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Debatte über Solidarpakt: Die Ideologie der Starken

Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822972,00.html
  1. #230

    Zitat von anton_otto Beitrag anzeigen
    Soso, Freiheit unterdrückt und das Gesetz befreit. Solchen Unsinn kann nur jemand als Zitat heranziehen, der noch nie in einem unfreien System gelebt hat. Zur Abwechslung könnte sich Herr Augstein ja mal mit Leuten unterhalten, die in der DDR gelebt haben.

    Gesetze gab's dort genug, aber daß das Gemeinwesen dort wesentlich besser dran war, ist eindeutig falsch. Stattdessen Verfall überall. Die Wirtschaft am Boden, die Infrastruktur ruiniert. Privatinitiative war unerwünscht.
    Augsteins alte Leier, die Steuern seien zu niedrig, ist auch falsch. In diesem Jahr haben die öffentlichen Körperschaft so viel Steuern eingenommen wie noch nie. Trotzdem reicht das Geld nicht, daran würde sich auch bei höheren Steuern nichts ändern.
    Haben Sie eigentlich in der DDR gelebt? Wenn nicht, können Sie sich kein Urteil erlauben. Die Urteile der DDRler selbst sind nämlich differenziert. Nur, die meisten sagen nichts mehr dazu; denn jeder, der auch nur irgend etwas Positives über die DDR verlauten lässt, bezieht sofort kollektive verbale Prügel.
  2. #231

    Das ist gut so

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das Gemeinwesen zerfällt immer schneller. An den Rändern - vor allem in Berlin - fällt es besonders auf: Politiker müssten dort mindestens einmal wöchentlich die U-Bahn-Linien 7 und 8 komplett befahren. Dann könnten Sie der Wirklichkeit ins Antlitz schauen. Die neoliberalen Zerstörer und Ihre Mietmäuler werden sich über den Kampf der habennichtse gegen die Garnichtse kaum freuen können. Die Reichen werden von ihren Milliarden auch nichts mehr haben. Gesiegt hat nicht das christliche Abendland. Und das ist gut so!
  3. #232

    Woher wollen Sie das wissen?

    Zitat von sponlainer Beitrag anzeigen
    Kein in Deutschland lebender Millionär zahlt in Deutschland den Spitzenssteuersatz. KEINER! Es sei denn, er zahlt Steuern aus Überzeugung.

    Wenn er das tun müsste, würde er seinen Steuerberater auf der Stelle feuern.
  4. #233

    Sooo. was ist er denn?

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    .
    Der Mann ist Versicherungsvertreter.
    Geld ansparen macht nur Sinn in Zeiten relativer Geldwertstabilität.
    denn Geld ist an und für sich völlig wertlos. Mit der Geldwertstabilität aber dürfte es fürs Nächste vorbei sein. Weshalb das reine Ansparen von Geld derzeit völlig sinnlos ist, jeden Falls wenn man mittel und langfristige Ziele damit verfolgt. Wer heute Rister und Rürup sein Geld hinterher schmeisst, weil er glaubt fürs Alter sparen zu müssen, der wird Übermorgen nur noch einen Haufen Papier in den Händen halten.
    .
    Ich frage mich warum es noch immer Leute gibt , die Rürup, Riester, Raffelshüschen, auf den Leim gehen.




    Das hat nix mit Merkel zu tun, bisher hat noch ausnahmslos jeder Bundeskanzler die Staatsschulden vergrößert.
    Antwort:

    Bernd Raffelhüschen (* 7. Oktober 1957 in Niebüll) ist Professor für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

    Er studierte ab 1977 Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der FU Berlin und der Universität Aarhus. 1989 promovierte er in Kiel, 1994 erfolgte die Habilitation bei Wolfgang Kitterer. Seit 1995 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Finanzwissenschaft, an der Universität Freiburg.

    Raffelhüschens Forschungsschwerpunkte sind der demographische Wandel sowie die Systeme der Sozialen Sicherung. Er wirbt für eine Ergänzung des umlagefinanzierten Rentensystems durch eine kapitalbasierte Rente.
  5. #234

    Pleiteladen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, ...
    Von den Angestellten der Berliner Behörden kommen jeden Tag 22 (in Worten: zweiundzwanzig) Prozent nicht zur Arbeit, weil sie sich krank gemeldet haben.

