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Debatte über Eurobonds: Jetzt hilft nur noch die Brutalo-Therapie!

Sie gelten vielen Deutschen als Teufelszeug. Doch gemeinsame europäische Staatsanleihen sind das brutalste und damit erfolgversprechendste Mittel im Kampf gegen die Dauer-Krise. Kurzfristig*zahlt die Bundesrepublik zwar drauf - langfristig*könnten Eurobonds aber die günstigere Alternative sein.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...780221,00.html
  1. #330

    Zukunft ausverkauft

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Was machen sie mit den Versicherungen und Pensionskassen.
    Die halten viel mehr eigenes Geld als die Banken IMHO.
    Keine privaten Pensionen und Renten mehr ?

    Hier merkt keiner mehr was. 300 lamentierende Beiträge, aber das wars auch. Es gab eine E-Petition, aber sage und schreibe 13000 Personen haben gezeichnet. Man brauchte noch nicht mal seinen Arsch heben.
    Aber mehr hatten nicht den Durchblick.

    EUER GELD IST WEG, sei es Rente oder Versicherung oder Sparguthaben. Das hat sich schon letztes Jahr abgezeichnet, aber der dumme Michel glaubt immer bis zum Schluß.
    Was solls auch, 2013 gibts den Reset und nach kuezem Tohuwabohu gehts dann wieder munter weiter, allerdings mit den gebürgten Schulden als Startpaket.
    Wer hat schon mal Monopoly ohne Startguthaben gespielt... echt doof!
  2. #331

    400 Mrd OK !

    Zitat von jan.dark Beitrag anzeigen
    Das ist kein Deal. Das Statistische Bundesamt sagt:
    "In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2010 Waren im Wert von 570,6 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 503,8 Milliarden Euro von dort bezogen."
    http://www.destatis.de/jetspeed/port...__052__51.psml
    Wenn die EU 570 Mrd abnahm, dann wäre Euroland mit
    400 Mrd eine gute Schätzung gewesen.
  3. #332

    x

    Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
    Es gibt duraus Ansätze, Euro-Bonds ohne Transferunion zu gestalten.
    Mir ist nicht klar, warum man nur in den Extremen 0% oder 100% denken muss.

    Eine Aufteilung in eine erste Tranche der Staatsverschuldung Blue-Bonds bis zur Mastricht Schuldengrenze von 60% des BIP und eine zweite Tranche Red-Bonds, über alles was darüber hinaus geht. Europäische Blue-Bonds, auch eine echte Alternative zu US-Treasuries, könnten mit entsprechend niedriegen Zinsen heraus gegeben werden und die Red-Bonds würden für jeden Staat deutlich teuerer.

    Alle europäischen Länder würden von niedriegen Zinsen der Blue-Bonds profitieren und es würde durch die Red-Bonds der der Bestrafungscharakter hoher Zinsen ein Stück weit erhalten bleiben
    damit kriegen alle problemstaaten ja eh keine bluebonds und gehen konkurs... was dann?
  4. #333

    Finanzmarkt, nicht Handel

    Zitat von mauskeu Beitrag anzeigen
    Wenn die EU 570 Mrd abnahm, dann wäre Euroland mit
    400 Mrd eine gute Schätzung gewesen.
    ja, wenn man den Import schlabbert. Im Saldo aber ist man dann bei unter 60 Mrd €. Die 35 Mrd dagegen sehen da anders aus als gegen 400. Aber wir könne willkürlich zahlen da hinschreiben, welche wir wollen. Die haben mit Eurobaonds nichts zu tun. Den Handel im Gebiet des Euro-Landes gibt es seit 2000 Jahren und länger.

    Es geht hier nur um Operationen im Finanzmarkt. Wall Street möchte mehr Geld für deutsche Staatsanleihen, um die Renten in USA damit zu finanzieren, oder Soros für sein Privatvermögen. Griechenland ist nur ein Vorwand für die Zinserhöhung ohne Gegenleistung. Die haben Angst, dass in LA und San Franzisko die Lehrer so randalieren wie der Mob in London. Dafür brauchen die Knete für Calpers. Mit Griechenland haben die nichts am Hut. Auch der deutsche Mittelständler freut sich, wenn er dem Mob ein paar Groschen mehr für Zinsen aus der Mehrwertsteuer aus der Tasche zieht. Bis die Hütten brennen. Neoliberalismus wie in Tottenham. Pressen bis es knirscht.
  5. #334

    Zwanghafter Europafreund Böll?

    Oder schlimmeres?

