Debatte über Zwangsexmatrikulation: Volle Härte contra harte Fälle

Wohin*mit Alt-Studenten, die noch Diplom oder Magister anstreben? Sollen die*Unis sie rauswerfen?*Oder weitermachen lassen?*Erst beraten - und dann mit Zwang hinausbefördern, sagt Frank Stäudner vom Stifterverband. Student Patrick Schnepper widerspricht: Rausschmisse sind fatal.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...783587,00.html
  1. #80

    Eingangskontrolle

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Es gibt Studenenten denen es nicht um das Studium, sondern um die verbilligte Krankenversicherung geht.
    Studenten schreiben sich ein und gehen erst mal auf Weltreise. Oder viele Prositituierte nutzen das Studium aus a) um.....
    Ist doch ganz einfach, wer ein Abitur besser als 1,0 sein eigen nennt darf studieren. Wenn er den Bachelor nicht in 4 Semestern schafft ist ein anschließendes Masterstudium erst nach einer 15-jährigen beruflichen Bewährung, die "stets zur vollsten Zufriendenheit" ausfiel, möglich.

    Alternative der Besuch einer Privatuniversität und mindesten 10K Euro Semestergebühren, da Leistung (das Leisten der Zahlung) sich ja wieder lohnen muss.
  2. #81

    Was sagt die Studienordnung?

    Zitat von MartinS. Beitrag anzeigen
    Bei einer Umstellung, die irgendwann 2002/2003 begonnen wurde und offiziell bis 2010 abgeschlossen werden sollte, kann man kaum davon sprechen, dass jemand von heute auf morgen ganz plötzlich exmatrikuliert wird.
    Wir sprechen doch nicht von .......
    Wenn in der Studienordnung keine Frist vermerkt ist, soll es solange angeboten werden, bis man fertig ist.
    Die Studienordnung verstehe ich als Vertrag zwischen Student und Hochschule und in der Vergangenheit konnte man noch darauf vertrauen, dass man sich auf seine Studienordnung berufen kann.
    Dass dies in diesem Fall nicht gehen soll, verstehe ich nicht. Ich sehe da irgendwie ein rechtliches Problem.
    Vielleicht übersehe ich aber auch was?
  3. #82

    Zitat von matula Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, warum nicht von vorneherein eine Deadline gesetzt wurde:
    Ab sofort gibt es nur noch Bachalorstudiengänge.
    Die Studenten, ddie sich noch in Diplomstudiengängen befinden, müssen in 10 Jahren fertig sein, oder den Studiengang gewechselt haben, ansonsten werden sie exmatrikuliert!
    Zwischenhürde: wer in 4 Jahren das Vordiplom nicht hat, den erwartet gleiches.
    Genau diese Deadline gibt es. Nachzulesen in den entsprechenden Studien- und Prüfungsordnungen bzw. Überleitungsvorschriften der jeweiligen Fachbereiche und Studiengänge. Das aktuelle "Problem" ist, dass genau die dort genannten Übergangsfristen jetzt auslaufen.

    Wer jetzt ganz erstaunt ist, ist also des Lesen und Rechnens nicht fähig, hat es aber irgendwie geschafft, jede andere Hürde im Studienverlauf, die das Langzeitstudium auch im Diplomstudiengang früher unterbunden hätte, zu umgehen. Auch im Diplomstudiengang gab es Regelzeiten und letztlich großzügige Fristen, bei deren Überschreiten man hätte Härtefälle darlegen und/oder Beratungsgespräche wahrnehmen müssen.
  4. #83

    Warum Exmatrikulation ?

    Zitat von jan.dark Beitrag anzeigen
    Sie haben wieder kein einziges Argument genannt, was es den Hochschulen nützt, wenn sie Studenten exmatrikulieren. Es geht nicht darum, dass Züge nicht mehr fahren, sondern das Hochschulen willkürlich Bahnverbot aussprechen ohne Nutzen für die Bahn. Konzentrieren Sie sich doch mal auf das Wesentliche der Hochschulen. Es gibt keine rationalen Grund, Langzeitstudenten zu exmatrikulieren. Nur persönliches Mütchen kühlen für Belange ausserhalb der Hochschulen.
    Witzig. Für jeden Studenten in einer alten Prüfungsordnung
    braucht man eine eigene Klausur, manchmal eigene Vorlesungs-/Übungszeiten, eine eigene Korrektur, etc. Zudem muss der Studiengang ja noch studierbar sein, da muss man dann also noch Kurse aus der Vergangenheit anbieten. Das ist
    _sehr_ viel Arbeit, und um ehrlich zu sein, die Spitzenkandidaten, für die der Aufwand betrieben werden soll, haben es absolut nicht verdient.
  5. #84

    ...

