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Debatte über Fußballfan-Gewalt: Mit Sicherheit am Ziel vorbei
DPAStadionverbote, Nacktscanner, Haftstrafen: Polizei und Fußballverbände verlangen härtere Maßnahmen gegen Fangewalt - ist das sinnvoll oder Stimmungsmache? Einige kritische Beobachtungen am Rande des Revierderbys Schalke gegen Dortmund.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-862980.html
- #1 25.10.2012 14:42 von
Bravo!
Was Sie zum Verhalten der Polizei und der "Ordner" (was sind das denn für Leute?) schreiben, deckt sich mit meinen Erfahrungen - nicht nur in dortmund.
- #2 25.10.2012 14:43 von
In dieser...
...ganzem aufgeheizten Debatte, bin ich froh, dass allmählich auch die Medien abseits der Fankurven merken, dass bei dieser Diskusion einiges falsch läuft. Ich freue mich zu lesen, dass auch endlich einmal das Sicherheitskonzept der Polizei bzw. der Ordner hinterfragt und auch angeprangert wird. Dies hat nämlich auch sehr viel zur aufgeheizten Stimmung beigetragen. Aber die Polizei ist ja unfehlbar (Achtung, Ironie).
Wie sagte schon Helmut Spahn, die meisten Leute die an diesem Konzept "Sicheres Stadionerlebnis" mitgearbeitet haben, haben null-komma-null Ahnung von der Materie. Aber jemand, der so etwas sagt, wird ja bekanntlich in die Wüste geschickt.
Es war noch nie so sicher in einem deutschen Stadion wie heute.
Gott sei Dank macht der Boulevard die Stimmung in Deutschland und alles ist eine noch nie da gewese Form von was weiß ich. - #3 25.10.2012 14:44 von
Mein Profil
Sozialarbeiter-Romantik.
Ohne Polizei gäb's beim Fussball Tote.
Ultras und Hooligans haben viel zuviel Freiheiten und ihr Verhalten wird zuviel statt zuwenig toleriert, wie es uns der Artikel einreden will.
Man stelle sich mal eine Horde deutscher Hooligans in den USA am Rande eines Football-Matches vor.
Die wären schon Knast, bevor sie überhaupt die erste Bierflasche leer hätten.
Warum muss die Gesellschaft diese Art von "Fankultur" hier zulassen?
Schon das Gesaufe und Gegröhle in der Innenstadt ist eine Belästigung, die Angst und Schrecken verbreitet; außerhalb des Fussball-Kontextes würde dies kaum geduldet werden. - #4 25.10.2012 14:46 von
Denkfehler.
Der Autor begeht den Fehler, zu denken, dass es den Initiatoren des Prozesses, in dem das Sicherheitspapier nur ein Mosaikstein ist, darum geht, in den Stadien einen früher gehabten, besseren Zustand wieder herzustellen, indem man die Fans diszipliniert.
M.E. geht es aber ganz im Gegenteil darum, die (Ultra-)Fans aus dem Erlebnisraum "Fußballstadion" herauszubekommen. Dazu muss man ihnen die Umstände des Stadionbesuchs so unerträglich wie möglich machen: keine Stehplatze, nur noch teure Sitzplätze, keine Supoortaktivitäten (Pyro, Doppelhalter, Megafone, Fahnen, Zaunbanner etc.), Ganzkörperkontrollen, willkürliche Stadionverbote und Einträge in die Gewalttäterdatei, etc. pp.
Wenn die "angsteinflößenden" Ultras erst mal weg sind, kann man das Fußballspiel endlich als ein dem Theater-, Kino- und Konzertbesuch ebenbürtiges Unterhaltungsevent und Familienerlebnis vermarkten.
