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Debatte um Preisverleihung: Putin-Streit entzweit Quadriga-Kuratorium

Das*honorige Netzwerk*Quadriga*ist in Aufruhr.*Der Plan, dem russischen Ministerpräsidenten Putin einen Preis für vorbildliche Anführerschaft zu verleihen, stößt auf heftige Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Nun will es keiner gewesen sein, doch CSU-Minister Ramsauer drängt zum Durchhalten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...774640,00.html
  1. #10

    Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

    großer Theaterdonner um einen elitären reinen "Insiderpreis". Das die Vergabe von Preisen nicht immer nachvollziehbar ist, zeigt die Liste der Friedensnobelpreisträger: Kissinger, Begin, Sadat, Arafat, Al Gore, Obama: wofür? Dass sie irgendwann mal eine sinnvolle Entscheidung weg von Gewalt hin zum Konsens getroffen haben, nachdem sie jahrelang morden ließen? Letzterer hat vor seiner Wahl versprochen, den Krieg am Hindukusch zu verhindern. Nach 2 Jahren im Amt hat er jetzt mit seinen französchen und britischen Kollegen selbst einen Konflikt angezettelt. Das war der Vorschusslorbeeren zu viel. Leid tut es mir um diejenigen in der Liste, die des Friedensnobelpreises wirklich würdig sind.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_d...eistr%C3%A4ger

    Über den Quadriga-Preis kann ich mich nicht aufregen, nur den Kopf schütteln.
  2. #11

    Ungeheuerlichkeit!

    Ein Diktator aus einem Land, in dem es keine Pressefreiheit gibt, wo oft Journalisten und Menschenrechtsaktivisten ermordet werden, soll ein Preis für "vorbildliche Anführerschaft" verliehen werden?! Das ist blanker Hohn. Kein Wunder, dass in diesem Falle zwei tschechische Preisträger - Vaclav Havel und Simon Panek - ihren Preis zurückschicken würden. Sie hätten auch keine Alternative.
  3. #12

    lächerlicher quatsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das*honorige Netzwerk*Quadriga*ist in Aufruhr.*Der Plan, dem russischen Ministerpräsidenten Putin einen Preis für vorbildliche Anführerschaft zu verleihen, stößt auf heftige Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Nun will es keiner gewesen sein, doch CSU-Minister Ramsauer drängt zum Durchhalten.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...774640,00.html
    *** um gottes willen - wen interessiert denn wer den preis dieses pobligen netzwerk-clubs bekommt? keinen menschen...das reflexhafte profilierungsgejammer ist sowieso nur heuchelei
  4. #13

    Fell des Bären

    Hat sich mal jemand bei Putin erkundigt, ob er ihn haben will? Für Eitelkeit scheint mir der Herr nicht blöde genug.
    Im Gegenteil. Ich erinnere an die Rede vor dem Bundestag; das war hoher Standard. Özdemir, vG und Havel sind keine Messlatte für Putin. Ich würde erst mal fragen.
  5. #14

    Streit zwischen Partnern?

    Die Liste der Würdenträger ist beeindruckend!

    Michail Gorbatschow, der als persönliches Ziel die Zerschlagung
    des Kommunismus auf einer Rede in Ankara beschrieb,
    Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Karl-Theodor zu Guttenberg und der
    griechische Premier Giorgos Papandreou, eine sehr ausgewählte
    Gemeinschaft. Irgendwas sollte die wohl inhaltlich verbinden?

    Cem Özdemir ist ja immer da, wo es was umsonst zu holen gibt,
    kostenlosen Kredit bei Leo Kirch u.a.

    Fette Truppe also.

    Warum nun Putin nicht zu dieser Aufstellung gehören sollte,
    ergibt sich aus dem Artikel nicht.

    Es ist doch der Versuch, sich nach oben zu strecken und einen
    aktuell fetten Fisch an Land zu ziehen. Die anderen sind doch längst
    untergebuttert und ziemlich still.

    Kommt der, kommen vielleich auch andere :)
    Bush? Obama? Merkel?

    Könnte man ja auch einen TV-Advent draus machen.

    Die goldene Quadrillia....

    Welche Antwort wäre denn angemessen?

    Haben wir eine?

    Ein Vorschlag:

    Weg mit allen Ausbeutern und Ihren Helfern!
  6. #15

    .

