Wie geht es weiter in Ägypten? Die Demonstranten verlangen einen sofortigen Rücktritt von Diktator Mubarak - aber die internationale Gemeinschaft zaudert. Kanzlerin Merkel versucht die Menschen mit ihren historischen Erfahrungen zu beruhigen. Schließlich war sie selbst mal Revolutionärin.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...743767,00.html
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Apparatschik Mutti ist nun wirklich die Allerletzte, die irgendwelche Tips geben sollte. Auf der einen Seite wird mit diversen üblen Diktatoren gekungelt, der Völkermord in Tschtschenien wird ebenso übergangen, wie die US-Folterorgie, aber plötzlich meinen Mutti und andere Tips zum Aufbau einer Demokratie entäußern zu können.
Peinlicher gehts nimmer!
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
... kann man das nicht in modernes Deutsch bzw. Denglisch übersetzen? PR-, Werbung-, Marketing- oder ähnlich.
Dann hört sich doch alles schon viel harmloser an. Und von der Sozialistin ist doch nicht viel zu spüren, oder?
Auch, wenn sie nicht im Widerstand war, offenbar hat sie aus nächster Nähe alles mitbekommen und kann sicher gute Ratschläge sehr kompetent abgeben. In puncto Glaubwürdigkeit sieht es allerdings dann etwas ungünstiger aus. Aber das werden die Ägypter sicher ohnehin richtig einschätzen, falls dort Merkels Rede aus dem Rauschen überhaupt herauszuhören ist.
Natürlich, es waren ja alle im Widerstand!
Aus den dicken Polstern heraus lässt es sich gut über den Widerstand nachdenken. Machen können das ja die Anderen.
Ich glaube nicht, dass Frau Merkel zu irgendeinem Zeitpunkt der damaligen Entwicklung wusste, wie das ausgeht.
Und sie hat sich aus ihren Elfenbeinturm Wissenschaft ganz sicher keine Gedanken darüber machen müssen, ob nicht morgen die Stasi in ihrem Büro sitzt und Fragen stellt.
Das ist den Montagsdemonstranten passiert!
Wenn die Kinder hatten- dann wurde am Dienstag gefragt, ob die Eltern am Montagabend zu Hause waren...
Da ich zufälligerweise dieselbe Revolution wie Frau Merkel miterlebte (und mitausführte), drei Entgegnungen zu den drei Lektionen:
1. Die Leute, die am 9.10. in Leipzig und am 4.11. in Berlin auf der Straße waren, wollten nicht sogleich die Einheit. Es gab eine offene Sitiuation, die erst Ende November umkippte zum Einheitstaumel. Daran hat Merkels jetzige Partei ("blühende Landschaften") u.a. ja auch ihren Anteil.
2. Das der Demokratische Aufbruch nur 0,9 % bekam, hatte zwei Gründe: Wolfgang Schnur, Spitzenkanditat des DA, war Stasispitzel und flog vor der Wahl mit Karacho auf. Die westdeutschen Parteien haben massiv in den Wahlkampf eingegriffen, und waren sich nicht zu schade, sich mit ehemaligen Blockflöten - Stützen des Regimes - zu verbünden. Der DA hat sich ebenso mit denen zusammengetan. Da wählt man dann gleich das Original.
3. Man tausche den Namen "Mubarak" mit "Honecker" und "Omar Suleiman", den ägyptischen Geheimdienstchef, mit "Mielke" (oder meinetwegen "Markus Wolf", den Ex-Spionagechef) aus. Wie wäre es 1989 in der DDR angekommen, hätten Kohl und Busch sen. uns empfohlen, Honecker bis zu den Neuwahlen im Amt zu lassen und Mielke oder Wolf als seinen Stellvertreter zu akzeptieren, damit der "Übergang in geordneten Rahmen stattfinden kann" ?
Woher wollen Sie dann wissen, was hier im Osten abging?! Mal abgesehen von den Berichten in den Nachrichten der Mainstreammedien.
Ja es war ein Revolution, diese wurde jedoch gekapert und die Massen sind dem erstbesten Märchenerzähler gefolgt der mit tollen DM-Geldscheinen gewinkt hat.
Die Nationale Volksarmee stand hinter der Revolution und dem Volk das einen Wandel wollte, während die Staaten DDR und die Sowjetunion pleite gerüstet waren... was hätte da ein Angriff auf die Demonstranten gebracht?
Herr Kohl versprach stattdessen blühende Landschaften und die D-Mark und hat anschließend die DDR mit der Treuhandgesellschaft geplündert. Gleichzeitig wurden politische Denker, die eine andere Lösung als Kommunismus/Sozialismus und Kapitalismus gesucht haben, verspottet und mundtot gemacht.
Und manchmal frage ich mich heute, ob nicht die DDR die BRD versteckt übernommen hat, anstatt anders rum.
Wenn ich die Zeit vor 89 mit heute vergleiche sehe ich viele Parallelen. Lügen, Rechtbeugung und Korrpution wohin man schaut. Und dann noch die platten dummen Sprechblasen die medienwirksam unters Wahlvieh äh Wahlvolk gebracht werden.