Der ursprüngliche Charakter des Fußballspiels geht dabei allerdings mehr und mehr verloren, wie er auch von der anderen Seite durch das Profi(/Söldner-)spielertum und aberwitzige Millionentransfers und -gehälter zerstört wird. Schade drum. Man sollte den Ultras dankbar sein, dass sie sich (als letzte, noch) dagegen wehren... - #5 25.10.2012 14:47 von
Optional
Dresden wurde damals für weit weniger vom Pokalwettbewerb ausgeschlossen, Düsseldorf und Karlsruhe durften diese Saison schon Geiserspiele austragen, die einen wegen feiernden fröhlichen Fans, die anderen wegen frustrierten enttäuschten.
Dortmund und Schalke sowie viele andere große Clubs kommen meist mit einem erhobenen Zeigefinger und einer Geldstrafe davon. Wann wird hier mal beschlossen, dass der BVB oder auch Schalke vor leeren Rängen spielen? Ist wohl ne Geldsache, man möchte bestimmt nicht die Top Sponsoren vergraulen, die sich ihr Sponsoring so einiges kosten lassen. - #6 25.10.2012 14:55 von
Danke
Vielen Dank für diesen Beitrag.
Es gibt keine Zahlen, diie belegen, dass die Zahl der Verletzten beim Fußball gestiegen ist. es gibt im Schnitt ca 1,5 Verletzzte pro Spiel der 1. und 2.Liga. Das ist alles andere als viel.
Und die Polizei weiß ganz offensichtlich selbst, dass nur ein winziger Teil der Fußballfans gewaltbereit ist.1200 Beamte waren beim Derby in Dortmund. Das klingt erstmal viel, aber wenn man die 80000 Zuschauer und die Tatsache, dass dort vier mal so viele Beamte waren, wie bei Spielen mit weniger Konfliktpotenzial muss man sich die Zahlen doch noch mal auf der Zunge zergehen lassen:
Bei einem normalen BuLi-Spiel sind also in Dortmund 300 Beamte im Einsatz und diese Menge reichtt aus um die öffentliche Sicherheit bei einer Veranstaltung mit 80000 Teilnehmern zu gewährleisten.
Man nenne mir eine Massenveranstaltung, wo sonst noch so wenige Polizisten auf einen Besucher kommen. Vielleicht sind sogar beim Kirchentag mehr Polizisten im Einsatz... - #7 25.10.2012 14:59 von
Einer der wenigen Berichte die sich sachlich mit der „Gewaltproblematik“ bei Fußballspielen auseinandersetzt.
Ich bin selbst leidenschaftlicher „Fan“ eines „Problem“ Vereins. Ich gehöre selbst keiner Gruppe (Ultras etc.) an und verurteile Gewalt in jeglicher Form.
Der Autor dieses Artikels beschreibt vieles richtig. Ich kann aus meinen subjektiven Beobachtungen berichten, dass die Polizei häufig als Brandbeschleuniger fungiert. –
- Unkontrollierter Einsatz von Pfefferspray
- Unkontrollierter Einsatz von Reiterstaffeln
- Völlig überforderte Beamte und Ordner
- Einkesselung (Nötigung) unbeteiligter Personen
Ich möchte keinesfalls Gewalttäter zu Opfer stilisieren aber oftmals trägt die Polizei eine erhebliche Mitschuld. - #8 25.10.2012 15:00 von
Kompliment an den SPIEGEL, endlich machen sich die Medien mal die Mühe zu recherchieren. Leider wird das wohl die Ausnahme bleiben.
Ich warte schon bis die ganzen Dampfplauderer hier wieder mit ihren Parolen kommen.
Das was in diesem Artikel beschrieben wird ist ALLTAG in deutschen Stadien, hier kann jeder erkennen wie weit die "Berichterstattung" der letzten Monate an der Realität vorbeigeht.
Lächerlich! - #9 25.10.2012 15:09 von
die dortmunder polizei scheint ihre ganz eigenen denkansätze bei spielen zu verfolgen, die sich nur wenigen erschließen. die schilderungen kommen mir vom pokalspiel vergangene saison ziemlich bekannt vor.
dynamische grüße....
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