Zum Anfang möchte ich sagen das der Staat Israel wie jeder Staat der Erde ein Existenzrecht hat und meinetwegen kann man Israel auch gerne in die NATO aufnehmen um diese Existenzrecht zu schützen. Allerdings glaube ich das für Israel die gleichen Rechte und Pflichten bestehen wie für jeden anderen Staat der Welt.
Was aber die Kritik an G. Grass angeht da geht man viel zu weit. Wegen eines übertrieben Schutzbedürfnis wird ein Mensch angegriffen der ein Teil des Konflikts im Nahen Osten in Gedichtsform beschrieben hat. Wenn er den ganzen Konflikt beschreiben wollte denn hätte er wohl ein mehre tausend Seiten umfassendes Sachbuch schreiben müssen.
Die zwei Hauptkreditpunkte waren der Präventivschlag gegen den Iran. Dies wäre ohne Zustimmung des UN Sicherheitsrates ein Angriffskrieg egal ob der Krieg mit konventionellen oder atomaren Waffen geführt wird. Dieses Angriffsszenario ist eine reale Gefahr und wird seit Monaten diskutiert.
Der zweite Hauptkreditpunkt ist das U Boot Geschäft mit Israel. In einen Punkt irrt sich G. Grass dabei es handelt sich nicht um ein Geschäft das Deutschland ein Grossteil bezahlt. Ich würde die U Boote trotzdem liefern im Wissen das man Waffen eigentlich nicht in Krisengebieten liefern soll. Aber da kann man auch anderer Meinung sein und sollte diese Meinung auch äußern können.
Bemerkenswert ist auch das scheinbar niemand die ersten Zeilen des gedichtes gelesen hat ansonsten könnte man eigentlich nicht zu der Behauptung kommen das Grass Iran und Israel auf eine Stufe stellt. Auch interessant finde ich das die Worte des iranischen Präsidenten jetzt dauernd zitiert werden, eines Präsidenten der kaum noch Macht hat und den seine Tage gezählt sind. Aber viele Kritiker kritisieren ohne informiert zu sein.
Am witzigsten fand ich bisher den Kommentar das selbst drittklassige Politiker zum Nahen Osten inhaltlich fundierte Kommentare abgeben. Das würde ich selbst bei erstklassigen Politikern anzweifeln bei der hohen Zahl an Fehleinschätzungen im letzten Jahrzehnt.



