Zitat von
peter_30201
Aus dem Text: "Wie eine Auswertung der Universität Greifswald von 321 internationalen, repräsentativen Umfragen gezeigt hat, ist eine große Minderheit und in etlichen Fällen sogar die Mehrheit der Auffassung, Alkoholiker seien selbst für ihr Schicksal verantwortlich, ..."
Interessanter Artikel. Dennoch widersprechen sich in meinen Augen die genetischen Faktoren zur Suchtprädisposition und der Verweis auf die eigene Verantwortung nicht notwendigerweise. Das Vorliegen einer Suchtkrankheit ist die Konsequenz des eigenen Konsumverhaltens, und für das trägt man die Verantwortung. Selbstverständlich greifen dann die im Artikel beschriebenen Mechanismen mehr und mehr in die Entscheidung ein bis die Sucht vollständig ausgeprägt ist. Ich denke, viele Menschen verstehen den Begriff Krankheit als Verharmlosung des eigenen Zutuns zur Entstehung einer Sucht und lehnen solche Formulierungen deswegen ab.