    Zitat von Hannowald Beitrag anzeigen
    Der "Lupenreine Demokrat" kann ihn genauso bekommen wie Herr Karzai. Der hat ihn nämlich schon. Und das ging ohne großes Theater über die Bühne.
    Natürlich hat auch Erdogan den Preis bekommen. In der Tat ist die Liste der Preisträger nicht der Art, dass sich Putin unbedingt geschmeichelt fühlen muss.

    Die russische Demokratie ist 20 Jahre alt, dafür ist sie sehr stabil. Als "lupenreinen" Demokraten würde ich Putin auch nicht bezeichnen, aber meines Wissens hat er mehr Unterstützung beim Volk als die angeblich "lupenreinen" Demokraten.

    Der Zustand der Demokratie ist in Deutschland und ganz besonders in der EU nun wirklich nicht so vorbildlich, dass es sich unsere Politiker leisten können, so arrogant die Echauffierten zu spielen. Die sollen lieber mal die Bürgerrechte in Deutschland schützen und erweitern und entschieden den Tendenzen zum Überwachungsstaat abschwören.
  7. #16

    Kaffekränzchenauszeichnung

    Zitat von Hannowald Beitrag anzeigen
    regt man sich wegen Putin so auf?

    Der "Lupenreine Demokrat" kann ihn genauso bekommen wie Herr Karzai. Der hat ihn nämlich schon. Und das ging ohne großes Theater über die Bühne.

    An Putins Stelle würde ich mir mal die Preisträger der letzten Jahre genau anschauen und dann überlegen, ob ich diesen Preis überhaupt haben will.

    Auf jeden Fall kann er mit Herrn Obama nicht mithalten, denn der hat ja den Friedensnobel-Preis und erweisst sich diesem ja würdig.
    Der Herr von und zu Guttenberg hat ihn auch, den Preis.
    Vielleicht sollte man mal drüber nachdenken, welchen Wert solche Preisverleihungen überhaupt haben und ob der tatsächliche ideelle Wert über den eines Karnevalsordens hinausgeht. Muss jedes politische Kaffeekränzchen in diesem unserem Lande sich berufen fühlen, solche Preise zu verleihen?
    Und der Korruptionsverdacht, unter dem Herr Karzai steht ist nicht weniger relevant als der Korruptionsverdacht, unter dem Herr Putin ( und seine Gas-Gang) steht ...
  8. #17

    gute frage

    Zitat von Hador Beitrag anzeigen
    ...Für was braucht man eigentlich ein 19-köpfiges Kuratorium, wenn anscheinend bei der Abstimmung über die Preisträger ein Drittel gar nicht dabei ist?
    die auszeichner, meist multifunktionäre, glauben, überall "vernetzt" sein zu müssen und wollen selber im glanze des preisträgers leuchten.

    deshalb die suche nach sogenannten prominenten auf teufel komm raus, deren wahre meriten sind zweitrangig, was zählt ist die mediale aufmerksamkeit. bestes beispiel ist dieser komische aachener orden wider den tierischen ernst, der vorzugsweise knochentrockenen, aber bekannten apparatschiks im fernsehen zu bester sendezeit verliehen wird.

    bei putin fällt aber doch eher ein schwarzer schatten auf die kuratoriumsmitglieder, weswegen so mancher sich jetzt schnell aus dem staube macht oder zumindet wegduckt - dumm gelaufen.
  9. #18

    Schöne Vorbilder!

    Übrigens nennt die Liste der Quadriga Preisträger (2004) ein weiteres „der Aufklärung und dem Gemeinwohl verpflichtetes
    Vorbild“: Präsident Hamid Karzai, Korruptionsbekämpfer und vermeintlicher Garant für eine neue Stabilität in Afghanistan. Na bitte, passt doch!
  10. #19

    *

    Zitat von DBinar Beitrag anzeigen
    Ein Diktator aus einem Land, in dem es keine Pressefreiheit gibt, wo oft Journalisten und Menschenrechtsaktivisten ermordet werden, soll ein Preis für "vorbildliche Anführerschaft" verliehen werden?! Das ist blanker Hohn. Kein Wunder, dass in diesem Falle zwei tschechische Preisträger - Vaclav Havel und Simon Panek - ihren Preis zurückschicken würden. Sie hätten auch keine Alternative.
    Schon einmal eine russische Zeitung gelesen oder Fernsehen geschaut? Wenn ja, dann würden sie nicht so einen Schwachsinn von sich geben.
    Es ist eigentlich sehr bedauerlich, dass der Deutsche weiterhin so anfällig für Propaganda ist.


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