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Debatte um Religionsfreiheit: Westerwelle kritisiert Urteil gegen Beschneidungen

Die Debatte über das Urteil zur Strafbarkeit von religiösen Beschneidungen reißt nicht ab: Nun kritisierten auch Guido Westerwelle und der türkische EU-Minister Bagis die Entscheidung der Richter. Ein Uno-Sonderberichterstatter bezeichnete die Argumentation gar als Unsinn.

Kölner Beschneidungsurteil löst Debatte aus - SPIEGEL ONLINE
  1. #70

    Zitat von nongis Beitrag anzeigen
    Zudem wird die islamische Welt sich nicht von einem kölner Richter etwas vorschreiben lassen, das zu glauben ist einfach lächerlich.
    Das verlangt niemand, aber das islamische und das jüdische Deutschland wird sich an die deutschen Strafgesetze halten müssen, das genügt. Die Kölner Richter haben kein neues Gesetz geschaffen, sondern dem geltenden Gesetz tatsächlich zur Geltung verholfen, so wie man es von jedem Gericht in Deutschland erwarten kann!
  2. #71

    Sie dürfen Werte vermitteln

    Zitat von Zaphod Beitrag anzeigen
    Die Eltern sollen dem Kind nicht mehr religiöse Werte vermitteln, sondern möglichst objektive Entscheidungsgrundlagen, dass das Kind dann dereinst selbst entscheiden kann.

    Die Eltern müssen jedoch entscheiden dürfen, welche Werte sie ihren Kindern vermitteln. Hierzu gehören auch gelebte religiöse Werte. Ein Staat, der dies nicht mehr zulässt, ist auf dem Weg in die Gesinnungsdiktatur, da dann den Leuten vorgeschrieben wird, gerade nicht mehr religiös zu sein!
    Sie dürfen aber nicht an Kleinkindern ohne wichtigen medizinischen Grund herumschneiden lassen.

    Jungen werden dadurch häufig traumatisiert, das wollen Sie als guter Vater oder Mutter doch sicher nicht, sondern nur das Beste für ihr Kind.

    Nicht alle Traditionen sind richtig. Früher hat man sogar Menschen regelmäßig geopfert, auch eine religiöse Tradition.

    Freuen Sie sich doch über Fortschritt, es ihrem Kind zu überlassen, ob es eine Beschneidung möchte oder nicht!

    Wenn das Kind im Alter von 16 oder 18 Jahren das nicht möchte, dann wird das einen guten Grund haben.
  3. #72

    Der Arme.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über das Urteil zur Strafbarkeit von religiösen Beschneidungen reißt nicht ab: Nun kritisierten auch Guido Westerwelle und der türkische EU-Minister Bagis die Entscheidung der Richter. Ein Uno-Sonderberichterstatter bezeichnete die Argumentation gar als Unsinn.

    Kölner Beschneidungsurteil löst Debatte aus - SPIEGEL ONLINE
    So ganz scheint ihm nicht klar zu sein, dass das Urteil nicht gegen Religion, sondern gegen Körperverletzung gerichtet ist. Kein Eingriff ohne medizinische Indikation. Ende.
  4. #73

    Den Dialog suchen...

    an sich eine tolle Idee von Georg Ehrmann. Aber das ist was für neuzeitliche Bürger. Die Traditionalisten hätten die Möglichkeit, nach Jerusalem zu fliegen, am besten oneway, dort könnten sie an der Klagemauer ökumenisch und sogar schriftlich, Beschwerde einreichen, während hier endlich auch Knaben vor ungerechtfertigten Eingriffen geschützt werden. Und mit dem Kirchengold ließe sich bestimmt die Wirtschaft ankurbeln. Und Westerwelle könnte von dem Erlös der Pressefotos leben: Er mit seinem Lebensgefährten neben dem Bischof, daneben ein Rabbi, C. Roth und einem Imam - irgendjemand würde es bestimmt kaufen.
  5. #74

    Meinen Sie

    Zitat von nongis Beitrag anzeigen

    Zudem wird die islamische Welt sich nicht von einem kölner Richter etwas vorschreiben lassen, das zu glauben ist einfach lächerlich.
    mit ihrer Aussage jetzt auch Muslime in Deutschland?
    Wollen Sie mitteilen, dass Muslime in Deutschland sich nichts von einem Kölner Richter vorschreiben lassen?
    Das Urteil hat selbstverständlich nur für Deutschland Geltung!
  6. #75

    Eine Frage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Debatte über das Urteil zur Strafbarkeit von religiösen Beschneidungen reißt nicht ab: Nun kritisierten auch Guido Westerwelle und der türkische EU-Minister Bagis die Entscheidung der Richter. Ein Uno-Sonderberichterstatter bezeichnete die Argumentation gar als Unsinn.

    Kölner Beschneidungsurteil löst Debatte aus - SPIEGEL ONLINE
    Ein neunjähriger Junge wird gegen seinen Willen beschnitten.

    Kann er jetzt seine Eltern und den Beschneider anzeigen ?

    Oder ist sein Ansinnen auch Unsinn ?
  7. #76

    Prioritäten aus dem Auge verloren…

    Erstaunlich wie hier auf die jüdische und muslimische Praxis eingeprügelt wird. Ideal ist wenn dieser winzige Eingriff schon im Babyalter vorgenommen wird, dann ist er wirklich noch völlig Schmerzfrei. Zur Frage Körperverletzung von Kindern durch die Eltern entschieden: bei uns entscheiden die Eltern weiterhin über alle vorbeugende Impfungen und andere medizinische Maßnahmen im besten Interesse der Schutzbefohlenen. Und ich vermute mal dass der Standpunkt von WHO und UNAIDS mehr Wert ist als die seltsame Meinung von Kölner Richtern dazu. Siehe Link http://www.who.int/hiv/mediacentre/news68/en/index.html
  8. #77

    optional

    Unmöglich, dass sich die Richter nicht an die Leitlinien der deutschen Außenpolitik halten!
    Denkt doch auch mal nicht nur egoistisch an die Kinder, sondern auch die armen unterdrückten Gläubigen!
  9. #78

    Wenn die ganze Aufregung sich um das Thema Religiosität und Ehrlichkeit drehen würde, könnte man sie noch verstehen.

    Aber das Recht auf Körperverletzung als Merkmal einer Religion ist mir völlig unverständlich.

    Wenn Religion überhaupt einen Sinn haben soll, dann den, dass die Gläubigen sich mit ethischen Fragen beschäftigen.
  10. #79

    Blutige Wählerstimmen

    Wählerstimmen von religiösen Fundamentalisten, ganz egal ob Kinder sinnloserweise darunter leiden. Wenigstens werden Hunde in Deutschland besser behandelt, denen darf man Gott sei Dank nicht mehr den Schwanz verstümmeln.
    Geld und Wählerstimmen haben eins gemeinsam: Beides stinkt nicht.


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