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Debatte über Integration: Die neuen Deutschen

Jens BoldtSie haben es in Deutschland geschafft und suchen trotzdem noch nach einer Heimat: Mit "Wir neuen Deutschen" haben die drei Journalistinnen Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topçu ein Porträt ihrer Generation geschrieben - und zugleich eine schonungslose Analyse der deutschen Gesellschaft.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...851311,00.html
  1. #1

    Der hiesige Schulleiter

    setzt "deutsche" Kinder öffentlich in Anführungszeichen und die Kanzlerin nutzt niemals dieses Wort.
    Deutsche gibt es nicht, auch keine neuen Deutschen.
    Im alten grünen Reisepaß gab es sie noch,aus und vorbei.
    Deutschland, ein Rahmen für irgendwas und Integration ist nur ein Wort.
  2. #2

    Wann ist man deutscher als andere

    Ob David Mc Allister auch ständig gefragt wird "woher er komme?" und warum spricht niemand über Phillip Roesler als Deutschen mit Migrationshintergrund?Ich glaube solange man als Deutscher in der 4.Generation in D lebt aber Ahmet oder Ayse heisst ist man immer noch Auslaender??
  3. #3

    gut, dass sie hier sind.

    echt gut.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie haben es in Deutschland geschafft und suchen trotzdem noch nach einer Heimat: Mit "Wir neuen Deutschen" haben die drei Journalistinnen Alice Bota, Khuê Pham und Özlem Topçu ein Porträt ihrer Generation geschrieben - und zugleich eine schonungslose Analyse der deutschen Gesellschaft.

    "Wir neuen Deutschen": Journalistinnen schreiben Buch zu Integration - SPIEGEL ONLINE
    wie wird die Zukunft aussehen? gute Frage...die Geschichte hat gezeigt das extreme Wirtschaftskrisen zur Extremisierung der politischen Landschaft geführt hat. Daher ist es nicht unwahrscheinlich -vor dem Hintergrund einer drohenden Weltwirtschaftskrise- das es zu Deportationen von Migranten in Deutschland kommen könnte
  5. #5

    wer bin ich?

    Ganz ehrlich, auch nicht jeder Deutsche hat diese Tradition zu einem Ort oder einer Landschaft zu gehören. Die Älteren fühlen sich in der neuen Zeit nicht mehr zu Hause. Und
    Familien tragen auch nicht mehr. Es ist eine Zeit, in der sich Grenzen öffnen und Grenzen verschwimmen und Unbegrenztheit dazu führt, in sich die Position zu bestimmen, wenn man kann. Es hat kaum mehr mit Hautfarbe oder Sprache zu tun. Im Schwarzwald spricht man alemannisch, auch nicht für jedermann verständlich, wer aus dem übernächsten Ort kommt ist der "Neigschmeckte"... Menschen haben sich schon immer voneinander abgegrenzt. Heutzutage bricht da etwas innerhalb weniger Generationen auf - Globalisierung eben. Das subjektive Gefühl sucht nach Grenzen, der objektive Verstand hat sie längst überwunden.
  6. #6

    Es liegt trotzdem am Einzelnen

    Cem Özdemir habe ich noch nie als Türken, Deutschen mit türkischem Mirgrationshintergrund oder Muslim angesehen, sondern immer als Grünen bzw. grünen Deutschen. Warum? Weil er dies lebt. Es liegt imho viel an den Leuten selbst, am Einzelnen, wie er sein "Deutsein" trotz Migrationshintergrund lebt oder eben auch nicht lebt. Also nicht jammern, sondern leben!
  7. #7

    Grossen Dank an die Autorinnen für dieses Buch und für diesen Artikel... diese Generation von Deutschen muss die Antwort auf die Frage nach den sogenannten Wurzeln konsequent verweigern und sich das Recht vorbehalten, diese persönliche Information preiszugeben, wem und wann sie es möchte.
  8. #8

    Ich weiß nicht warum

    in Deutschland immer alles analysiert werden muss. Ein Onkel von mir ist Anfang der 1950er Jahre nach Amerika ausgewandert. Hat bei der Überfahrt mit dem Schiff seine Frau kennen gelernt und sind in den USA, wie man heute sagt, durchgestartet. Beruflich erfolgreich, immer drauf bedacht, nicht als Deutscher aufzufallen, wegen einer stark jüdischen Umgebung. Es wurde nur noch englisch gesprochen, auch zu Hause und mit den Kindern. Bis ins Erwachsene Alter hinein, haben die Kinder alles deutsche abgelehnt und haben Nervenzusammenbrüche gehabt, als sie erfahren haben, dass die Cousinen in Deutschland bessere Schulabschlüsse gemacht und sogar studiert haben. Nur mein Onkel wäre wohl gerne wieder nach Deutschland zurück gegangen, weil das, wie er sagte: "Nicht mehr mein Amerika ist". Es ist die Auswanderergeneration, die das ihren Kindern zumutet. In Amerika hat niemand analysiert, wie sich die 2. Generation dort fühlt. Man muss ggfs. mit Kritik leben bzw. hat damit umzugehen.
    Die Eltern der meisten bei uns jetzt lebenden Menschen mit s.g. Migrationshintergrund sind ursprünglich nicht als Einwanderer gekommen, sondern als "Gastarbeiter" und niemand hat jemals daran gedacht, dass daraus Einwanderer werden. Wobei ich nicht unerwähnt lassen will, dass damit auch Schindluder von einem Teil der deutschen Politiker getrieben wurde. Das sehe ich sehr wohl.
    Nach dem Krieg hatten Flüchtlinge das gleiche Problem. Und wir, d.h. die Flüchtlinge, mussten es auch selbst lösen - ohne Analytiker.
  9. #9

    Vielleicht sollten nicht nur Migrantinnen in D gefragt

    werden...auch diese 3 Autorinnen sollten sich mal mit Auswanderen unterhalten die in anderer Länder,nicht Deutschland ausgezogen sind.Ich bezweifle dass die Erfahrungen die sie gemacht haben viel anders sind oder Glauben die Damen etwa dass man ueberall in der Welt
    besser aufgenommen wird als in Deutschland.Sie sollten
    mal über den eignen Tellerrand schauen.


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