Forum: Blogs
Debatte über Eurobonds: CDU-Politiker widersprechen der Kanzlerin
Angela Merkel will die Debatte über gemeinsame Euro-Anleihen beenden, aber es gelingt ihr nicht: Nach SPIEGEL-Informationen wächst auch in der Union die Zustimmung zu den Eurobonds. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hält sie für unausweichlich - und kritisiert die Bundesregierung vehement.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...735408,00.html
- #110 19.12.2010 15:40 von
Wenn Blinde ueber Farben reden.....
handelt es sich, wie der Artikel zeigt, nicht nur um GRUENE und SPD, sondern leider auch um solche Schlaumeier wie Peter Mueller von der CDU, die offensichtlich nicht in der Lage sind das Gras von der Kuh zu unterscheiden.
Die Iren werden allein schon mit den hiessigen Butterpreisen ausreichend subventioniert, was sollen wir denen, die nicht wirtschaften koennen, noch Bonds-Anleihen abkaufen, die eh´in kurzer Zeit nichts mehr wert sind. Die Griechen sollten froh und dankbar sein, dass wir ihre gespritzten Zitronen fuer teueres Geld abkaufen, denn die wuerden wie von wo anders billiger und gesuender bekommen.
Man kann Stefan Homburg nur unterstuetzen : Lieber ein Ende mit Schrecken (schnellstens zurueck zur DM), als ein Schrecken ohne Ende (die EURO - Zitzen des deutschen Michel werden ausgesaugt, bis die Muetze weg ist und dann stehen wir da, wie nach dem 2. Weltkrieg). - #111 19.12.2010 16:57 von
nordeuro
das geld regiert die welt. in den nächsten jahren sind in den piigs staaten bis zu 1 billion euro anleihenrückzahlung fällig wo es allerhöchstens ein paar private käufer gibt, die das risiko verkennen. wer soll kaufen, wenn keiner kauft? der deutsche anteil ist bei einem fünftel. macht 200 milliarden euro für deutschland. das sprengt den euro und jede regierung, die das zuläßt wird abgewählt. bild und die nrw wahl verkörpern volkes wille. lieber einen nord euro als dauerhaft hunderte von milliarden in den süden schieben.
wenn herr schäuble (ich schätze ihn sehr) so eurofreundlich ist, kann er nur dankbar sein, sich nicht vor dem volk verantworten zu müssen.
der nordeuro wird kommen. es gibt dinge, da kann die politik sich nicht dauerhaft gegen ökonomische realitäten stellen. - #112 20.12.2010 05:02 von Silverhair
.Import /Export T1 die N-te
Ihre Vorstellung sind leider ein wenig zu sehr von Unkenntnis geprägt!
Stellen sie sich einmal folgende Einfache Aufgabe - wir nehmen an es gibt nur Deutschland mit der DM und Gr mit dem Drachmen!
Jetzt will Deutschland "exportieren" .. schafft also seine BMW nach Gr, und hält die Hand auf .. und bekommt natürlich "Drachmen"!
Klar, dann geht das Management von BWM hin, und bezahlt seine Arbeiter mit Drachmen .. das ist ja das "was sie eingenommen haben" - nett oder?
Eigentlich wollten sie doch in DM bezahlt werden - sie sind ja so stolz auf ihre DM - und dann akzeptieren sie Drachmen?
Jetzt haben sie ein Problem .. entweder sie stapeln die Drachmen als Devisen .. und kaufen dann Oliven in Gr.. und bezahlen in den Drachmen die sie bekommen haben!
Das ist absolut Okay - freut sich jeder das sie dann für 100.000 DM eben 1.Mio Tonnen Oliven haben .. dann sind sie die Drachmen los, aber wollten sie wirklich soviele Drachmen?
He - die sollen in DM bezahlen .. klar - also verkaufen die zuerst einmal ihre Oliven - gut 1 Mio damit sie genau 100.000 DM dafür einnehmen dann können sie den 1 Wagen auch für 100.000 DM auch "importieren" - aber das Ergebnis bleibt das gleiche!
Ach, wir machen das wie Merkel + Ackermann - wir geben denen DM als "Anleihen" - Sagt die Grd. Regierung - ist nicht - unsere Währung heißt Drachmen - wir bezahlen unsere Arbeiter in Drachmen .. wechseln sie ihre DM erstmal in Drachmen - suchen sie sich einen "Verkäufer" von Drachmen dem sie ihre DM anbieten können!
=> Import Export T2 die Nte - #113 20.12.2010 09:08 von
Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
Wenn Ihnen nix besseres einfällt, als die Welt in Diener und Herrscher einzuteilen, ist ihnen tatsächlich nicht zu helfen. Dienen Sie, demütig, da richten Sie am wenigsten Schaden an.
