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Dauerstreit in der US-Politik: "Ich erwarte hässliche Jahre in Washington"
Christopher Lane/ DER SPIEGELSelbst unter Nixon vertrugen sich die US-Parteien besser als heute: Medienexperte David Gergen, Kommunikationschef von Ronald Reagan, erklärt im Interview, warum es Barack Obama auch in einer zweiten Amtszeit nicht gelingen wird, die Blockade zu überwinden.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...838948,00.html
- #1 17.06.2012 15:07 von
Politiker verachten?
Die Amis verachten ihre Politiker immer mehr? Ich glaube das ist ein weltweites Phänomen und wird weiter zunehmen. Es kommen stürmische Zeiten auf uns zu
- #2 17.06.2012 15:21 von
Relativ kurz...
aber Sehr Gut!:)
Die Wahrheit ist aber auch das Heute Amerikanische Politiker selber nicht mehr viel Entscheiden dürfen, weil die Politiker im Kongress und in den Wahlkreisen von Spenden abhängig sind und DESWEGEN auch keine Unabhängige Entscheidungen mehr treffen können...
In Wahrheit bestimmen Heute in Amerika die Konzerne und nicht die Politiker!
"Why We Fight" Teil 1 von 11 (auf Deutsch) - YouTube - #3 17.06.2012 15:38 von
Dass Obama von seinem einstigen Glanz verloren hat liegt nicht daran, dass er oft zu sehen ist, sondern daran, dass er schlicht und einfach ein Lügner ist. Er predigt die Schließung von Guantanamo und die Abschaffung von Atomwaffen, was bei den Republikanern natürlich Hass auslöst. Andererseits betreibt seine Politik genau das Gegenteil. Die Atomwaffen werden erneuert und Guantanamo bleibt offen. Dazu kommt die schleppende Durchsetzung der Krankenversicherung und die wirtschaftliche Misere. Das enttäuscht wiederum auch die Demokraten.
- #4 17.06.2012 15:55 von
"Duerfen" wuerde ich nicht sagen
Niemand zwingt die Politiker, ihre Handlungsfreiheit einzuschraenken.
Sie haben aber schon Recht, dass die Abhaengigkeit von Spenden die Demokratie untergraebt.
Es gibt sogar Politiker , der GOP angehoerig, die sich von ALEC praktisch sagen lassen, welche Gesetzesvorhaben sie befuerworten sollen.
So koennen auch dumme Menschen Entscheide faellen, basierend auf den Wuenschen von ALEC und den dahinter stehenden Koch-Bruedern. - #5 17.06.2012 16:47 von
Ihr Post ist ein schönes Beispiel für die im Artikel angesprochene Macht der Medien. Natürlich hat Obama vieles von dem was er versprochen hat nicht erreicht, aber es ist halt auch nicht alles nur seine Schuld. Guantanamo ist genau so ein Fall: Der Kongress sowie Politiker aus den Bundesstaaten wehrten sich mit Händen und Füßen gegen eine Überführung der Gefangenen in die USA, im Ausland wollte sie auch keiner Aufnehmen und zuletzt machten ihm auch noch die Gerichte einen Strich durch die Rechnung. Hier kann man Obama IMO wenig vorwerfen.
Dito bei der Gesundheitsreform....natürlich wurde die verwässert, aber selbst mit demokratischer Mehrheit hätte Obama seinen ursprünglichen Entwurf nicht durch den Kongress bekommen.
Persönlich mache ich Obama vor allem zwei Vorwürfe:
1. Er hat in den ersten beiden Jahren, als er Mehrheiten im Kongress hatte zu behäbig agiert und dadurch wichtige Zeit verschenkt.
2. Seit die Republikaner ihn in der Innenpolitik blockieren macht er es wie alle US Präsidenten der letzten Jahrzehnte: Er setzt auf militärische Erfolge im Ausland. In Obamas Fall auf immer mehr ferngesteuerte Drohnenangriffe.
Wirkliche Impulse hat Obama jedenfalls den USA in seiner Amtszeit bisher nicht gegeben. Selbst die Krankenversicherung könnte sich in Kürze als Phyrrussieg erweisen. - #6 17.06.2012 17:56 von
He's the president, ot the messias
Also so enttäuschend war Obamas Amtszeit nun doch nicht. Zumal, wenn man bedenkt, dass das republikanisch geführte Repräsentantenhaus seine Gesetzesvorhaben ständig sabotiert hat. Immerhin hat er das dringendste Problem Amerikas angepackt. Endlich die Krankenversicherung in die richtige Richtung gelenkt zu haben. Nicht nur, weil Millionen Amerikaner sich vorher gar keine leisten konnten, sondern auch die, welche krankenversichert waren, im Bedarfsfall selbst bei lebensgefährlichen Erkrankungen von den Versicherungen um ihre Leistungen betrogen wurden. Zum Vergleich, an einer ordentlichen Gesundheitsreform basteln wir in Deutschland doch schon seit Jahrzehnten dran rum. Obama ist auch nur ein Mensch, und nicht Jesus. Also erwartet keine Wunder von jemandem, wenn er in nur vier Jahren den Schweinestall seines Vorgängers ausmisten soll.
- #7 18.06.2012 05:25 von
Eigentlich ist es doch so einfach
Man muss bloß mal eine Gruppe guter Experten überlegen lassen, was ideal ist, am besten auch unter Mitwirkung der Öffentlichkeit in einem Internet-Bürgerforum. Dann wird das Ideal schrittweise realisiert und als Ideal von der Mehrheit zwangsläufig unterstützt.
Das Problem ist, dass es so viele schlechte Menschen mit zu viel Geld und Macht gibt. Ein korreliertes Problem ist, dass das System gerade auch in den USA die Ungerechtigkeit unterstützt (Kapitalismus, Fed, Bankster, ...). Es braucht also eine wirksame Verbrechensbekämpfung und ein neues, besseres System mit mehr sozialer Gerechtigkeit (starker Staat mit staatlicher Infrastruktur einerseits und Privatbesitz + Unternehmertum andererseits).
Dank moderner Technik und vieler gebildeter Arbeiter gibt es einen riesigen Produktivitätsüberschuß, mehr als genug für alle. Es gibt genug für eine Grundversorgung (BGE) und faire Löhne für Mehrleister. Die USA sollten auf Kriege verzichten und ihr Land verbessern, das wird alle freuen. (alles imho)
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