Im Streit um das Betreuungsgeld droht die SPD mit einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. CSU-Parteichef Horst Seehofer hingegen beharrt auf der Einführung der umstrittenen Leistung und verknüpft sie mit dem Fortbestand der Koalition.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828982,00.html
Die hier offenbarten Meinungen spiegeln zu einem großen Teil nur die veränderte Wertschätzung der Kindererziehung im Elternhaus gegenüber der Möglichkeit wieder, das Kind eben frühstmöglich abzugeben, um so „die Hände frei zu haben“ für alles andere, was man so treibt.
Erziehen können ja die anderen, in der KiTa, im KiGa, in der Schule...
Und so wird pädagogisch dahergeschwafelt, dass es eine wahre Freude ist.
Glaubt denn jemand ernsthaft, dass die Erziehungsmethoden und die menschliche Nähe in einer KiTa (wo jetzt schon ernsthaft über die Einführung demokratischer Abstimmungen mit Kleinstkindern diskutiert wird) auch nur annähernd denen der Eltern gleichzusetzen sind, gerade in den ersten drei Jahren?
Und komm mir bitte keiner mit dem immer gleichen Bildzeitungsbeispiel vom Assielternhaus, eine Form von Elternhaus, die in Deutschland Gott sei Dank doch eindeutig in der Minderheit ist. Insofern also auch als (hier immer wieder kolpotiertes) Argument unsinnig, geht es doch um die breite Masse.
Ebenso anmaßend ist die (immer gleiche) Behauptung, „die Eltern“ würden das geschenkte Geld ja zweckentfremdet ausgeben. Eben pauschale Totschlagargumente.
Und auch die „Ausländerkinder“ werden mit den richtigen Programmen (Immersion, gesonderter Förderunterricht etc.) noch früh genug integriert.
In Deutschland gibt es trotz allem eine große Bereitschaft (wenn ich mich mal in meinem Bekanntenkreis umschaue), die wichtigen, ersten Jahre ganz für ein Kind da zu sein. Ob sich das immer umsetzen lässt, muss man doch auch seine Finanzen im Blick haben, sei noch dahingestellt.
Summa sumarum aber sollte das Ziel sein, Erziehung in vordester Linie im Elternhaus zu belassen und vor allem auch, die Entscheidung über den Erziehungsweg wirklich den Eltern zu überlassen, ohne gleich dogmatisch zu werden.
Ich bin allerdings weder für eine Förderung in Form von Elterngeld oder Betreuungsgeld (beides Schwachsinn), sondern ganz allgemein für eine Anhebung des Kindergeldes und/oder Verbesserung bestehender Bildungseinrichtungen.
Der deutsche Sozialstaat hat halt auch wegen des Generationenvertrages geradezu eine Verpflichtung, Kinder bzw. deren Eltern zu fördern.
Die Crux des Betreuungsgeldes ist ja gerade, dass die Nichtanspruchnahme einer staatlichen Leistung mit Bargeld entgolten werden soll. Kein Sozialpolitiker (wenn auch sicher viele Haushälter) hätte(n) etwas dagegen, wenn einfach das Elterngeld aufgestockt würde und alle Eltern zusätzliches Geld erhielten; das würde auch viel eher dem Gedanken der Wahlfreiheit entsprechen, der hier ja fälschlicherweise immer von den Verfechtern der Herdprömie angeführt wird.
Das Problem liegt auf mehreren Ebenen: Die Herdprämie als staatliche Leistung widerspricht sich selbst, indem sie eine andere staatliche Leistung, nämlich das Angebot von Krippen, desavouiert. Wenn der Gesetzgeber Krippen für falsch hält, so darf er sie nicht ausbauen.
Dazu wird der Gleichbehandlungsgruindsatz verletzt, weil das Junktim zwischen Prämie und Nichtanspruchnahme von Krippen willkürlich ist. Das Beispiel, dass, wenn das Schule macht, ein Theatermuffel staatliche Ersatzleistungen erwarten darf, weil er hoch subventionierte staatliche Bühnen nicht in Anspruch nimmt, habe ich bereits gebracht. Die Herdprämie ist ideologischer Blödsinn.
