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Debatte um PID: Bundestag*streitet über Gentests bei Embryos
Es ist eine heikle Frage: ollen Gentests an Embryonen aus dem Reagenzglas erlaubt werden oder nicht? Zur Stunde diskutieren Abgeordnete im Bundestag über die umstrittene Präimplantationsdiagnostik, drei Anträge liegen*zur Abstimmung vor. Zuvor warben Gegner*nochmals eindringlich für ihre Positionen.*
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...772870,00.html
- #1 07.07.2011 09:23 von
der Gentest sollte erlaubt werden und den künftigen -sehr wohl mündigen !!!- Eltern, die Entscheidung ihn machen zu lassen, selbst überlassen werden.
Wozu die Errungenschaften der Medizin und angrenzender Fächer wenn sich die Gesetze verhalten wie im Mittelalter? - #2 07.07.2011 09:30 von
- #3 07.07.2011 09:38 von atomkraftwerk
.
Was soll daran eine heikle Frage sein? Blödsinn. Es gibt nichts zu diskutieren. PID hat aus humanistischen, sozialen und ökonomischen Gründen gefälligst zur Pflicht zu werden und zwar für alle. Aber wir sind ja hier im fortshcrittfeindlichen D wo man lieber dem Mittelalter nachhängt und Pfaffengelatsche noch immer über der Wissenschaft steht.
- #4 07.07.2011 10:29 von Besquare
Meine Freundin und ihr ausgeprägter Kinderwunsch
Ich bin aus folgendem Grund für die PID:
Meine Freundin hat seit ihrer Kindheit Neurodermitis, und jede menge Allergien, und irgendwelche Knochenprobleme die mit auf die Medikation von ihr zurückzuführen sind.
Ich werde ihr ohne Gewissheit diesen Kinderwunsch nicht erfüllen, da ich sehe was sie tag täglich an der Backe hat, wegen ihrer Krankheit.
Und nüchtern Betrachtet haben die Meilensteine der Medizin dazu geführt, das fast jedes Kind was gezeugt wird durch kommt und vermittels der vollen Dröhnung durchkommt.
Die gesunkene Kindersterblichkeitsrate ist toll. ABER die fehlende Selektion führt auch dazu, das gewisse erbliche Defizite erhalten bleiben. Hier geht es nicht um Designer-Kinder, das Erbgut soll nicht und darf nicht verändert werden, hier geht es um gesunde Kinder...und die Gesundheit ist defi das höchste Gut eines Menschen...warum also nicht kontrollieren wenn man kann...früher hat das die Natur selber geregelt,da wir auch hier die Natur entmündigt haben müssen wir -zum wohle aller- eine sachliche und vernünftige basis schaffen, um dieses Defizit wieder auszugleichen. das ist Human. Wer von euch will ein Kind haben, was von anfang an dauergast bei ärzten ist??? ich glaube niemand.
Daher ist das eine logische und irgendwann zwangsläufige Konsequenz unserer medizinischen Innovationen. Und diese Gretchenfrage ergibt sich schon allein aus dem Unterschied zwischen K- und R-Selektion. Wenn wir alle Regeln und Mechanismen dieser Welt über den Haufen werfen und/oder verändern, dann müssen wir uns auch vernünftig mit den Konsequenzen auseinandersetzen.
Der Hochadel hat sich im Mittelalter zu einer kränkelnden subspezies entwickelt, nur weil er so gut versorgt war!!! - #5 07.07.2011 10:51 von
Unverständlich
Man bedenke: Die Abtreibung eines gesunden (!) Fötus ist bis zum dritten Schwangerschaftsmonat (mit Einschränkungen) erlaubt. Die Abtreibung eines schwerbehinderten Kindes ggf. sogar noch darüber hinaus.
Und da wird ernsthaft darüber debattiert, ob man Embryonen mit beeinträchtigtem Erbgut verwirft, solange sie lediglich aus ein paar Zellen bestehen?
Zumal heutzutage in der Reproduktionsmedizin ohnehin schon Embryonen verworfen oder Not-Kryokonserviert werden, weil in der Regel pro Behandlungsdurchlauf mehr Embryonen entstehen, als dem Paar nachher zurückverpflanzt werden dürfen.
Zugegeben ist die Frage "Wo beginnt menschliches Leben?" nicht zweifelsfrei zu beantworten.
Allerdings ist diese Frage meiner Meinung nach für die PID irrelevant, solange gleichzeitig sehr viel krassere Maßnahmen im Schwangerschaftsverlauf (wie eingangs erwähnt) zulässig sind.
Mit dem Verzicht auf die PID zwingt man betroffene Paare nachgerade zu Trial & Error - ein Embryo wird eingesetzt, es kommt zur Schwangerschaft, nach einigen Monaten steht fest, das Kind ist schwer behindert.
Also abtreiben und noch mal von vorn.
Das kann es doch einfach nicht sein.
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