"un die Maua wird noch hunnert Jarre stehn"
vs.
"Scheitert der Euro, scheitert Europa. Deshalb werden wir den Euro verteidigen. Das ist überhaupt keine Frage. Wir müssen den Euro dauerhaft stabil halten." sowie Frau Merkels blindes Vertrauen in Herrn "100.000 DM Vergesser" Schäuble und die Allianz zu unseren Bündnispartnern.
Hauptsache es wird die Sicherheit der "Systemrelevanten" Institutionen vorgespielt. Und solange Massenmedien den Demonstranten den Kopf waschen können und einen neuen Führer präsentieren können, ist der Status Quo auch sicher.
So steht das nicht im Artikel:
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Merkel-Lektion 1: In der Ruhe liegt die revolutionäre Kraft
Ach, die Kanzlerin von heute weiß noch zu gut, wie ungeduldig die Oppositionelle Merkel von damals war: "Wir haben keinen Tag warten wollen, wir wollten die D-Mark sofort, wir wollten mit der Einheit nicht warten", berichtet sie in München. Am 3. Oktober 1990 sei man dann aber doch ganz froh gewesen, dass ein paar Leute die Sache ordentlich durchdacht hätten. Heißt für Ägypten heute: "Wandel muss gestaltet werden."
Merkel-Lektion 2: Erst die Strukturen, dann die Wahlen
Eine geordnete Machtübergabe in Kairo - das ist Merkels zentrale Forderung. Und freie Wahlen? "Die ganz schnelle Wahl als Beginn eines Demokratisierungsprozesses halte ich für falsch", sagt sie. Zuerst einmal brauche es Strukturen.
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Merkel und ihr Chef vom Demokratischen Aufbruch Wolfgang Schnur (IM „Torsten“ bzw. „Dr. Ralf Schirmer“) benötigten na klar erstmal Zeit für Wahlen! Sie mußten doch Helmut Kohl durchs Ossie-Land schicken, um mit dem Scheckheft für seine blühende Landschaften winken zu lassen. Die "Allianz für Deutschland" (u.a. CDU) machte doch Wahlkampf damit. Viele der armen Ossies nahmen das nur allzu gerne an, zu sehen bei der Zusammensetzung der letzten Volkskammer der DDR. Bürgerrechtler bekamen da nicht die meisten Stimmen, mit de Maiziere und der CDU gings sofort Richtung Fusion mit der BRD, man kann das auch als Übernahme bezeichnen.
Ich weiß nur, dass in der eigentlichen Wende-Zeit September-Dezember 1989 das Ziel Einheit und D-Mark für die Ossies nicht das Ziel war. Es ging um politische Freiheit, freie Wahlen, freie Presse, Reisefreiheit und die Macht der SED zu brechen. Das war wohl, naja, der revolutionäre Teil der Wende mit dem unser Bundeshosenanzug soviel zu tun hat wie 1+1=3 ist.
Wie gesagt, erst als die "Allianz für Deutschland" mit Kohl Wahlkampf machte, ging das alles in Richtung Einheit und D-Mark.
.. ist Kohl zu einer Geldstrafe verurteilt worden. In der Urteilsbegründung ist zu lesen, bei der Strafzumessung seien auch seine Verdienste um die Wiedervereinigung (ich erspare mir die Anführungszeichen) zu berücksichtigen gewesen. In einer Strafsache eine politische Begründung: das hatte es in dieser Deutlichkeit vorher noch nicht gegeben. Merkel möchte nun einen Revolutionsbonus (vielleicht zahlt ja Ackermann, die DeuBa hat beim Umrubeln der DDR-Schulden ziemlich gut verdient, Schäuble, Kohl und Konsorten sei Dank)
LOL Und ich hab zwanzig Jahre zuvor die Saturn V Rakete konstruiert! Bärbel Bohley, Stefan Heym, Rainer Eppelmann, dieser Pfarrer und Havemann, das waren die Namen, die ich 1989/90 als kölner Wessi tagtäglich vernahm, wenn es um den Aufruhr in der DDR ging. Das Merkel kam dagegen mir erstmals Monate nach der Wiedervereinigung zu Gesicht, als dieser rheinhessische Dickbalch, den wir uns als Kandesbunzler hielten diese graue Politmaus in irgendeiner FDJ-Disko aufgabelte und es zu seinem "Mädchen" für alles aufbaute. Wer weiß, was der mit ihr alles so getrieben hat. Wenn die Merkel jetzt bezüglich der Aufstände in Ägypten von ihrer Revolution schwafelt, muß sie in München wohl die Sicherheitskonferenz mit ner Karnevalssitzung verwechselt haben. Saison ist ja.
Apropos im Gegensatz zu Merkels "Teilnahme" am Fall der Mauer, hab ich die Saturn V damals wirklich gebaut: Als neunjähriger Stöpsel im Maßstab 1:96 aus einem Modellbaukasten LOL