Debatte: Die wahre Gefahr

Schädlicher als die Strahlung selbst ist die Angst vor ihr.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,754931,00.html
  1. #380

    Agree!

    Zitat von weisswas Beitrag anzeigen
    Nein, nicht die "Angst essen die Seele auf", sondern offensichtlich verursacht die radioaktive Stahlung bei Onkologen eine eingeschränkte analytische Sicht auf die Gefahren von radioaktiver Strahlung.
    Man mag die Frage nach der Neutralität seiner Aussage stellen, angesichts der Tatsache, dass er derzeit als Berater in Japan tätig ist. Der Auftraggeber und die Höhe seines Honorars wäre sicherlich eine interessante Begleitgröße für das Verständnis seines atomaren Heroismus.

    Man mag auch die Frage nach der Kompetenz stellen, ob ein Onkologe ein derartiges Urteil, im Sinne einer umfassenden Technologie-Folge Abschätzung, überhaupt fällen kann.
    Sicher ist hingegen, dass dieser "gescheite Kopf" so gescheit sein wird, einen möglichst großen Abstand zwischen sich und dem Reaktor zu lassen.

    Und sicher ist auch, dass er für dieses Jahr keinen Urlaub, für sich und für seine Familie, in Tokyo gebucht haben wird.

    Bleibt abschließend eigentlich nur festzuhalten, dass man getrost auf derartig unsinnige, selektive Äußerungen von "Spezialisten" gut verzichten kann für den Diskurs über dieses sehr ernste Thema.
    Vielleicht will er ja der Pharmaindustrie mehr Kundschaft bringen? "Er lehrt in Los Angeles und London und ist beteiligt an der Entwicklung neuer Krebsmedikamente."
  2. #381

    ...

    Zitat von siar Beitrag anzeigen
    Die deutsche Hysterie bei BSE und Vogelgrippe?

    Sie haben schon mitbekommen, dass sich die dummen Deutschen wegen BSE und Vogelgrippe nicht haben kirre machen lassen. Die Regierung sitzt z.B. noch immer auf dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe. Nach Ihrer Theorie hätte die Regierung Nachschub anfordern müssen. Lediglich die WHO und die Pharmaindustrie haben versucht Hystrie zu verbreiten.

    Wenn Menschen über ein so wichtiges Thema wie Strahlenschäden hinwegsehen, finde ich das schon bedenklich.

    http://www.google.de/search?q=kinder...ed=0CBUQ_AUoAQ

    Nein. Die Leute in Deutschland haben sich grundlos kirre machen lassen wg. einer völlig unbegründeten und irrationalen Angst vor einem Impfstoff. Angst, die vA im Internet durch irgendwelche Quacksalber geschürrt wurde, denen man mehr Glauben geschenkt hat als echten Experten.
    Im übrigen sind 70% der aktuellen Grippekranken durch A/H1N1 California (dem "Schweinegrippenvirus") bedingt, und der saisonale Impfstoff enthält heute genau das Antigen, vor dem sich letztes Jahr jeder gefürchtet hat.

    Wenn man keine Ahnung hat, keine blöden Vergleiche ziehen. Vielen Dank.
  3. #382

    Er hat nichts verstanden

    Die Risiken der Atomkraft nur auf die Zahl der Toten umzulegen ist an sich schon eine Vereinfachung sonder Gleichen.
    Selbst wenn wir unterstellen, dass alle Atomkraftbefürworter aus voller Überzeugung behaupten "Atomkraft ist sicher", bedeutet Riskimanagement immer zwei Faktoren zu berücksichtigen - die Eintrittswahrscheinlichkeit und die Auswirkungen bei Risikoeintritt. Auch wenn etwas "absolut sicher" gegen alle anzunehmenden Risiken geschützt ist, gibt es immer ein Restrisiko - und noch so klein - an das man nicht gedacht hat (z.B. ein Tsunami nie gekannter Wellenhöhe). Tritt dann dieses Risiko ein sind die Auswirkungen im Fall der Kernkraft mit keinem anderen Unfall zu vergleichen.

