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Debatte um Kinderpornografie: Piratenpartei-Gründer entsetzt eigene Leute

picture alliance / dpaDer Besitz von Kinderpornografie soll Redefreiheit sein - mit dieser Idee hat der Gründer der schwedischen Piratenpartei und der internationalen Piraten-Bewegung Rick Falkvinge harsche Kritik auf sich gezogen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...854854,00.html
  1. #1

    Die Piraten zerlegen sich selbst.

    In unserer Medienwelt ist es egal welcher Pirat in welchem Land damit in die Schlagzeilen kommt. Bald wird bei uns verbreitet, dass sich die Piraten fuer Kinderpornos einsetzen. Es folgen Talkshows zu dem Thema und vielleicht auch ein Brennpunkt in der ARD. Bis auch der Letzte begriffen hat, die Piraten sind nicht waehlbar, und das ist auch gut so.
  2. #2

    bescheuert

    Falkvinges Einlassungen sind bescheuert, dumm und unverantwortlich. Aber: die Reaktionen seiner Parteifreunde zeigen, dass es ehrlicher ist, Meinungsfreiheit in Diskussionen zuzulassen und nicht der Parteiräson zu opfern. Mir ist eine Partei, bei der ich weiß, welche dunklen oder unverständlichen Seiten bei irgendwelchen schlummern lieber, als eine Partei, bei der ich die (sicher ebenfalls vorhandenen) Tretminen der Abgeordneten gar nicht kenne.
  3. #3

    .

    Zitat von Hank Hill Beitrag anzeigen
    In unserer Medienwelt ist es egal welcher Pirat in welchem Land damit in die Schlagzeilen kommt. Bald wird bei uns verbreitet, dass sich die Piraten fuer Kinderpornos einsetzen. Es folgen Talkshows zu dem Thema und vielleicht auch ein Brennpunkt in der ARD. Bis auch der Letzte begriffen hat, die Piraten sind nicht waehlbar, und das ist auch gut so.
    Okay. Ihrer Argumentation folgend sind die deutschen Piraten nicht wählbar, weil ein schwedischer Pirat solch einen Müll vom Stapel lässt? Und was ist dann mit der CDU? Deren geistige Schwester in Ungarn baut gerade einen 1-Parteien-Staat auf. Ihrer Meinung nach dürfte man also auch die CDU nicht wählen, oder?
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Besitz von Kinderpornografie soll Redefreiheit sein - mit dieser Idee hat der Gründer der schwedischen Piratenpartei und der internationalen Piraten-Bewegung Rick Falkvinge harsche Kritik auf sich gezogen.

    Kinderporno-Debatte: Piratenpartei-Gründer entsetzt eigene Leute - SPIEGEL ONLINE
    Der Mann ist zu libertär und damit zu radikal um Pragmatiker zu sein.
    Als Pirat sage ich, es kann keine Freiheit ohne Sicherheit geben und andersrum. Und die Sicherheit unserer Kinder ist nicht verhandelbar.
    Die deutschen Piraten sind schliesslich eine demokratische Partei auf dem Boden des GG.
  5. #5

    Nein

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Okay. Ihrer Argumentation folgend sind die deutschen Piraten nicht wählbar, weil ein schwedischer Pirat solch einen Müll vom Stapel lässt? Und was ist dann mit der CDU? Deren geistige Schwester in Ungarn baut gerade einen 1-Parteien-Staat auf. Ihrer Meinung nach dürfte man also auch die CDU nicht wählen, oder?
    Die CDU ist eine etablierte Partei, die kann machen was sie will. Genauso die SPD oder die Gruenen. Bei den Piraten ist die Aufmerksamkeit groesser weil halt viele Menschen mit ihnen nichts anfangen koennen. Daher sind solche Schlagzeilen schaedlich, weil sie eine vorgefasste Meinung (hier die der Unausgegorenheit) bestaetigen. Der Buerger scannt bewusst und unbewusst die Medienlandschaft nach Meldungen die seiner Ansicht entsprechen.
  6. #6

    Zitat von Wasserfloh Beitrag anzeigen
    Falkvinges Einlassungen sind bescheuert, dumm und unverantwortlich. Aber: die Reaktionen seiner Parteifreunde zeigen, dass es ehrlicher ist, Meinungsfreiheit in Diskussionen zuzulassen und nicht der Parteiräson zu opfern. Mir ist eine Partei, bei der ich weiß, welche dunklen oder unverständlichen Seiten bei irgendwelchen schlummern lieber, als eine Partei, bei der ich die (sicher ebenfalls vorhandenen) Tretminen der Abgeordneten gar nicht kenne.
    Warum soll es bei anderen Parteien hier keine Meinungsfreihet geben? Das ist schon wieder so eine typische Piraten-Lobhudelei. Irgendjemand macht bei den Piraten etwas Dummes, darauf wird gesagt, ja das ist dumm, aber immerhin ist man bei den Piraten frei etwas so Dummes zu tun, bei den anderen Parteien wäre sowas verboten.
  7. #7

    Mal seher was er dazu sagt...

    Wenn der Mensch selbst Opfer einer Belästigung wird und das ganze "unschuldig" gefilmt wird (und im Netz auftaucht).
  8. #8

    Alter Hut, war bei Raubkopien doch genauso

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Besitz von Kinderpornografie soll Redefreiheit sein - mit dieser Idee hat der Gründer der schwedischen Piratenpartei und der internationalen Piraten-Bewegung Rick Falkvinge harsche Kritik auf sich gezogen.

    Kinderporno-Debatte: Piratenpartei-Gründer entsetzt eigene Leute - SPIEGEL ONLINE
    Alter Hut. Die schwedische Piratenpartei hat laut Zeitungsberichten von 2010 auch die Raubkopiensuchmaschine Pirate Bay aktiv unterstützt, aus genau demselben Grund, der angeblichen Meinungsfreiheit.
  9. #9

    Piraten außerhalb des Grundgesetz

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Der Mann ist zu libertär und damit zu radikal um Pragmatiker zu sein.
    Als Pirat sage ich, es kann keine Freiheit ohne Sicherheit geben und andersrum. Und die Sicherheit unserer Kinder ist nicht verhandelbar.
    Die deutschen Piraten sind schliesslich eine demokratische Partei auf dem Boden des GG.
    Nein, die Piraten stehen nicht auf dem Boden des Grundgesetz, zumindest in einem ganz wesentlichen, zentralen Punkt: Sie fordern laut Parteiprogramm (siehe Piratenwiki) "das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern". Das stellt zweifelsohne eine verfassungswidrige Enteignung der Rechteinhaber dar (Urheber, Produzenten etc.). Sie würden somit um die wirtschaftlichen Früchte ihrer Arbeit gebracht, was einen klaren Verstoß gegen Art. 14 GG darstellt (Garantie des Eigentums). Dass das geistige Eigentum ("Immaterialgut") dem Schutz des Art. 14 GG untersteht, hat das Bundesverfassungsgericht schon 1971 im Urteil "Kirchen- und Schulgebrauch" (BVerfGE 31, 229) klar gestellt. Wenn diese Forderung der Piraten ("Content für alle für umsonst") Realität, würde sie auf der Stelle vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig gekippt. (Dass diese Piraten-Forderung gegen alle diesbezüglichen internationalen Abkommen verstößt, sei nur am Rande erwähnt.)


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