Ich denke das wäre ein Kompromiss, auf den sich alle Beteiligten verständigen könnten. Der Staat könnte sich dann auch die Kosten für den Ausbau der Kita-Plätze sparen, weil dann die Eltern, die ihre Kinder in eine Kita bringen wollen, dies über die Beitragszahlungen finanzieren könnten. Die Mittel dafür bekommen Sie wiederum vom Staat über das aufgestockte Elterngeld. Ich finde dieser Lösungsweg wäre überlegenswert und kein Politiker würde dabei sein Gesicht verlieren.
Bei aller Diskussion bekommt man auch den Eindruck, dass in Deutschland alles dafür getan werden soll (je nach Meinung), dass die kleinen Kinder möglichst lange von den Eltern ferngehalten werden. Manche scheinen Kinder nicht zu bekommen, um sich an ihnen zu erfreuen, sondern nur als Hobby "nebenbei", wenn sie die Kinder den ganzen Tag in die Krippe geben. Viele Mütter oder Väter müssten nicht arbeiten, allerdings ist ja das zweite Auto und die eigene Selbstverwirklichung denen wohl lieber, als sich um das eigene Kind zu kümmern.
Lange nicht alle Kinder sind in der Kita besser aufgehoben. Man muss da schon differenzieren und vor allem auch die Kitas mit betrachten. Man kann nicht so tun, als ob die automatisch die besseren "Erzieher" seien.
Man fragt sich doch, warum von den Kritikern des Betreuungsgeldes alle Eltern, die ihre Kinder nicht an den Staat abschieben wollen, als asoziale Säuferbande bezeichnet werden. Normalerweise sollte man gegen die SPDLINKEGRÜNE Strafanzeige wegen Beleidigung stellen, aber was solls, was die können, kann ich auch:
Mir ist es wurscht, ob das Betreuungsgeld kommt, oder nicht. Die paar Euro machen es nun auch nicht mehr fett, aber ich sehe nicht ein, warum ich mit meinen Steuergeldern finanzieren soll, dass man seine Kinder in Verwahranstalten gibt um sich selbst zu verwirklichen, oder Karriere zu machen. Es soll wohl Studien geben, die belegen, dass Kita oder Kinderkrippe Kindern helfen, genauso gibt es aber auch welche, die zeugen, dass eine zu frühe Trennung von einer einzelnen Bezugsperson Kindern schadet. Ich glaube zweiteren, denn Kinder gehören die ersten drei Jahre ihres Lebens nach Hause, und zwar zu dem der daheim bleibt, weil er weniger verdient. Und das Argument, dass ja gerade in Ballungsräumen beide arbeiten müßten, kann man auch damit entkräften, dass man sagt: Gut, dann soll der Staat die 5 Mrd. Euro, die er in Krippen und KiTas verschwenden will, so einsetzen, dass das Leben wieder bezahlbar wird.
Es ist schon erschütternd, wie sich die Bürger der BRD um die Brosamen streiten müssen, die ihnen ihre Regierung aus dem höchsten Steueraufkommen aller Zeiten gnädigst zur Verfpgung stellt....
Hier geht es um wenige Milliarden für die eigene Bevölkerung.
Im Vergleich zu den in die Billionen gehenden Garantien und Bargeld-Leistungen für Banken, Subventionen und Hilfen quasi für die ganze Welt.
Banken
Noch anders gefragt,
warum ist das Betreuungsgeld verfassungsrechtlich bedenklich und die KiTa Förderung des Staates nicht ?
Wer es seinen Kindern antun will, sie in eine Krippe oder KiTa zu stecken, bitte, aber dann auf eigene Kosten. Also mein Vorschlag: Wir lassen einfach beides. Eltern, die ihre Kinder, so wie es sich gehört, selbst betreuen wollen bekommen kein Geld und die, die die Kinder in KiTa stecken wollen, sollen dafür zahlen, sollte ja nicht das Problem sein, sind dann ja Doppelverdiener. Und für die wirklichen Problemfälle brauchen die Jugendämter halt mehr Rechte, da hilft die KiTa auch nix.