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Debatte um Gleichstellung: FDP dringt auf volle Rechte für homosexuelle Paare

US-Präsident Barack Obama setzt sich für die Homo-Ehe ein - der Vorstoß ermutigt nun auch die FDP, sich erneut für das Thema stark zu machen. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger forderte die volle rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832532,00.html
  1. #10

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Und wieso sollte dafür das GG geändert werden müssen? Art. 6 GG Abs.1 lautet ...

    Wo soll da das Problem sein? Wenn Schwule/Lesben heiraten, dann stehen sie als Ehegemeinschaft unter dem Schutz des GG. Was ist da Ihr Problem?
    Es ist nun einmal klar definiert, was "Ehe und Familie" ist.
    Lebenspartnerschaften - egal ob gleichgeschlechtlich oder nicht - gehören da eindeutig nicht zu.
    Denn wo bitte bliebe denn der "besondere Schutz" des Staates, wenn ihn jede andere Partnerschat genau so genießt?
    Eigentlich einfach, oder?
  2. #11

    Fdp

    wurde von einer katholischen Seite zur letzten Bundestagswahl empfohlen.
    Vielleicht letztemalig.

    Parallel dazu laufen aber immer noch Bemühungen der erzkonservativen MÄNNER (meist in CDU/CSU vertreten), Schwangerschaftsabbrüche und sogar Verhütung zu verbieten.

    Angenommen, es ginge nun alles nach Wunsch von FDP und erzkonservativen Christen, was hätten wir dann hier?

    Frauen hätten etwa die Rechte, die Frauen im Islam haben.
    Da es hier jedoch nicht üblich ist, dass junge Frauen durch ihre Eltern verheiratet werden, werden sie sexualisierten Männergesellschaft Jungfrauen bleiben müssen. Ob das gelingen wird? Was, wenn nicht?
    Dann stehen sie da und dürfen ihre Kinder gebären und an Wohlsituierte (Männer) abgeben.

    Im Namen des HERRN, des allmächtigen Gottes, soviel Sex mit so vielen Frauen wie möglich, das scheint wohl zu gehen.

    Frauen aber überhaupt wahrzunehmen, das ist schon schwieriger für Leute, die ihren Gott nach ihrem Bilde gestaltet haben.

    Mir scheint, gerade das ist auch der Grund, warum manche Männer auf Männer stehen und manche Frauen auf Frauen.

    Es handelt sich jedoch um eine Minderheit.
    Wenn ein Kind aus dem Fenster fällt, sind nicht gleich alle Fenster zu verbieten. Gesetze sollten die Mehrheit der Bevölkerung sehen.
  3. #12

    Wenn ...

    ... sich die FDP eine Woche VOR Obamas Aussage dafür stark gemacht hätte, dann hätte ich es für zwar überraschend, aber wenigstens noch ein wenig rückgratreich gehalten.

    So aber ist es -mal wieder- nur ein aufspringenwollen auf einen Zug, aus Angst, etwas zu verpassen. Es ist pure Stimmungsmache vor der nächsten Wahl, hauptsache im linken Lager ein wenig graben wollen.

    Ich hoffe, die Wähler erkennen diese Durchsichtigkeit und geben dieser Partei, die sich definitiv überlebt hat, nicht mehr ihre Stimme.
  4. #13

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Denn wo bitte bliebe denn der "besondere Schutz" des Staates, wenn ihn jede andere Partnerschat genau so genießt?
    Eigentlich einfach, oder?
    Ja einfach: Eine Ehe ist eine Ehe, egal wer die beteiligten Partner sind. Wo genau ist also Ihr Problem?

    Wobei die Grundsatzfrage sowieso wäre, inwiefern dieser Artikel noch zeitgemäss ist. Wieso der Ehe gegenüber anderen Formen der Partnerschaft einen "besonderen Schutz" zukommen soll ist angesichts der gesellschaftlichen Realität nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Auch die notorische Gleichsetzung von Ehe und Familie ist in dem Kontext ziemlich weltfremd.
  5. #14

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Ja einfach: Eine Ehe ist eine Ehe, egal wer die beteiligten Partner sind. Wo genau ist also Ihr Problem?
    Ich habe mir einfach nur erlaubt, auf das GG hinzuweisen, denn nach diesem ist eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eben keine "Ehe" und darf auch nicht so behandelt werden..
    Ich habe mit dem Grundgesetz kein Problem, und Sie?

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Wobei die Grundsatzfrage sowieso wäre, inwiefern dieser Artikel noch zeitgemäss ist. Wieso der Ehe gegenüber anderen Formen der Partnerschaft einen "besonderen Schutz" zukommen soll ist angesichts der gesellschaftlichen Realität nicht mehr wirklich nachvollziehbar. Auch die notorische Gleichsetzung von Ehe und Familie ist in dem Kontext ziemlich weltfremd.
    Es gehört schon einiges dazu, eine auf die Zeugung und das Großziehen von Nachwuchs gerichtete Partnerschaft als "weltfremd" und nicht mehr zeitgemäß zu bezeichnen.
    Ein Staat, der darauf verzichtet, das zu fördern und zu schützen, gibt sich selbst auf..

    Deutschland hat aufgrund der geringen Kinderzahl ein demographisches Problem, aber wohl kaum ein Gleichstellungsproblem hinsichtlich homosexueller Partnerschaften.
    Das haben aber die meisten ewiggestrigen 68er total vergessen.
  6. #15

    aaa

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ich habe mir einfach nur erlaubt, auf das GG hinzuweisen, denn nach diesem ist eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eben keine "Ehe" und darf auch nicht so behandelt werden..
    ...
    Im GG steht nur: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.". Da steht nicht, dass ein Mann nur eine Frau heiraten darf.