    In Fukushima musste bereits jetzt eine Fläche von der Größe Hamburgs (20km-Radius) geräumt werden. Das mag in Nevada nicht weiter auffallen (vermutlich findet man da sowieso kein inteligentes Leben), in dichter besiedelten Gebieten sind die Auswirkungen alleine dadurch imens. Man nehme einen 20km-Kreis um Brunsbüttel und schon ist die Elbe auf Jahre gesperrt - somit auch der Hamburger Hafen. Selbst wenn es keine Strahlentote gibt wären die wirtschaftlichen Auswirkungen verheerend.

    Auch bedeutet Risikomanagement Vorsorge für den Fall des Risikoeintritts zu treffen. Hier schenen wir seit Tschernobyl nichts dazu gelernt zu haben. In Fukushima erscheinen die Rettungsmaßnahmen genauso hilflos wie damals. Es erscheint eher so als ob die Handelnden aus Selbstüberzeugung von der Sicherheit ihrer Technik nie darüber nachgedacht hatten wie man denn im Katastrophenfall vorgehen könnte.

    Und in diesem Glauben lebt wohl auch Herr Gale.
  4. #383

    Welch ein Schwachsinnsartikel..

    ..ja klar Herr Gale. Zigaretten sind das wahre Übel, klar Staudämme sind gefährlicher als Atomkraftwerke.
    Übrigens Herr Gale, Kupferrohre braucht man überall wo man mit heißem Wasser herumhantiert.

    Was man nicht braucht sind Brennstäbe, Containmentbehälter, Kilotonnen zusätzlichen radioaktiven Mülls etc.
    Das alles braucht man nicht um Energie zu gewinnen (erzeugen ist Quatsch). Man kann das Risiko minimieren.Und wenn das einzige Risiko von erneuerbaren Energien in der Minimalradioaktivität besteht,die bei die Herstellung von Kupferrohren anfällt, dann wäre das immer noch eher in Kauf zu nehmen, als Tonnen von Strahlenmüll, verstrahlte Landschaften, Krebskinder usw.

    Ihr Gewissen scheint keinen besonders hohen Preis zu haben Herr Gale, ob die EE-Lobby ihnen beim nächsten Mal mehr zahlt als die Atomlobby dieses Mal....
  5. #384

    ...

    Zitat von Danny Wilde Beitrag anzeigen
    [...] z.B. "wenn das alles so harmlos ist, wieso nimmt er nicht gleich seine Kinder mit nach Fukushima?" (hä, hä!!!) - aber die hatte er ja bereits in Tschernobyl dabei! Da steht's schwarz auf weiß! Zu blöd!
    Und offenbar sind die nach 25 J. auch immer noch nicht tot, ärgerlicherweise, also kann man die Nummer nicht bringen, ohne sich lächerlich zu machen.
    Sich einmaliger Strahlenbelastung aussetzen bringt nur ein kleines Risiko mit sich. Sich röntgen lassen ist vielleicht strahlenintensiver als ein Besuch dort.
    Aber es geht ja nicht darum, daß man wie ein sensationsgieriger Tourist mit Kamera durch das verseuchte Gebiet zu wandern, sondern daß dieses Gebiet für Jahrzehnte, Jahrhunderte (?) nicht bewohnbar ist.

    Es sei denn man steht auf dreiäugige Nachkommen mit weiteren Mißbildungen.


    Zitat von Danny Wilde Beitrag anzeigen
    Aber man kann es ja anders versuchen, das mit dem Sichlächerlichmachen:
    ... vielleicht, weil er bereits woanders nett wohnt?

