dapdSo viel wie Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat 2011 kein anderer deutscher Spitzenmanager verdient - und ausgerechnet Berthold Huber segnete das Spitzengehalt ab. Jetzt will der Vorsitzende der IG Metall bei den Managergehältern eine Begrenzung einbauen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823441,00.html
Ist ja richtig, aber - und das ist doch wohl das eigentliche Thema der Debatte - man sollte halt nichts übertreiben. Bei solchen Grösssenordnungen kommt automatisch ein moralische Aspekt in die Diskussion. Während es einen Riesenunterschied macht ob man 2000 € oder 4000 € verdient, ist es doch recht unerheblich ob das Einkommen 2 oder 4 Millionen beträgt.
Ich weiss, man kann so etwas in der "freien" Wirtschaft nicht durchsetzen, aber ein Ziel sollte es schon sein: Das Verhältnis zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Einkommen, in ein und dem selben Land, darf nicht zu hoch sein. Auf den Faktor wird man sich nicht einigen können, aber 200-500 mal sollte eigentlich reichen. Wäre mal interessant darüber abzustimmen.
Alle Kriterien welche in die Höhe der Gehalts-und Bonuszahlungen eingehen kranken am immer dem gleichen Problem. Leistung wird gemessen an Optimierung der Kosten. Löhne sind Kosten ergo ist der Manager bestrebt diese klein zu halten. Im Ergebnis steigt sein Gehalt, Bonus, Beute je schlechter er seine MA bezahlt. Steuertricks und Subventionsklau gehören dazu. Warum muß der Steuerzahler für die Entwicklung des E-Autos steuergelder beisteurn. Das ganze Wirtschaftssystem ist beknackt! Der einzelne Manager verhält sich korrekt die Rahmenbedingen sind es die diese Ungleichgewichte hervorrufen. Die Gestalter sind wir alle insbesondere die Politdarsteller.
Das haben sie ja auch!
JEDER tariflich beschäftigte Mitarbeiter bei VW in Deutschland (immerhin fast 100.000) hat für 2011 einen Bonus von 7.500€ bekommen!
Wer es schafft seinen Konzern so zu lenken, dass am Ende sowas rauskommt der hat es einfach verdient auch am Erfolg beteiligt zu werden!
Und im Übrigen: Herr Winterkorn hat nicht VW gegründet und sich auch nicht selbstständig gemacht. Auch kann jetzt nicht jeder hergehen und sich einfach selbständig machen, damit Sie in ihrer selbstgerechten Art nichts mehr zu meckern haben. Die Selbständigkeit ist KEIN Garant für Erfolg!
Und falls es einigen der verträumten SPON-Foristen noch nicht aufgefallen sein sollte: Es handelt sich hier um KEINE Neiddebatte, sondern um eine Gerechtigkeitsdebatte. Es kann nicht sein, dass irgendein Manager eine derart umverschämt hohe Summe innerhalb eines Jahres einsteckt, für die ein gewöhnlicher Arbeitnehmer, der ja auch etwas leisten muss, mehrere hundert Jahre arbeiten muss! Dasselbe gilt für irgendwelche Fußball-Clowns, die nichts können, außer einem Ball nachzurennen und sich auf Parties zu besaufen! Auch ist es absolut nicht richtig, dass irgendeiner dieser dahergelaufenen Manager alleinig für den Erfolg des Unternehmens verantwortlich wäre. Diese Personen beziehen ihr dickes Gehalt, ob sie Mist bauen oder ob es dem Unternehmen zufällig gut geht.
Die Gewerkschaften nerven nur noch. Sie stehen für alte Strukturen und verwehren sich dem Fortschritt. Während ein Winterkorn (dessen Gehalt allerdings etwas zu hoch ausfällt, aber durch das Steuersystem mindestens 40% in die Staatskassen zurückfließen) sich das Geld durchaus verdient, vollbringen die Gewerkschafter rein gar nichts. Sie lutschen und schmarotzen wo es nur geht.
Und wenn Herr Löw mit seinem Teilzeitjob 3 Mio. "verdient", und Winterkorn 16.5 Mio., so sind ein paar 100-1000 € für den Pöbel mit Vollzeitjob mehr als genug. Im Bewerbungsgespräch wird beim Pöbel sogar um ein paar 1000 € pro Jahr gefeilscht. Und wehe, der Bewerber liegt ein paar Euro über den Gehaltsvorstellungen der Personaler, dann ist der Ofen ganz schnell aus...