    Sie können ob Ihrer Kenntnis des GG sicherlich erläutern wo in Art. 6 GG (auf den Sie sich beziehen) steht, dass Eheschliessungen gleichgeschlechtlicher Paare ausgeschlossen sind.
  7. #16

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ich habe mir einfach nur erlaubt, auf das GG hinzuweisen, denn nach diesem ist eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft eben keine "Ehe" und darf auch nicht so behandelt werden..
    Sie wurden bereits darauf hingewiesen, dass diese Interpretation jeglicher Grundlage entbehrt. Im Grundgesetz wird nirgends eine heterosexuelle Ehe definiert. Im Grundgesetz steht ein "besonderer Schutz für Ehe und Familie". Ob diese Ehe und/oder Familie aus hetero- oder homosexuellen Partnern besteht soll geht in keinster Weise daraus hervor.

    Es gehört schon einiges dazu, eine auf die Zeugung und das Großziehen von Nachwuchs gerichtete Partnerschaft als "weltfremd" und nicht mehr zeitgemäß zu bezeichnen.
    Aha. Seit wann wird zur Zeugung und dem Grossziehen von Nachwuchs eine Ehe benötigt? Andererseits, seit wann generiert eine Ehe automatisch Nachwuchs? Diese vermeintliche Kausalität ist darum per se weltfremd. Und im Prinzip eine Diffamierung all jener Familien, die sich nicht innerhalb einer Ehe bewegen.

    Ein Staat, der darauf verzichtet, das zu fördern und zu schützen, gibt sich selbst auf..
    Um Familien und Kinder zu fördern braucht es weder eine Ehe als solches noch deren steuerlichen Vorteile. Um Familien und Kinder zu fördern braucht es schlicht Familien- und Kinderförderung. Trivial, nicht?

    Deutschland hat aufgrund der geringen Kinderzahl ein demographisches Problem,
    Darum wäre es wohl an der Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden und moderne Familienförderung zu betreiben. Sogar, wenn die Eltern - Skandal! - unverheiratet oder homosexuell sind. Oder ist dieser Nachwuchs trotz all der demographischen Probleme unerwünscht?
  8. #17

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Im GG steht nur: "Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.". Da steht nicht, dass ein Mann nur eine Frau heiraten darf.

    Sie können ob Ihrer Kenntnis des GG sicherlich erläutern wo in Art. 6 GG (auf den Sie sich beziehen) steht, dass Eheschliessungen gleichgeschlechtlicher Paare ausgeschlossen sind.
    Es geht hier nur um die rechtliche Unmöglichkeit, eine solche Lebenspartnerschaft mit einer "Ehe" gem Art. 6 gleichzusetzen.
    Der alte Art. 119 Abs. 1 der Weimarer Reichsverfassung: ist für das Verfassungsgericht bis heute Richtschnur: „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung.“.
    Schutz von Ehe und Familie
  9. #18

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Es geht hier nur um die rechtliche Unmöglichkeit, eine solche Lebenspartnerschaft mit einer "Ehe" gem Art. 6 gleichzusetzen.
    Der alte Art. 119 Abs. 1 der Weimarer Reichsverfassung: ist für das Verfassungsgericht bis heute Richtschnur: „Die Ehe steht als Grundlage des Familienlebens und der Erhaltung und Vermehrung der Nation unter dem besonderen Schutz der Verfassung.“.
    Schutz von Ehe und Familie
    Und Sie meinen, wenn es die Schwulenehe gäbe, würden plötzlich ganz viele Leute homosexuelle Partnerschaften eingehen und keine kleinen Deutschen mehr zeugen? So, als hätten sie geradezu drauf gewartet?
  10. #19

    Es ist weltfremd

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Sie wurden bereits darauf hingewiesen, dass diese Interpretation jeglicher Grundlage entbehrt. Im Grundgesetz wird nirgends eine heterosexuelle Ehe definiert. Im Grundgesetz steht ein "besonderer Schutz für Ehe und Familie". Ob diese Ehe und/oder Familie aus hetero- oder homosexuellen Partnern besteht soll geht in keinster Weise daraus hervor. ...
    Sie bewegen sich fern von der Realität. Sie wissen, dass es Kinderarmut gibt. Es betrifft vor allem Kinder von alleinerziehenden Müttern.

    Der Zustand der Arbeitswelt hierzulande ist weder kinder- noch mütterfreundlich. Es gibt nur wenige Frauen, die beides unter den Hut bekommen, also Kinder erziehen können, ohne beim Arbeitseinkommen Abstriche zu machen.
    Das ist der Grund, warum es für Frauen ratsam ist, Männer zu suchen, die in der Lage sind, sich zu binden.
    Ohne Verbindlichkeit kann eine Beziehung schneller beendet werden als mit.
    Wissen Sie eigentlich auch, dass Männer dazu neigen, sich neue, meist jüngere Partnerinnen zu suchen, wenn sie "in die Jahre" kommen?
    Was geschieht dann den Müttern der Kinder dieser Männer, die zugunsten der Kinder auf berufliches Fortkommen verzichtet haben?

    Nein, das ist keine Gleichberechtigung. Sonst gäbe es wesentlich mehr alleinerziehende Väter. Manche nennen sich auch nur alleinerziehend, setzen ihre Karriere aber unbeschadet fort und lassen die Kinder von Ersatzmüttern betreuen.

    Solchen Parteien wie FDP und Grünen ist zu empfehlen, sich Ziele zu setzen, die sich an einem Ideal orientieren, das für viele erstrebenswert ist. Dieses Herumgeeier, dieses Nicht-Wissen-Wohin-Man-Will, das nehmen nämlich auch Wähler wahr.








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