    Wieso bauen Sie in einem Windpark nicht gleich ein Haus und wohnen dort für die nächsten 30 Jahre? Oder neben einer Schiefergas-Förderstelle? Oder neben einem Kohlekraftwerk? Neben einer Braunkohle-Tagebaugrube? Kennen Sie das Ruhrgebiet noch von VOR 30 Jahren? Wissen Sie, was eine Staublunge ist? Wissen Sie, dass die tatsächliche Freisetzung radioaktiver Isotope aus der Kohleverfeuerung 1.000 Mal höher ist als der max. zulässige Grenzwert bei Kernkraftwerken? Bei der (Erd-) Gasverfeuerung NOCHMAL höher (einschl. Gasherd zuhause)?
    Ich würde mein Haus nun nicht gleich neben ein Windrad stellen. So ein bißchen Platz wegen des Lärmes wäre ja schon nicht schlecht. Aber so ein Abstand von 2 KM sollte ausreichen. Die heutigen Technik der Filterung bei Kohlekraftwerken soll ja übrigens sehr gut sein.

    Nun ist die Frage:
    a) Wenn eine Windkraftanlage oder ein Kohlekraftwerk in die Luft geht, wie lange braucht man um die Häuser in einem Umkreis von 5-30 km wieder aufzubauen?
    b) Wenn ein Atomkraftwerk durch z.B. Absturz eines Sportflugzeuges in die Luft geht, wieviele Jahrhunderte müssen vergehen, bis man in einem Umkreis von 50km wieder wohnen darf?

    Zitat von Danny Wilde Beitrag anzeigen
    [...]Daher: Solar! Wind!

    Frage: Wann ist der Strombedarf am höchsten? Im Winter. Wann haben wir am längsten bestehende stabile Hochdruck-Inversionswetterlagen (= Hochnebel, Wolkendecke, Windstille)? Im Winter. Woher decken wir dann, ohne AKWs und ohne Kohle resp. Gas, den Strombedarf? Jetzt Sie wieder!! Antwort!!
    Durch Biogasanlagen, Speicherung in Form von Wasserstoff, durch Wasserkraft, durch energiesparendere Geräte, Dämmungen und andere Energiesparmaßnahmen, welche vom Staat gefördert werden.
    Durch energiesparendere Relais in Firmen. Einfach mal Abschalten der strahlend hellend Beleuchtung von leeren Firmengebäuden. Durch energiesparendere Techniken bei der Straßenbeleuchtung. Einfach mal den Fernseher NICHT im Standby laufen lassen. Nicht überall das Licht brennen lassen, weil es so schön bequem ist.
    Unseren Sprit und Ölbedarf senken wir durch 3 Liter Autos, oder solche mit Hybridmotoren, Schwungradmotoren, mal nicht die Klimaanlage dauernd auf Perma-Befeuerung.
    Durch höhere Besteuerung auf spritfressende Autos, dessen Geld man in Entwicklung neuer Technologien invenstieren kann.
    Durch ... ach wissen Sie was? Durchsuchen Sie einfach mal das Internet, was es alles noch für Möglichkeiten gibt. Sie finden da etliches ;)
  6. #385

    Hallo!

    Ach wie ist das schön! Endlich mal wieder ein Artikel, der verzweifelt versucht den Deutschen die Angst vor der Kernenergie zu nehmen...
    ...und endlich wieder ein gefundenes Fressen für die Kernenergiegegner hier im Forum, die selbstverständlich kein gutes Haar an dem Artikel von Robert Peter Gale lassen - es wird nicht konstruktive Kritik geübt, sondern beschimpft!
    Natürlich darf es zu Zeiten des Guttenberg-Skandals auch nicht an Forderungen nach Quellen fehlen, die dann doch keiner der hier Motzenden lesen geschweige denn verstehen würde.

    Allen, die sich jetzt angesprochen oder gekränkt fühlen, möchte ich den ebenfalls sehr aktuellen Artikel von Sascha Lobo empfehlen:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...753974,00.html

    Weiterhin würde es mich brennend interessieren wieviele der Kritiker hier im Forum, die sich über Quellenangaben, Halbwahrheiten, Lobbyismus und Risiken unterschiedlichster Energietechnik auslassen, überhaupt die Definition des Wortes Radioaktivität, den Unterschied zwischen Gray und Sievert oder die Definition von Risiko kennen.

