...der gute Volker Pispers schon vor gefühlten 10 Jahren kabarettistisch verwurstet. Ohnedies auch keine wirklich neue Geschichte.
REUTERSEs war ein schwerer Gang für Peter Betzel: Der Deutschland-Chef von Ikea musste einräumen, dass politische Gefangene in der DDR für das schwedische Unternehmen Möbel herstellten. Hinweise auf Zwangsarbeit in Ostdeutschland hatte Ikea schon vor mehr als 30 Jahren.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-867720.html
...der gute Volker Pispers schon vor gefühlten 10 Jahren kabarettistisch verwurstet. Ohnedies auch keine wirklich neue Geschichte.
Wer produziert denn heute, wo und unter welchen Bedingungen für IKEA?
...müsste sich auch die unbequeme Frage stellen, wieso er das mit seinen Einkäufen bei IKEA unterstützt.
Es ist doch jedem klar, dass die günstigen Preise nicht durch die Masse an Warenverkäufen resultiert. Letztlich ist es eine Gewissensfrage auch für Käufer. Und wer dort kauft, egal was, sollte jetzt nicht auf IKEA mit dem Zeigefinger deuten.....sondern auch auf sich.
Was soll daran verwerflich gewesen sein?
Die können doch froh sein, dass sie was Vernünftiges zu tun gehabt haben.
Es ist sicher gerechtfertigt Unternehmen an ihre Verantwortung für die Gesellschaft zu erinnern, trotzdem bleiben für mich Fragen:
- Werden jetzt nur diejenigen entschädigt, die nachweislich Teile für IKEA gebaut haben?
- Ist Zwangsarbeit an sich abzulehnen, oder nur für politische Häftlinge?
- IKEA scheint jetzt soetwas wie Reue zu zeigen. Was wird mit denen, denen diese Reue nicht im Traum einfällt, also die anderen Betriebe aus der Metallwirtschaft z.B. Werden diese auch belangt? Oder ist das alles freiwillig, weil rechtlich nirgends zu beanstanden?
Ein Großteil der 'westlichen' und auch 'westdeutschen' Industrie hat im Osten der Republik billig produzieren lassen.
Betriebe wie "VEB Sachsendruck Plauen" zum Beispiel, die druckten sehr viele englische Kinderbücher für den UK-Markt auf der Insel. Die "Sachsenwerke Zwickau" stellten Teile für VW her.
Die Liste ließe sich endlos weiterführen.
Wann sich 'der Westen' mal DIESER Geschichte stellt, darauf bin ich wirklich gespannt. Das wurde die letzten zwei Jahrzehnte sehr effektiv totgeschwiegen.
Es wird angenommen, dass Strafgefangene in Nordkorea Regale für IKEA bauen. Außerdem kommt jede Menge Holz aus geschützten Waldgebieten z. Bsp. aus Sibirien. Denk dran: Der Preis, den Du für ein IKEA Regal zahlst, ist nicht der richtige Preis. Den Rest zahlt die Natur oder irgendwelche Dissidenten in fernen Ländern.
Das wird Dich und abermillionen anderer aber nicht davon abhalten, trotzdem fleißig dort einzukaufen. So what...that`s how it goes
Vor ein paar Tagen gab es einen Thread über Klamotten bei einem Discounter, die in einem chinesischen Gefängnis prouziert werden. Aufschrei.
Hier wird berichtet, dass DDR-Häftlinge Möbelteile produziert haben. Aufschrei.
Ist es tatsächlich nicht bekannt, dass es in Gefängnissen nicht unüblich ist, dass Häftlinge dort arbeiten? Meist gegen, wenn auch bescheidene, Bezahlung.
Welche Güter sollen da denn produziert werden, wenn nicht welche für den allgemeinen Gebrauch? Wo ist das Problem?