    Zitat von Pfefferkuchenmann Beitrag anzeigen
    Wenn in der Studienordnung keine Frist vermerkt ist, soll es solange angeboten werden, bis man fertig ist.
    Die Studienordnung verstehe ich als Vertrag zwischen Student und Hochschule und in der Vergangenheit konnte man noch darauf vertrauen, dass man sich auf seine Studienordnung berufen kann.
    Dass dies in diesem Fall nicht gehen soll, verstehe ich nicht. Ich sehe da irgendwie ein rechtliches Problem.
    Vielleicht übersehe ich aber auch was?
    Da ist auch eigentlich nichts verkehrtes daran. Aber wie in einem jeden anderen Vertrag können besondere Umstände eben dazu führen, dass der Vertragsinhalt an veränderte Gegebenheiten angepasst wird.
    Wenn eine Seite diese Änderungen nicht akzeptieren will, dann ist das Abkommen eben hinfällig. Aber Hochschulen sind doch nicht verpflichtet, über Jahre hinweg verschiedene Prüfungsordnungen, vergleichbare Studiengänge und überalterte Abschlüsse parallel anzubieten, nur weil Einzelfälle nicht gewillt sind, sich intensiv mit der Problematik zu beschäftigen, auf welche Art und Weise sie ihr Studium fortsetzen können.
    Man HAT angeboten, über einen gewissen Zeitraum auch begonnene Diplomstudiengänge fürtzuführen und die Gelegenheit zu geben, sie entsprechend abzuschließen. Aber etwas derartiges KANN eben nur eine Übergangsregelung sein und muss auch irgendwann auslaufen. Es ist nicht unzumutbar, dass ein Student den Studiengang in einen aktuellen wechselt, wenn er auch nach einem angemessenen Zeitrahmen sein begonnenes altes Studium nicht abgeschlossen hat.
  6. #85

    sadasd

    Zitat von daniel_düsentrieb Beitrag anzeigen
    Witzig. Für jeden Studenten in einer alten Prüfungsordnung
    braucht man eine eigene Klausur, manchmal eigene Vorlesungs-/Übungszeiten, eine eigene Korrektur, etc. Zudem muss der Studiengang ja noch studierbar sein, da muss man dann also noch Kurse aus der Vergangenheit anbieten.
    Im Extremfall kann sich das so gestalten, dass ein Lehrstuhl über Jahre mit Vertretungen aufrechterhalten werden muss - z. B. in Fächern/Studiengängen die Sparmaßnahmen zum Opfer fielen. Da finanziert das Land dann volles Lehrpersonal auf dem Wege von Vertretungen für ein paar Hanseln in zweistelligen Semesterzahlen. Das kann's auch nicht sein.
  7. #86

    ...

    Zitat von Harald Klingel Beitrag anzeigen
    können auch 14-16 Semester nicht als Bummelei bezeichnet werden. Der Ingenieur hat's halt schwör
    Richtig, der schnellste Kommolitone, den ich je im Studium (Maschinenbau/Uni) kennengelernt habe, stand nach 10 Semstern vor der Diplomarbeit. Die meisten brauchten 12-16 Semester (inkl. Diplomarbeit).

    Jolly65
  8. #87

    Statt Exmatrikulation automatisch Diplom

    Zitat von jinky Beitrag anzeigen
    Im Extremfall kann sich das so gestalten, dass ein Lehrstuhl über Jahre mit Vertretungen aufrechterhalten werden muss - z. B. in Fächern/Studiengängen die Sparmaßnahmen zum Opfer fielen. Da finanziert das Land dann volles Lehrpersonal auf dem Wege von Vertretungen für ein paar Hanseln in zweistelligen Semesterzahlen. Das kann's auch nicht sein.
    Man könnte jedem Studenten ab 20 Semestern ein Diplom
    ehrenhalber verleihen (ohne Note), das er nicht ablehnen
    kann. Für Asten gibt's noch ein Sternchen dazu. In der
    Industrie wüsste man dann auch schnell, was sie von
    20-Semestlern halten sollen...
  9. #88

    ...

    Zitat von PeterN Beitrag anzeigen
    Damit einem das passiert gehören diese beiden Eigenschaften dazu:
    - Egoismus
    - Dummheit

    Bevor Sie sich jetzt aufregen, lassen Sie mich begründen:
    1. Wer so lange studiert nimmt einen teuren Studienplatz ein. Bei uns mussten sich die Leute mit NCs herumschlagen, da die Plätze mit solchen Leuten blockiert waren. Gott sei dank nich zu viele. Dennoch galt für die meisten dieser Leute, dass sie Student auf dem Papier waren und irgendwas ganz anderes gemacht haben. Das hilft dem jungen Abiturient, der abgelehnt wurde, aber keineswegs. Das ist egoistisch und unsozial.
    Also mir sagt die Logik, daß man nur entweder einen Studienplatz blockieren oder irgendwas ganz anderes machen kann, aber nicht beides zugleich. Ein NC wird nur eingeführt, wenn Vorlesungen, Übungen, Seminare usw. überfüllt sind. Wenn das der Fall ist, wird es kaum an denen liegen, die kaum anwesend sind. Also: welches Motiv steckt wirklich hinter ihrer Tirade ("Egoismus" und "Dummheit")?

    Jolly65
  10. #89

    ...

    Zitat von daniel_düsentrieb Beitrag anzeigen
    Man könnte jedem Studenten ab 20 Semestern ein Diplom
    ehrenhalber verleihen (ohne Note), das er nicht ablehnen
    kann. Für Asten gibt's noch ein Sternchen dazu. In der
    Industrie wüsste man dann auch schnell, was sie von
    20-Semestlern halten sollen...
    Die Beschäftigung mit den Defiziten anderer ist immer attraktiver als die Beschäftigung mit den eigenen.