    Hier für alle zu MITSCHREIBEN:

    RISIKO = EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT x SCHADENSAUSMASS

    Im Falle der eines Super-GAUs muss hier ein gewaltiges Schadensausmass mit einer extrem kleinen Wahrscheinlichkeit multipliziert werden. Man spricht auch von einem sog. Damoklesrisiko.
    Und es ist genau dieser Risikotyp, vor dem sich der Durchschnittsdeutsche so fürchtet. Er hat keine Angst täglich in sein Auto zu steigen oder andere Verkehrsmittel zu nutzen oder auch nur als Fußgänger am Verkehr teilzunehmen, obwohl, seit der Zeit der ersten Reaktoren, mit Sicherheit mehr Menschen im Verkehr als durch ionisierende Strahlung aus einem havarierten Reaktor umgekommen sind (Quelle: Gesunder Menschenverstand).

    Ich hoffe, dass sich diese Furcht nicht noch fester in den Herzen und Köpfen der Bürger einbrennt und möchte daher alle dazu anhalten sich zu informieren und sich nicht vorschnell eine Meinung zur Kernenergie zu bilden und immer im Hinterkopf zu behalten, dass auch jede andere Technik Risiken birgt.
  7. #386

    Seher?

    Zitat von aronsperber Beitrag anzeigen
    Und trotzdem wird die Opferzahl von Japan weit unter der von Haiti bleiben.
    Ihr Wort in Gottes Ohr !
    Ich bezweifle das jedoch sehr.

    Zumal wir nicht einmal die echten Opferzahlen des Tsunamis kennen.
  8. #387

    x

    Zitat von Chrysop Beitrag anzeigen
    Von den Toten in Kohlegruben wird gesprochen, die Opfer des Uranabbaus aber unter den Teppich gekehrt...
    Ja, das ist mir auch aufgefallen. Co²-Ausstoß wurde angesprochen, das Lagerproblem radioaktiver Abfälle nicht.

    Wenn schon vergleichen, dann aber bitte mit allen Risiken, auch dem Abbau von Uran.
  9. #388

    ..

    Zitat von hbommy Beitrag anzeigen
    Es gibt aber einen gravierenden Unterschied zwischen Greenpaece und RWE. RWE will Geld verdienen und deshalb ist denen jedes Mittel recht, während Greenpeace die Interessen der Menschen vertritt und aus idealistischen Gründen argumentiert ohne daran zu verdienen.
    Das ist ja ziemlich lustig.

    Greenpeace ist ein Konzern mit einigen 1000 Mitarbeitern. Sie verkaufen eine Meinung, RWE verkauft Strom. Beide haben ein valides Geschäftsmodell und "Experten" die deren Meinung vertreten.
  10. #389

    Kommunikationsanalyse

    Zitat von wasisdasdenn Beitrag anzeigen
    Und was ist mit genetischen Mutationen, die die Babies sehr "unnatürlich" werden lässt?
    http://pripyat.com/sm/site/news/uplo.../17/1275_1.jpg
    Ihr Glaube, dass genetische Mutationen "natürlicherweise" nicht auftreten würden, ist symptomatisch für die Unbildung in diesem Thread. Wie gesagt: Ich habe schon Kreationisten getroffen, die kompetenter waren.
    Ich habe mal aus nur zwei Seiten die besten Argumente und angestrengtesten Überlegungen zusammengesammelt. Dies sind offenbar die höchsten Intelligenzleistungen, derer die Kritiker fähig und willens sind. Faktenreicher und souveräner wird es also wohl nicht mehr:

    "Massenmördermentalität"
    "Erbärmlich degeneriert und ignorant"
    "American Dummheit"
    "Kompetenz absprechen"
    "Gesundbeter!"
    "unglaublich diese Type"
    "übelste Propaganda"
    "VS-Amerikaner"
    "Verharmlosung"
    "Unsinn"
    "Dieser Artikel gehört verboten"
    "abgedroschen und menschenverachtend"


    Hasserfüllt, parolengrölend und wissensfrei. Da fällt es nicht schwer einzuschätzen, wo die überlegenen Argumente zu finden sind und wo die der ideologische Wahnsitzt.