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Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absur

dapdAußenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

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  1. #1

    etwas weniger Phrasen wären gut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Zum Anfang möchte ich sagen das der Staat Israel wie jeder Staat der Erde ein Existenzrecht hat und meinetwegen kann man Israel auch gerne in die NATO aufnehmen um diese Existenzrecht zu schützen. Allerdings glaube ich das für Israel die gleichen Rechte und Pflichten bestehen wie für jeden anderen Staat der Welt.
    Was aber die Kritik an G. Grass angeht da geht man viel zu weit. Wegen eines übertrieben Schutzbedürfnis wird ein Mensch angegriffen der ein Teil des Konflikts im Nahen Osten in Gedichtsform beschrieben hat. Wenn er den ganzen Konflikt beschreiben wollte denn hätte er wohl ein mehre tausend Seiten umfassendes Sachbuch schreiben müssen.
    Die zwei Hauptkreditpunkte waren der Präventivschlag gegen den Iran. Dies wäre ohne Zustimmung des UN Sicherheitsrates ein Angriffskrieg egal ob der Krieg mit konventionellen oder atomaren Waffen geführt wird. Dieses Angriffsszenario ist eine reale Gefahr und wird seit Monaten diskutiert.
    Der zweite Hauptkreditpunkt ist das U Boot Geschäft mit Israel. In einen Punkt irrt sich G. Grass dabei es handelt sich nicht um ein Geschäft das Deutschland ein Grossteil bezahlt. Ich würde die U Boote trotzdem liefern im Wissen das man Waffen eigentlich nicht in Krisengebieten liefern soll. Aber da kann man auch anderer Meinung sein und sollte diese Meinung auch äußern können.
    Bemerkenswert ist auch das scheinbar niemand die ersten Zeilen des gedichtes gelesen hat ansonsten könnte man eigentlich nicht zu der Behauptung kommen das Grass Iran und Israel auf eine Stufe stellt. Auch interessant finde ich das die Worte des iranischen Präsidenten jetzt dauernd zitiert werden, eines Präsidenten der kaum noch Macht hat und den seine Tage gezählt sind. Aber viele Kritiker kritisieren ohne informiert zu sein.
    Am witzigsten fand ich bisher den Kommentar das selbst drittklassige Politiker zum Nahen Osten inhaltlich fundierte Kommentare abgeben. Das würde ich selbst bei erstklassigen Politikern anzweifeln bei der hohen Zahl an Fehleinschätzungen im letzten Jahrzehnt.
  2. #2

    Nicht Grass ist absurd,..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    .. sondern eine Regierung, die einen derartigen Dilettanten wie Westerwelle auf dem Posten des Außenministers herumeiern läßt. Und Biermann? Wer hat sich noch mal an Springer verkauft?
  3. #3

    Huch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Guido! Erst bekommt er vom kleinen Philip eine Watschn und schon muss er die weitergeben an den ollen Grantl Grass. Perfektes Recycling.

    Aber im Ernst: es steht jedem Kreativen frei, sich zu Themen der Zeit zu äußern und dafür gibt es nun mal keine Regeln, das ist das innere Wesen des schöpferischen Aktes. Ob das Werk dann überhaupt Gehör findet und sogar Wirkung entfaltet, entscheiden die Leute und die Zeit. Bei diesem Grass-Werk dürfte die Prognose nicht so schwer sein: Versenkung. Die Blechtrommel war jedenfalls besser, viel besser...
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Darf man sich angesichts der monatelangen Drohungen der israelischen Führung gegen den Iran keine Sorgen machen? Jedenfalls hat Grass nun für alle die lesen können, öffentlich gemacht, was sonst im Dunst des Ungewissen, des Unbewiesenen kursierte:
    Israel verfügt über ein der internationalen Kontrolle entzogenes Kernwaffenarsenal. Dieser Staat gehört zu den vier, die den Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten sind und last but not least, die deutsche Regierung liefert Trägersysteme (nichts anderes sind diese hochtechnisierten U-Boote aus deutscher Produktion) für diese Waffen verbotenerweise in das Krisengebiet. Nur so? Zum Manöverspielen? Wie naiv muss man sein, diese zu glauben.

    Ist das wirklich absurd, Herr Westerwelle?
  5. #5

    nein?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist also absurd, Israel und Iran auf die gleiche Stufe zu stellen?
    Doch, ich tue das, beides sind Völker mit jahrtausendealter Kultur.
    Nur so lässt sich der Konflikt lösen.

