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Debatte: Das Internet ist an allem schuld

Das Internet ist eine Gefahrenquelle und bedroht nicht nur die Seelen deutscher Kinder, sondern auch den Qualitätsjournalismus - behauptet "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher. Eine Replik.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...514107,00.html
  1. #1

    Chancen begreifen!

    ... und deshalb müssen wir das Internet ganz schnell abschaffen und die bösen Komputer am besten gleich mit. Papier und Bleistift können vom Tisch abstürzen, ich heb sie auf und nichts ist weg, ich kann weiter schreiben. Das ist alles viel viel besser als diese dummen elektronischen Kisten in denen alles viel zu schnell geht.

    Das gleiche Gejammere hab ich schon von den Druckern in den 90ern gehört. Es trennt sich halt die Spreu vom Weizen. Neues ist als Chance zu begreifen. Wer es nicht tut, fällt zurück. Da nutzt auch alles Schönreden nichts.

    Aber wir müssen selbstverständlich auch Wachsam sein, die Gefahren des Neuen erkennen und handeln. Das geht aber eben nur, wenn wir uns mit dem Neuen beschäftigen und es nicht erst einmal ablehen...
  2. #2

    Hallo, Printmedien, aufwachen das Web ist da

    Für die Redakteure ,die das immer noch nicht kapiert haben ,schon mal nen schönen Gruß vom Onkel Hartz. Besonders schlimm wird’s für die nach Verlegerwillkür zensierten Blätter. Die alten Traditionsabonnenten sterben weg und so gestrickt kann doch kein Junger , mit ständigem Zugang zu den unendlichen Weiten und Tiefen des Webs, sein, dass er Geld ausgibt für das Abo einer Zeitung, die ihn als politisch unreif einstuft, und ihm nur correcte Informationen vergönnt.
    Übrigens, im Gegensatz zu Herrn Schirrmacher hat die
    FAZ-online den Zug der Zeit erkannt, wie eine Schlagzeile zeigt:

    "Rumäniens Blogger
    Die Digitalguerrilla entmachtet die „alten“ Medien"

    Bitte Rumänien durch Deutschland ersetzen, passt scho!
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Internet ist eine Gefahrenquelle und bedroht nicht nur die Seelen deutscher Kinder, sondern auch den Qualitätsjournalismus - behauptet "FAZ"-Herausgeber Frank Schirrmacher. Eine Replik.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...514107,00.html
    wären die Mainstreammedien nicht so gleichgeschaltet, bräuchte man das Internet nicht. So dient es der Aufdeckung von Medienlügen.
  4. #4

    Das haben Sie schön gesagt. Aber der journalistische Content im Internet ist vor allem auch eins: messbar. Das hat gravierende Auswirkungen auf den "Qualitätsjournalismus". SPON ist hier ein gutes Beispiel: Ein wahrer Quiz-Regen prasselt seit kurzem auf den Leser hernieder. Warum? Page Impressions = Kohle. Wo bleibt der Qualitätsjournalismus? Solange diese Gleichung gilt, leider auf der Strecke.
  5. #5

    Vielleicht sollte der Mann einfach mal selber online gehen.

    Okay, Sprachverrohung ist mittlerweile überall, aber das liegt auch vor allem an der Werbung...

    Ansonsten gilt einfach: "Sprache ist freeware (jeder darf sie nutzen) aber nicht Open Source (frei verändern ist nicht drin...)

    Ich lese trotzdem gerne Morgens Zeitung beim Frühstück. Auch wenn sonst das Internet mein Medium ist.

    Aber mal wieder typisch deutscher Manager: Über Veränderungen wird sich beschwert, es wird blockiert und gemault. Bloß nicht reagiern und anpassen. Egal wohin man schaut, überall das gleiche dumme Reaktionsschema.

    Am Markt setzt sich durch was besser oder praktischer ist. So einfach ist das Meistens, aber auch nicht immer...
  6. #6

    Offenbar verkauft man weniger Zeitungen?

    Klar, dass dann das Internet schuld ist.
    man, man, man. Wo führt das noch hin. Dann sperrt doch das Netz und freut Euch, dass wir wieder ein Stück näher an China ranrücken.
  7. #7

    Da bekommt man schon wieder das kalte Grausen. Frank Schirrmacher, Mit-Macher der Bild für Pseudo-Intellektuelle, bekommt den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache 2007 und spricht von "Qualitätsjournalismus". Wenn Saddam Hussein den Friedensnobelpreis bekommt wird es fair. Schirrmacher hat, als nur EIN Beispiel, nach dem Erfurter Amoklauf unter Pseudonym einen Artikel über das "Killerspiel" Counterstrike ERFUNDEN - wir wollen ihm ja nicht unterstellen eiskalt gelogen zu haben - in dem aber auch gar nichts stimmte und als das aufflog hat er einfach mit dem Füßchen gestampft und geheult "Ne, is aber doch so!". Ein Mensch der keine Ahnung von Technik hat, moderne Kultur nicht versteht und sich zum Moralwächter einer Generation und wahrscheinlich der ganzen Nation aufspielen will und Andreas Eschenbach für einen visionären Autoren hält, obwohl dieser seit Jahren nur Ideen von wirklich guten Autoren borgt, sie für ein Mainstreampublikum leidlich aufbereitet ohne auch nur einen Funken Neues einzustreuen.

    Schirrmacher ist gefährlicher als Rolliban Schäuble und Konsorten, weil er sich unter dem Mantel von Kunst, Kultur und Intellektualität tarnt. Eines aber macht er genauso: Wenn etwas nicht so ist, wie es ihm passt, dann lügt er einfach.

    ...ziemlich aufgebracht...
  8. #8

    Die FAZ war schon immer etwas rückständig. Seien wir mal ehrlich, die Tage der traditionellen Tageszeitung sind gezählt, in 20 Jahren dürfte es kaum noch einen Zeitungsboten geben. Das mag man bedauern, wie einst auch viele im Fernsehen das Ende der Buchkultur sahen.

    Die Zukunft gehört eindeutig dem Internet, da hier Nachrichten multimedial verbreitet werden können. Leider geht es etwas langsam mit der Entwicklung der Alternative zur Zeitung, nämlich ein bequem tragbares Medium, in das ich die Nachrichten, die mich interessieren, übertragen kann oder abrufen kann, um dann in der Straßenbahn oder im Park gemütlich zu lesen.

    Die Printmedien sind auch nicht erhaltenswert, da es eine riesige Umweltbelastung ist, dabei werden die gebotenen Informationen nur zu einem geringen Teil genutzt, Rest ist gedruckte Verschwendung. Wie viel Prozent der Zeitung liest man denn?

    Letztlich gibt es ebenso gedruckten Schund wie Qualität im Internet. Ist ein Pornoheft qualitativ hochwertiger als ein Pornofoto im Internet?

    Andere große Zeitungen planen schon den Ausstieg aus der gedruckten Zeitung, wer zuspät kommt, den bestraft das Leben. Das könnte dann die FAZ sein.
  9. #9

    Die FAZ hat sich stets etwas schwer mit der modernen Technik getan. Nach dem Steinhäuser-Amoklauf desinformierte die FAS/FAZ auf derartig niederem Niveau, daß für Schirrmacher gilt: Si tacuisses ...


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