    Nein, es geht gerade um das Überleben der Euro-Zone - und damit auch um unseren Wohlstand. Bräche die geldpolitische Gemeinschaft auseinander, würden große Teile des internationalen Finanzsektors implodieren. Deutschland könnte sich zwar mit dem Hartgeld-Titel "Schweiz in Groß" schmücken. Die D-Mark würde aber massiv aufwerten, die hiesige Exportwirtschaft in arge Schwierigkeiten bringen und schlimmstenfalls Millionen Arbeitsplätze ruinieren. Vom politischen Bedeutungsverlust Europas ganz zu schweigen. Diese kaum zu beziffernden Alternativkosten muss bedenken, wer gegen die hohen Kosten von Eurobonds wettert.
    Es ist ja bekannt, dass die Schweiz in den letzten Jahren unter massiven Wohlstandsverlusten leiden musste, weil sie nicht den EURO hat.

    Staaten wie Deutschland, die Niederlande und Finnland, die anderen Ländern einen Teil ihrer Solidität leihen, müssen als Gegenleistung für die Eurobonds verlangen, dass in allen 17 Staaten der Euro-Zone entsprechend gewirtschaftet wird.
    Lustige idee. Das Verlangen wird dann ggf. wahrscheinlich mit einer gesamteuropäischen Finanzpolizei (unter deutscher Leitung, versteht sich) durchgesetzt, oder? Das stell' ich mir höchst interessant vor, wenn da deutsche Beamte vielleicht in Frankreich mal die Buchführung prüfen. Hat der Franzose sicher sehr gern.

    Wie kann man so einen rührend naiven Artikel schreiben? Oder hat der Autor vielleich auch andere Auftraggeber als SPON?
  6. #335

    Wie wäre es denn mit Stalingrad?

    Zitat von Humboldt Beitrag anzeigen
    Ihr Vergleich geht gar nicht. Er ist von hinten bis vorne misslungen. Lasst doch endlich mal die Vergleiche mit dem Nationalsozialismus. ES GEHT IMMER SCHIEF!
    Und fällt auf den Verfasser zurück!
    Sehr richtig aber lässt Sie die sture,sinnlose Verteidigung des längst kaputten EURO bis zur letzten Patrone (letzten Cent)des deutschen Volkes durch unsere politische Klasse nicht auch an das verbohrte, verbrecherische Verteidigen von Stalingrad denken? Und das nur um die Politik und ihre Bonzen etwas länger eine Politik der verbrannten Erde praktizieren zu lassen. Ich setze immer noch auf den Mut, und das Verantwortungsgefühl des Bundesverfassungsgerichts, einer der größten Errungenschaften unsere Staates,das unbeeindruckt von dem verlogenen "Alternativlos" Totschlagsargument der Politik, als einzige Instanz noch dem mißachteten Recht den nötigen Nachdruck verleihen kann.
  7. #336

    Papier ist geduldig...

    Zitat von urvogel Beitrag anzeigen
    ...Natürlich dafür wird es Regeln geben, die das verhindern.
    Es wird Regeln geben, und keiner wird sie einhalten. Genauso wie mit den Regeln des Maastrichter Stabilitiätspakts.
  8. #337

    Nicht ganz

    Zitat von sacco Beitrag anzeigen
    damit kriegen alle problemstaaten ja eh keine bluebonds und gehen konkurs... was dann?
    Es würden alle Staaten Blue-Bonds bekommen, aber gedeckelt. Bis 60% des BIP gibt es Blue-Bonds(und nur für die würde die gemeinsame Haftung übernommen) und für alles, was über die 60% hinaus geht, müsste jedes Land Red-Bonds emitieren. Diese hätten dann höhere Zinsen und andere Haftungsbedingungen.

    http://library.fes.de/pdf-files/id/ipa/08209.pdf
  9. #338

    Eine Alternative

    Zitat von Psycho Dad Beitrag anzeigen
    Diese Trennung hätte (natürlich "alternativlos")
    Nein, es ist eine Alternative zu
    - Rettungsschirmen
    - Bürgschaften
    - EZB Aufkäufen
    - Einführung der DM
    - etc.
    keine 6 Monate Bestand.
    Warum?
  10. #339

    Ganz einfach

    Zitat von Agent K Beitrag anzeigen
    Nein, es ist eine Alternative zu
    - Rettungsschirmen
    - Bürgschaften
    - EZB Aufkäufen
    - Einführung der DM
    - etc.

    Warum?
    Weil die Grenze für Red Bonds ständig nach oben angepasst würde. Und irgendwann komplett ignoriert.
    Wo waren Sie die letzten 10 Jahre??? Im Regeln "flexibilisieren" ist die EU Weltmeister....warum sollte sich das ändern?
    Gibt doch nix schöneres als Schulden zu machen, die ein anderer bezahlt.


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