    Absurd ist nur, dass ein Hampelmann wie Westerwelle im Namen des deutschen Volkes internationale Politik machen darf - völlig absurd!
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. ...
    Natürlich ist es absurd, denn es sind die israelischen Hardliner, die glaubhaft drohen, iranische Atomanlagen (nuklear) anzugreifen und nicht anders herum.
  7. #7

    Westerwelle?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ein Außenminister. Das Beste, was die deutschen offenbar zu bieten haben. Duldet Waffenlieferungen(U-Boote) in Krisengebiete, duldet weiter die in Deutschland in Position befindlichen Atomwaffen, anstatt das Teufelszeug an den Absender zurück zuschicken. Aber Grass kritisieren, dem er nun intelektuell nicht das Wasser reichen kann.
  8. #8

    Haben die denn wirklich alle nichts Besseres zu tun ?

    Ich verstehe das Gejohle um die besorgten Zeilen eines alten Herren und Dichters nicht.

    Dichter haben noch nie Kriege geführt und erst recht keine gewonnen.

    Die ganzen Friedensaktivisten und Täubchen (ausser den Grünen Friedenstäubchen in der Rot-Grünen Koalition) haben noch nie Kriege geführt oder führen lassen und erst recht keine gewonnen.

    Die entscheidenden Faktoren sind der Macht- und Durchführungswille atomar bewaffneter Staaten an erster Stelle, sowie nicht atomar bewaffneter Staaten im Orient mit starken Armeen, noch nicht einmal atomare Habenichtse in Europa wie Deutschland haben hier wirklich etwas zu bestellen, diese staatlichen Willensbekundungen werden darüber bestimmen, ob es im Orient Krieg gibt oder nicht.

    Es handelt sich hier um eine "spätrömisch dekadente" Betrachtungsweise bitterer Realitäten, mit denen sich andere Völker vor Ort auseinandersetzen müssen.

    Involviert werden wohl sein:

    Israel, Iran, möglicherweise Saudi Arabien und die Emirate, eventuell kommt noch eine Einmischung palästinensischer Organisationen wie Hamas, Hisbolla, Fatah, etc. in Frage.

    Deutsche Schreihälse werden wohl kaum leiden müssen. Sie reissen aber die Klappe insgesamt am weitesten auf in der Welt. Das ist typisch deutsch und diese Dekadenz von vermutlich kaum Betroffenen ist nur schwer zu ertragen.

    Ein Präventivschlag Israels wird kaum atomar geführt und die Weltmächte werden den Teufel tun, hier einen 3. Weltkrieg mit ABC-Waffen zu riskieren.

    Was soll also das theoretische Geschrei nicht Betroffener ?
  9. #9

    Diskutieren verboten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hat als erstes Mitglied der Bundesregierung in die Debatte über Günter Grass eingegriffen. Es sei absurd, Israel und Iran auf die gleiche moralische Stufe zu stellen. Wolf Biermann nannte das umstrittene Gedicht des Nobelpreisträgers eine "literarische Todsünde".

    Debatte über umstrittenes Gedicht: Westerwelle nennt Israel-Vergleich von Grass absurd - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wie immer: jede Äußerung entgegen die öffentlich propagierte Perspektive unserer israelischen Freunde wird sofort in der Luft zerrissen. Es erstaunt mich immer wieder, wieviel Angst in der Öffentlichkeit und Politik herscht, selbst zarte Anflüge einer anderen Perspektive gegenüber Israel zu diskutieren.

    Fakt ist, dass Israel immer mehr zum Agressor im mittleren Osten wird. Unter Bush Jr hat sich eine starke Verrohung der Diplomatie durchgestzt mit der sich konservative (engstirnige) Politiker rechtfertigen, "Präventivschläge" und "Antiterror" Militärschläge gegen beliebiege Staaten zu führen. Nach intenrnationalem Recht müsste mann das Terrorismus und gezielten Mord nennen. Allerdings können das nur amerikanische oder deren Verbündete machen. Alle anderen Staaten die Präventivschläge ohne Erlaubnis der USA führen sind Terroristen. Da Israel direkt von Washington aus durch die jüdische Lobby unterstützt wird haben diese nichts zu befürchten, wenn sie einen souveränen Staat bombadieren.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Iran Atomwaffen gegen Israel einsetzen würde ist verschwindend gering - dumm ist die Iranische Führung nicht - und kein Staat wird die mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolgende eigene Vernichtung durch einen atomaren Gegenschlag in Kauf nehmen, nur um sich zu Beweisen. Die iranische Führung sind keine Fanatiker: Die geniessen den Luxus und Privilegien, die deren Status mit sich bringt.

    Ich bin kein Fan von Günther Grass, aber ich muss sagen, dass dieser Anstoss zur Diskussion eines leidigen Themas zur richtigen Zeit kommt!


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