    Diese "Arbeitsmoral" ist die Moral einer Pleitefirma. Und ein Arbeitgeber, der einen solchen Schlendrian duldet, ist zurecht pleite. Das gilt auch für den Arbeitgeber Staat.
  6. #235

    Ich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    möchte nicht weniger Staat haben, das ist schon mal klar.
    Es ist die einzige Instanz die die Schwachen einer Gesellschaft stützen kann.
    Diese ganze Privatisierungskloake ist nicht in Ordnung.
    Wenn ich könnte würde ich das alles wieder abschaffen was in den letzten 20 Jahren passiert ist in dieser hinsicht.
  7. #236

    Interessant....

    Zitat von kagu Beitrag anzeigen
    Interessant!!! Ausgangspunkt des Artikels ist die Schacherei um Kreuzberg, also um den öffentlichen Raum, und wenn ich Sie richtig verstanden habe, sind es in der Regel nicht die Reichen, die den in öffentlicher Hand befindlichen Grund und Boden kaufen und ihn damit der Allgemeinheit entziehen.
    ...
    Ich bin immer wieder über die Konstruktion von Argumentationsketten erstaunt. Da gibt es eine Gemeinde/Stadt, die öffentlichen Raum verkaufen möchte. Man gibt aber nicht der öffentlichen Hand die "Schuld", sondern der Käufer ist der Böse, der "Öffentliches" privatisiert. Ich muss schon sagen, hier werden witzige Ansichten vertreten.
  8. #237

    Schmonzes wie immer

    Herr Augsteins Texte laden nur zum Kopfschütteln ein.

    1. Es ist ein völlig normaler Vorgang, wenn Brachfläche, die der Stadt gehört, veräußert und bebaut wird. Was hat Guggenheim in Kreuzberg mit dem "öffentlichen Raum" zu tun?

    2. Die Gentrifizierung ist Folge des grünen Zeitgeistes. Wenn Hauseigentümer dazu angehalten werden, zu dämmen, diese auf die Miete umlegen können, dann führt das zur Gentrifizierung, weil sich normale Menschen diese Mieten nicht mehr leisten können. Und wofür? Um die Bausubstanz nachhaltig zu schädigen.

    3. Dass die Straßen nur schlecht saniert werden hat einen ganz anderen Grund: Der Staat vernachlässigt hier den "öffentlichen Raum", um in den privaten Raum hineinzuregieren: Frauenbeauftrage werden installiert, ein Elterngeld wird verzapft, unterstützt private(!) und linksextremistische "Antifa"-Organisationen usw. usf.
  9. #238

    Mittelalter 2.0

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Auf die Gefahr es etwas verkürzt darzustellen:
    Auch im frühen Mittelalter nahm die Verschuldung der Bevölkerung immer mehr zu, die "guten fürsorglichen Adligen" nahmen sich der Verarmten an. Gaben ihnen das Land, welches ihre Väter noch als freie Bauern bewirtschafteten als "Lehen" zurück. Schleichend entstand die Leibeigenschaft. Alles wurde schön akkurat in Gesetzte gegossen. Schuldverträge für halbe und ganze Ewigkeiten mußten unterschrieben werden. An der Landnahme der Kirche zahlen wir ürbrigens noch heute und ein Ende ist garnicht gewollt.
    Wir 95% sollen jetzt dazu gebracht werden für die nächsten 10-20 Generationen wieder ähnliche, wenn auch raffinierteter, Kontrakte abzuschliesen.
  10. #239

    Das Freudenhaus der Neoliberalen zu Berlin...

    Zitat von hypnos Beitrag anzeigen
    ... Das Gemeinwesen zerfällt immer schneller.
    ... Die neoliberalen Zerstörer und Ihre Mietmäuler werden sich
    ... über den Kampf der Habennichtse gegen die Garnichtse
    ... kaum freuen können.
    ... Die Reichen werden von ihren Milliarden auch nichts mehr haben.
    Das Kanzleramt zu Berlin als Ort, von dem die Vollstreckung
    neoliberaler Wahnideen ausgeht, wird in der Zukunft, in etwa
    40- 100 Jahren, möglicherweise ein Museum werden,
    wo die Ursachen des Niedergangs Deutschlands dem Publikum
    präsentiert werden.

    Die Ideologie der Starken bringt das Volk in Armut. Das Feminat
    wird als Spaßbremse und als verantwortlich für eine
    Wohlstandsvernichtung sondersgleichen in Erinnerung bleiben.








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