Wer sagt, dass ich das muss, bzw. will?
Tut mir leid, da ich Kirchen nur von außen sehe, ist meine Realitätserfahrung eine andere. Vernünftige Menschen können sich ganz prima über Sachthemen abstimmen und frei (Brecht: "Einsicht in die Notwendigkeit") koordiniert handeln.
Natürlich haben Religionen mit sowas ein Problem, schließlich leben sie davon, ihre Opfer zu entmündigen und gefügig zu machen und hierarchiebasierte Authorität ist das einfachste Mittel dazu. Insofern kann ich Ihren Standpunkt verstehen. Vermutlich müssen Sie auch mit der Hölle erpreßt und dem Himmel gekauft werden, um halbwegs sozial zu handeln. - #114 20.12.2010 09:57 von
diktatorische Bevormundung durch einen Anonymus
Das wird sie aber schon seit ca. 150 Jahren. Auch ansteigend, zumindest da, wo's zwischendrin keinen Sozialismus gab.
Sorry, momentan gewinnt die Vorhersage über den Wunsch. Was Du siehst ist Karl Marx' Vergesellschaftung des Kapitals in der Spätphase des Kapitalismus. (Keine Ahnung, wie spät, ok?) Kleine Arbeitnehmer zahlen in Rentenkassen und -fonds, die wiederum Rendite fordern, worauf kleine Arbeitnehmer entlassen werden.
Das mit der Neuauflage ist ja schön und gut, aber ich seh da keine realistische Möglichkeit. Ich bin schon froh, dass die Chinesen nicht mehr nur unsere Produkte kopieren, sondern mittlerweile auch die Idee mit den Gewerkschaften und Tarifverträgen. - #115 20.12.2010 10:00 von dieterschg
Zweiseitig sehen
Ich gehe davon aus, dass Sie hier nur die Hinweise auf die Satire vergessen haben, denn als zeitungslesender, und Nachrichten hörender Mensch sieht manches anders aus.
Die Iren haben einen besseren und solideren Haushalt mit einem höheren Prokopfeinkommen als die Deutschen, sie haben nur einen Fehler gemacht, sie haben für ihre maroden Banken ohne jegliche Begrenzung mit Steuermitteln gehaftet.
Griechenland mag uns ja auch Südfrüchte verkaufen, aber die kaufen für Milliarden Wirtschafts- und Rüstungsgüter, und unsere Banken Staatsanleihen von den Griechen, wohlwissend, dass es mit dem Rückzahlen hapern kann.
Also raus aus dem Euro wäre der größte Flopp - #116 20.12.2010 10:14 von
Geldmenge&Inflationierung
Der inflationäre Effekt tritt aber in dem Moment auf, wo Nachfrage entsteht, d.h.: Der Staat USA einen Auftrag vergeben hat, welcher hinter jenen Schuldscheinen steht.
Die liquide US-Geldmenge (Spareinlagen, Girokonten, ...) muss jedoch in etwa mit der Wirtschaftsleistung mit wachsen. Dies ist aber problematisch, wenn Leute zugleich bemüht sind, ihre Bankschulden abzuzahlen, denn dann sinkt in gleicher Größe auch irgendwo die Gegenposition in Form von Bankguthaben (Jeder Forderung steht ja immer eine Verbindlichkeit gleicher Höhe gegenüber)
Was die FED also macht ist ziemlich leicht erklärt: Sie versucht jenen Effekt der Entschuldung (=Deflation) dadurch zu kompensieren, dass sie dazu Anleihen vor ihrer Fälligkeit zu Bankguthaben werden lässt.
Damit steht der Wirtschaft trotz nötiger Entschuldung trotzdem ausreichend Liquidität zur Verfügung.
Also einmal weniger technisch erklärt:
Das Wirtschaftskonzept des "Leben auf Pump" ist mausetot, weil erkannt wurde, wo dabei der Fehler steckt.
Also muss die Wirtschaft jetzt "normal" weiter laufen, d.h. mit dem vorhandenen Geld funktionieren.
Das klappt dann am besten, wenn man laufend "besser als erwartet" in den Medien liest, denn wenn genug Leute das glauben, zieht auch die Wirtschaft an.
Also eine selbst erfüllende Prophezeiung.
In 2008 lief das umgekehrt: Da waren die Talkshows voller "die Wirtschaft wird wie in 1929 kollabieren"-Diskussionen und die Leute bekamen Angst und sparten wie bescheuert.
Auch dadurch ging dann die Wirtschaft in die Knie. - #117 22.12.2010 12:14 von
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


