Debatte: Soziale Kriege

Vom Unbehagen der bürgerlichen Mittelschicht.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,719944,00.html
  1. #1

    wenn Moral

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Unbehagen der bürgerlichen Mittelschicht.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,719944,00.html
    die einzige Lösung ist haben wir keine Lösung mehr.
  2. #2

    Man merkt...

    ...das der SPON Autor sich in einer Schicht bewegt in der die Solidarität/Moral abhanden gekommen ist...das ist aber nicht unbedingt die Mittelschicht sondern eher die Leute die sich, meist hilfsweise, als Intellektuelle oder Elite bezeichnen, gehaltlich jedoch "nur" der Mittelschicht zuzurechnen sind. Diese Leute, meist sporadische Gutmenschen, haben genau diese sogenannte Moral abgelegt und beklagen diese bei anderen. Der Autor sollte sich einmal genauer nach ehrenamtlichem und freiwilligem (unentgeltlichen) Engagement von Menschen der Mittelschicht erkundigen...er wird schnell ein anderes Bild von der sog. Mittelschicht erhalten....wahrscheinlich aber in seinen Kreisen nicht vorhanden...weil zu spießig.
  3. #3

    soziale kriege

    ...endlich ein vernünftiger Artikel. Das ist es...
  4. #4

    Symptom und nicht die Ursache

    Ist natürlich nicht ganz falsch: für die niedrige Geburtenrate in Europa können die Migranten genauso wenig, wie dafür, dass Akademiker kinderlos bleiben und damit die Gesellschaft verdummt. Fehlende Integration ist da nur ein Symptom und nicht die Ursache – wer will sich schon in eine Gesellschaft integrieren die eh zum Aussterben verurteilt ist? Damit sind die Integrationsprobleme aber auch nicht aus der Welt. Natürlich können wir noch ewig schlaue Diskussionen führen und viele Wahrheiten sagen – es kommt aber darauf an zu handeln und das heißt u.a. Sanktionen bis hin zur Abschiebung für die Minderheit jener Migranten und Migrantenkinder die sich partout nicht anpassen wollen.
  5. #5

    Volltreffer...

    ... Es geht darum, dass unsere politische Klasse, je näher sie der Macht ist, umso stärker die großen Probleme unseres Landes verdrängt. Was sich als "Vernunft" tarnt, ist in Wahrheit Klüngelei, Verzagtheit und Visionslosigkeit...
    Danke, Herr Precht, das haben Sie wunderbar auf den Punkt gebracht.

    Und Sie haben mir einen Grund geliefert auf der Buchmesse vorbeizuschauen :-)
  6. #6

    Kein Wunder

    Wenn ich mich zurückerinnere was ich für moralische Grundsätze und Ideen hatte, als ich von der Uni kam und nun vergleiche wie es um selbige heute bestellt ist, muß ich sagen, ja ich habe viele dieser Grundsätze inzwischen über Bord geworfen. Und ich weiß sogar warum. Ich habe mehrere Jahre versucht diese zu leben, doch bin ich mit dieser Haltung in der Ellenbogengessellschaft, die mich beruflich, privat und auch staatlich umgibt brutalst unter die Räder gekommen, denn ich wurde von allen Seiten ausgenutzt. Beruflich stieg die Arbeitsbelastung ohne zusätzlichen Lohn und Freizeit massiv an, privat half ich fast jedem doch mir keiner, ergo wurde die knappe Freizeit noch knapper. Zuz guter letzt kam dann der Staat und nahm mir durch Steuern und Abgaben noch einen großteil des Einkommens weg. Da wollte ich nicht mehr mitspielen.

    Somit stehe ich mir heute selbst am nächsten und bringe Leistung nur noch gegen angemessene Bezahlung. Im privatbereich helfe ich nur noch engsten Freunden und Familienangehörigen Ehrenämter waren mal. Und was den Staat anbelangt, so nutze ich jedes erdenkliche legale Schlupfloch zum Steuerzahlen aus. Ich denke so geht es vielen.
  7. #7

    es ist leider ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Unbehagen der bürgerlichen Mittelschicht.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,719944,00.html
    ...sehr unwahrscheinlich, daß sich aus einem bestehenden system heraus etwas neues entwickelt.
    so gesehen ist das unbehagen gerechtfertigt, denn unsere derzeitige form der demokratie ist zwar immer noch besser als alle anderen staatsformen die wir kennen, funktioniert aber trotzdem nicht.
  8. #8

    Der Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Unbehagen der bürgerlichen Mittelschicht.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,719944,00.html
    Der Artikel hätte in einem Satz untergebracht werden können. Schafft den Lobbyismus und die Käuflichkeit auf der politischen Ebene ab und regiert endlich und lasst euch liebe gewählte Volksvertreter nicht kaufen.
  9. #9

    bitte noch konkreter

    Die Richtung stimmt. Aber wenn nicht deutlich genug Ross und Reiter genannt werden (durch welche politischen Entscheidungen, die von wem herbeigeführt wurden ...) bleibt die Diskussion abstrakt. Viel zu wenig haben sich Deutschlands Intellektuelle zu diesem gesellschaftlichen Drama geäußert.