemlich auch ohne die Piraten.
  10. #179

    Zitat von Petra Beitrag anzeigen
    Der "fiktive Schaden" ist der des Urhebers, der von einem potentiellen Kunden X um Entlohnung für sein Werk bestohlen wird.
    Sie verstehen es nicht. Der Schaden wird fiktiv genannt, weil er fiktiv ist. Ein großer Teil der Downloads hat mit Schaden nichts zu tun.

    Beispiel: Videospiele oder Computerprogramme. Diese haben oft Kopierschutzmechanismen, die den Kunden plagen, weshalb viele Menschen nach dem Kauf (!) sich auch noch die illegale ("gecrackte") Version herunterladen. Der Kunde hat also sehr wohl bezahlt, das herunterladen stellt keinen Schadensfall da, und niemand wurde beklaut.

    Die Firmen hingegen rechnen ganz einfach Downloadzahl mal Produktkosten = Schaden, auch wenn ein großer Teil der Downloads garkein Schaden sind. Deshalb ist der Schaden fiktiv. Die Firmen zwingen normale Nutzer, sich illegale Versionen zu beschaffen, da die kommerzielle Version durch Kopierschutz derart unhandlich oder unsicher wird, dass dies nötig wird.

    Hier ein kleines Beispiel für ein Spiel, bei dem Kunden ein Spiel offiziell nur mit riskanter Schadsoftware installieren können:
    Electronic Arts: Spiele-Gigant will Kunden ausspionieren - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt

    Diese Spiele werden deshalb gerne nach dem Kauf heruntergeladen um sie ohne die Schadsoftware benutzen zu können.


    Ganz ähnlich geht es auch bei Filmen. Ich kenne Menschen, denen die Trailer und Kopierschutzansagen bei DVDs derart auf den Keks gehen, dass sie ernsthaft den Film herunterladen, obwohl sie diesen gekauft hatten. Teilweise verbessert dies sogar die Bild- oder Tonqualität.


    Hierzu kommen Downloads aus Regionen, in denen die Firmen die Produkte überhaupt nicht anbieten. Dort KANN es garkeinen Schadensfall für die Firma geben.


    Fakt ist, das Downloadzahlen eben NICHT Schaden sind. In den Downloadzahlen sind völlig unschuldige Kunden enthalten, welche ihr Produkt schlicht normal nutzen wollen. Der Schaden, den die Firmen nennen, ist somit pure Fiktion und um ein vielfaches größer als in der Realität.








TOP



TOP