Manchmal ist es besser zu schweigen .
DPAMit deutlichen Worten hat Sami Khedira auf die Debatte um die Gründe für das EM-Aus reagiert. Der Nationalspieler warf den Medien vor, Punkte zu kritisieren, "die nichts mit dem Sport zu tun hatten". Besonders der Hymnenstreit nervt den 25-Jährigen.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...849980,00.html
Manchmal ist es besser zu schweigen .
Aber auch kein schlechter. Also sing halt einfach mit, gut genug bezahlt wirst du. Extrawürste gibts nach dem Spiel an der Pommesbude."Man ist kein guter Deutscher, nur weil man die Hymne singt."
maaaaaama, die mögen uns nicht weil wir in deutschland leben, deutsche sind, super viel geld verdinen uns aber bei der begründung warum wir nicht mitsingen auf unverständnis stossen. dabei kann ich dies meiner uroma in anatolien oder meinem deutschen schäferhundn im iran wirklich antun.
Kedhira hat als einer der wenigen, die im Finale wirklich gut gespielt haben, das Recht das zu sagen, aber zustimmen kann ich ihm da nicht unbedingt.
Ich bin auch kein Hymnenfanatiker, aber es war schon auffällig, wie sie sich die Italiener schon bei der Hymne puschten und die deutschen schon dort eher einen eingeschüchterten Einduck machten.
Ich bin denoch der Meinung, dass sich die Diskussion nicht darum drehen sollte, sondern um die Tatsache, dass Deutschland jedes Mal, wenn es gegen die ein zwei stärksten Mannschaften geht, den eigenen Stil aufgibt und stattdessen mit Angsthasentaktik den anderen hinterherrennt. Sowohl gegen Spanien als auch gegen Italien war das Spiel so schon verloren, bevor es losging.
Das liegt an Löw, der hier eklatante taktische Schwächen zeigte, die nur dadurch kaschiert werden, dass die NM von den Einzelspielern trotzdem stark genug ist, um weit zu kommen.
Das heißt nicht, dass Löw unbedingt gehen muss, es heißt aber, dass er sich der Favoritenrolle Deutschlands endlich mal bewusst wird und dementsprechend auftreten lässt.
Die Testspiele und zwar alle zeigen auch, dass Experimente dieser Mannschaft nicht liegt. Jedes Mal, wenn vom eigenen Konzept abgewichen wird, versagte die Truppe in der Rückwärtsbewegung.
Traurig, dass hier offensichtlich Motivationsprobleme als Grund vorgeschoben werden. Und das in einem Halbfinale, bei dem JEDER vorher in jedes Mikro erklärt, dass man unbedingt gewinnen will. Nee, so einfach ist das nicht, die Herren...
Ach, das mit der Hymne haben sie alle falsch verstanden.
Ich glaube Magath hat das als Erster in einem Interview ausgesprochen, dass die Italiener allein schon durch das begeisterte Mitsingen kundgetan haben, welchen Siegeswillen sie hatten.
Das war nichts weiter gewesen als eine eindeutige und deutliche Demonstration des Selbstbewusstseins, der Staerke und der Willenskraft.
Und durch das Nicht-Singen haben Loews Kerlchen - besonders im Vergleich zu den daneben stehenden Italienern - genau das Gegenteil ausgestrahlt. Und vermutlich haben sie auch so gefuehlt.
Trotz all dem sollten sich so öffentlichkeitswirksame und auch vorbildgebende Sportler diesen Vorwurf gefallen lassen - und darüber nachdenken.
Mit einer Hymne bringt ein Volk seinen Nationalstolz und sein Zusammengehörigkeitsgefühl auf feierliche Art zum Ausdruck. Egal ob Russen, Amerikaner (die singen sogar in der Schule), Spanier, Italiener, sie alle identifizieren sich mit ihrer Nation und singen stolz und mit voller Überzeugung die Hymne ihres Landes.
Man könnte auch unterstellen, dass jemand, der sich mit der Nation nicht identifiziert, auch weniger patriotisch für sein Land eintritt. Bei Sportlern, speziell Fußballern kommt erschwerend hinzu, dass durch die unverhältnismäßig hohen Gehälter (Geld verdirbt den Charakter) Leistungen nur dann überdurchschnittlich ausfallen, wenn auch das Geld stimmt.
Bundestrainer und Spieler sollten sich auch mal die Frage stellen, WARUM denn Spanien, Italien und Portugal schöneren und effektiveren Fußball spielen. Oder anders herum: Wie sähen unsere Top-Profi-Klubs aus, müssten sie nur mit heimischen Spielern auskommen? Mit viel Geld Spieler einkaufen. Wieviel Geld gibt es denn in Deutschland z. B. für Nachwuchsförderung, öffentliche Sport- und Spielstätten? Ach ja, die werfen ja keinen Gewinn ab.
Wenn diese kurzsichtige Art und Weise mit diesem Thema und dem noch immer unterdrückten Nationalstolz/Nationalgefühl anhält, werden wir weiterhin Spaniern, Briten, Kroaten, Russen ... im Fußball hinterher gucken.