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Debatte um China-Politik: Fall Chen drängt Wahlkämpfer Obama in die Defensive

REUTERSDie Wirren um den chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng machen US-Präsident Obama zu schaffen. Seine pragmatische China-Politik wirkt defensiv - und das schlachtet sein Rivale Mitt Romney geschickt im Wahlkampf aus - indem er sich als unnachgiebiger Anwalt amerikanischer Werte inszeniert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831464,00.html
  1. #1

    wie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirren um den chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng machen US-Präsident Obama zu schaffen. Seine pragmatische China-Politik wirkt defensiv - und das schlachtet sein Rivale Mitt Romney geschickt im Wahlkampf aus - indem er sich als unnachgiebiger Anwalt amerikanischer Werte inszeniert.

    Fall Chen Guangchen: Diplomatische Eiszeit zwischen USA und China - SPIEGEL ONLINE
    armselig muss ein Land sein, dessen Wahlkampf sich nicht nur auf die Kassenlage der Kandidaten ausrichtet, sondern Aussenpolitik in den Wahlkampf einbindet.

    Im Angesicht der derzeitigen Gesetzeslage in meinem ehemaligen Vorbild bezüglich der Freiheit allerdings sollte man dort nicht mehr mit den Worten Freiheit und Menschenrechte agieren. Die durch den FNP verabschiedeten Gesetze zur Jahreswende sind eine deutliche Wendung hin zum chinesischen Gesellschaftsmodell.

    Was allerdings die Werte betrifft, sollten sich die Kandidaten erinnern, was für Werte die Väter der Verfassung vertraten und wie es heute aussieht. Vorallem die globale Durchsetzung der Monroe-Doktrin scheitert schlicht an den Mitteln. Die seit den 90ern verfolgte Politik der andauernden Einmischung in die Belange fremder Staaten ist grandios gescheitert.

    Was die Chinesen betrifft, sollte man in den USA schlicht zur Kenntnis nehmen, dass der Pazifik kein Binnengewässer mehr ist und es deutlich klüger ist, sich friedlich im Handel zu bewegen, statt vor der Haustür fremder Staaten ununterbrochen zu provozieren. Diese Politik führt in die Sackgasse, wenn man die dauerkränkelnde Wirtschaft des Westens betrachtet.
  2. #2

    Wahlkampf auf dem Rücken von Menschen ist hässlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirren um den chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng machen US-Präsident Obama zu schaffen. Seine pragmatische China-Politik wirkt defensiv - und das schlachtet sein Rivale Mitt Romney geschickt im Wahlkampf aus - indem er sich als unnachgiebiger Anwalt amerikanischer Werte inszeniert.

    Fall Chen Guangchen: Diplomatische Eiszeit zwischen USA und China - SPIEGEL ONLINE
    Mir scheint, dass sich sowohl Hillary Clinton als auch die chinesische Seite sehr bemüht haben, das Problem klug zu lösen und Chen zu helfen. Dass Chen zu jedem Zeitpunkt über jeden Schritt informiert war, erscheint unwahrscheinlich und ist auch nicht nötig.
    Das billige Getöse, das die vermeintlichen Verteidiger amerikanischer Werte um Herrn Romney veranstalten, ist jedenfalls kropfüberflüssig und zeigt, was die Welt NICHT braucht.
  3. #3

    Heuchler

    Wenn solche Menschen das Wort "Menschenrechte" in den Mund nehmen, oder auf hübsch gemalten Plakaten vor sich hertagen, wird mir schlecht. Denn die Gründung von god´s own country, sowie die Ausdehnung ihres Staatsgebietes fussen auf mitunter den größten Menschenrechtsverletzungen welche dieser Planet je gesehen hat. Die Verdrehung der Tatsachen gipfelt sogar darin, dass unsere Kinder sich als Protagonisten dieses infernalen Gemetzels verkleiden und alle sagen: "Ach, was niedlich!!!!" Es wird einfach nicht als das Wahrgenommen was es in der TAT eigentlich ist!!!!

    Hinzu kommt dieser heuchlerische Opportunismus, der in diesem Land unter seine Bevölkerung grassiert. Es werden Despoten unterstüzt und demokratisch gewählte Regierungen zerschlagen, was immer irgendwie begründet werden kann. Aber was ich persönlich als ABSOLUTES Meisterwerk der Propaganda der Neuzeit empfinde: Wie ist es Möglich das dieses Land so schnell vergisst wem es seine eigentliche Unabhängigkeit zu verdanken hat und heutzutage die geringste Wertschätzung aller westlichen Länder erfährt??? VIVE LA FRANCE!!!

    Wer in diesem Land die Wahrheit vertritt und unter seines Gleichen verbreiten will, wird defamiert, weggesperrt und gefoltert. (Bradley Manning) In anderen Ländern werden Schulen nach solchen Helden benannt.

    Kurzum: Bei diesen Menschen wird "ALLES" verdreht was nicht bei zehn in Stein gemeißelt ist und selbst dann ist es noch nicht sicher.

    And by the way Mr. President Obama: "Das erste Automobil mit Verbrennungsmotor wurde nicht in den USA patentiert, verdammt nochmal!!!"
  4. #4

    Ich finde es immer lustig wenn z.B. deutsche Menschenrechtler sich für chinesische Bürgerrechter einsetzen. Was verstehen die überhaupt von der konkreten Situation in China? Wenn es echte Menschenrechtler wären, dann hätten die sich über die Medienhetze über Sarrazin auch aufgeregt und Sarrazin als Bürgerrechtler behandelt. Sicher, man kann China nicht1:1 mit Deutschland vergleichen. Aber das Grundprinzip ist das selbe.
    Manchmal sollte man eben erst mal vor der eigenen Haustür kehren.
  5. #5

    Double standards

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Wirren um den chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng machen US-Präsident Obama zu schaffen. Seine pragmatische China-Politik wirkt defensiv - und das schlachtet sein Rivale Mitt Romney geschickt im Wahlkampf aus - indem er sich als unnachgiebiger Anwalt amerikanischer Werte inszeniert.

    Fall Chen Guangchen: Diplomatische Eiszeit zwischen USA und China - SPIEGEL ONLINE
    Wenn die Amis wirklich Gutmenschen wären, würden sie den Indianern ihr Land zurückgeben. Aber offensichtlich ist alles nur Heuchlerei.


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