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Debatte über Solidarpakt: Die Ideologie der Starken

Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...822972,00.html
  1. #10

    Freiheit, von der Augstein nichts versteht

    Soso, Freiheit unterdrückt und das Gesetz befreit. Solchen Unsinn kann nur jemand als Zitat heranziehen, der noch nie in einem unfreien System gelebt hat. Zur Abwechslung könnte sich Herr Augstein ja mal mit Leuten unterhalten, die in der DDR gelebt haben.

    Gesetze gab's dort genug, aber daß das Gemeinwesen dort wesentlich besser dran war, ist eindeutig falsch. Stattdessen Verfall überall. Die Wirtschaft am Boden, die Infrastruktur ruiniert. Privatinitiative war unerwünscht.
    Augsteins alte Leier, die Steuern seien zu niedrig, ist auch falsch. In diesem Jahr haben die öffentlichen Körperschaft so viel Steuern eingenommen wie noch nie. Trotzdem reicht das Geld nicht, daran würde sich auch bei höheren Steuern nichts ändern.
  2. #11

    Bei ungefähr 50% Staatsanteil

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    Debatte über Solidarpakt: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ist das schon eine schwer nachvollziehbare Behauptung. Aber man könnte ja Lafontaines Spitzensteuer (75% auf Einkommen über 1 Mio€/a) einführen. Das bringt selbst dann, wenn die Reichen nicht ausweichen, nur ca. 7 Milliarden€/a an Steuern - und das ist weniger 1als 1% des aktuellen jährlichen Staats- und Umverteilungsbudgets. Damit lässt sich das ganze Elend wohl kaum bekämpfen. Da bleibt nur eines - enteignet Augstein und rettet mit dessen "Vermögen" die Welt :-)
  3. #12

    [QUOTE=Frans-Daniel;9869017Ich habe noch nie erlebt dass auch nur ein Cent/Pfenning von Unten nach Oben verteilt wurde.[/QUOTE]

    Tatsächlich? Sie haben also nicht mitbekommen, wie sich das Kapital der obersten 10% in den letzten dreizig Jahren enorm gestiegen ist, das Vermögen der nächsten 20% etwas gestiegen ist und 70% der Bevölkerung effektiv Vermögen verloren hat und die untersten 10% sogar verschuldet sind? Das lässt sich ja alles wunderbar mit Sozialleistugnsempfängern erklären. Oder profitieren etwa doch die etwa die Reichen von Lohnbezuschussung durch Hartz IV und Zeitarbeit?
  4. #13

    xxx

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    . Ich habe noch nie erlebt dass auch nur ein Cent/Pfenning von Unten nach Oben verteilt wurde.
    Auf welchem Planeten haben Sie denn die letzten 40 Jahre verbracht?
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    Debatte über Solidarpakt: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es erfolgt keine Umverteilung von unten nach oben...andersherum wird ein Schuh draus. Es sei denn, sie meinen unsere lieben Politiker und deren Anhängsel, die Sparen und Effizienz als böse kapitalistische Auswüchse betrachten und daher immer schön von unten nehmen (siehe Pensionen vs. Rente beispielsweise).
  6. #15

    Richtig..

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    ...auf den Punkt gebracht. Ob Gauck seinen Rousseau gelesen hat, wenn er von "Freiheit" spricht? Ein Ende der beschriebenen Ideologie oder gar ein Umdenken ist jedenfalls noch nicht absehbar. Dazu ist die Katastrophe offensichtlich noch nicht groß genug. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass das Pendel irgendwann auch wieder in die andere Richtung schwingen wird.
    ..und dann möchte ich nicht in der Haut der Reichen stecken.
    Übrigens müsste "Die Ideologie der Starken" richtig "Die Ideologie der Skrupellosen" heissen.
  7. #16

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    [...]müssen eben langsam lernen mit dem Geld auszukommen das sie haben. Das verlangt man von den Privaten Starken genauso. [...]
    In welcher Welt leben sie denn? Soweit ich sehe wurde in der sozialen Hängematte ausreichend Platz für Banker und Spitzenbeamte geschaffen, deren Wert mit dem Vielfachen des Durchschnittsmenschen taxiert wird.

    "To big to fail" sollte man als Slogan mit einem Dinosaurierskelett verbinden.

    Ich bin nicht dafür Mittel in irgendeiner Weise zu vergeuden, denn Schulden schaffen immer Abhängigkeiten und Zinszahlungen sind verbranntes Geld, aber weder Kranke, noch Alte, noch Kinder sind "sozialer Firlefanz". Auch als Anhänger des Sozialdarwinismus kann man irgendwann im Leben hilfsbedürftig werden.
  8. #17

    Sehr guter Artikel!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

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    Herr Augstein sagt das sehr klar und außer ihm tun das gerade mal
    noch die Linke.Und ob Herr Augstein Millionen besitzt ist mir dabei
    wurscht egal.
    Was not tut ist die Kraft das zu ändern. So wie es sich jetzt entwickelt
    steuert alles auf eine Katastrophe zu , denn die soziale Diskrepanz
    wird immer größer.Für Demokratie und leistungsfähige Gesellschaft ist das tödlich!
  9. #18

    Zitat von Frans-Daniel Beitrag anzeigen
    Falsch, andersherum: der Staat hat sich daran gewöhnt immer mehr Geld für sozialen Firlefanz auszugeben und dauernd (mit kleinen Ausnahmen) die Steuern zu erhöhen. Die Kommunen müssen eben langsam lernen mit dem Geld auszukommen das sie haben. Das verlangt man von den Privaten Starken genauso. In den letzen 40 Jahren hat sich dank der sozialdemokratischen .....
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    Vielelicht sollten Sie Ihre Meinung noch mal überdenken. Wenn die Anzahl der Millionäre und Milliardäre in Deutschland stetig steigt.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Privat geht vor Staat: Das ist die angebliche Erfolgsformel, die uns seit Jahren eingetrichtert werden soll. Jetzt sind die öffentlichen Kassen leer, und der Westen zankt sich mit dem Osten ums letzte Geld. Die Reichen schert es nicht - sie können sich einen armen Staat leisten.

    Debatte über Solidarpakt: Die Ideologie der Starken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Erst mal danke an den Autor für die im Ansatz richtige Analyse,wobei alles noch weit aus komplexer ist.Mit dem Thema könnte man mehrere Spiegel voll machen.

    Nutzen wird die Erkenntnis all dieser Tatsachen wohl wenig, denn die pluralistische 2/3 Gesellschaft funktioniert bislang bestens.

    Die Lobhudelei selbst äusserst suspekter Politiker die mit ganz großem Tam Tam,glorifizierender Laudatio, und dicker Apanage plus Spesen aus Amt und Würden chauffiert werden spricht Bände ohne Ende.(Wulff,meine ich).
    Diese Konstruktion unserer unmoralischen Gesellschaft hat viele Jahre gebraucht um zu dem zu reifen was es ist.Eine Kapitaldiktatur mit ungerechtfertigtem demokratischen Anstrich.
    Das wird von den Blutsaugenden Profiteuren verteidigt bis zum letzten Grashalm.
    Man endlich merkt der bescheuerte sogenannte Mittelstand das er längstkeiner mehr ist?
    Mekels polemische Grütze "Wir sind die Mitte"---"Die Mitte sind wir" sind nichts anderes als Propaganda im Auftrag der Neofeudalisten und Strippenzieher..


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