Es ist ein Desaster für die Deutsche Burschenschaft: Eine Fülle brisanter interner Dokumente ist an die Öffentlichkeit durchgesickert. Die Protokolle und Strategiepapiere legen die desolate Lage der Studentenbünde offen - und*ihre Unfähigkeit, rechtsextremen Brüdern Einhalt zu gebieten.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...774524,00.html
Ich hab nun in meiner Stadt diverse Burschenschaften erlebt. U.a. hab ich mich letztens tatsächlich mal auf eine Verbindungs-Party getraut (aus Fehlern lernt man...) und mich mit einige der Herren unterhalten. Mein persönliches Fazit: Diese pseudo-elitären Vereine sind lediglich Vereine von Losern, die sich und ihr Selbstbewusstsein über diese Gruppierung definieren müssen. Man fühlt sich in einer Uniform ja auch gleich viel wichtiger und bedeutender, einen anderen Grund gibt es für diese alberne Maskierung nicht. Und das Burschenschaften tendenziell eher einen Meter weiter rechts als links stehen ist jawohl auch nichts neues. Die letzten beiden Idioten, mit denen ich da gesprochen hab, haben nichtmal gemerkt, dass ich mich mit angedeutetem Nazi-Jargon völlig über sie lustig gemacht hab. Die haben sich nur gefreut, "Gleichgesinnte" getroffen zu haben.
Sie verorten sich schlicht nicht richtig. Nur weil Sie von sich glauben, Sie seien national konservativ, muss das noch lange nicht objektiven Kritierien entsprechen. Das entspringt eben mehr ihrer Phantasie und Ihrem Unvermögen sich richtig einzuordnen. Sie fallen ohnehin ständig mit rechten Parolen auf, die Sie vermutlich vom demokratischen Recht auf Meinungsäußerung gedeckt sehen. Dem ist aber nicht so.
interne Papiere enthüllen Rechtsextremismus in Burschenschaften? Was für eine Überraschung. Und was musste bitte daran enthüllt werden? Das war doch schon seit eh und je offensichtlich.
Das ist eine positive Umschreibung, der Beförderung rechtsextremen Gedankengutes in den Burschenschaften.
Während einige das Verbot nationalistischen Gedankengutes betreiben, arbeiten andere daran es hoffähig zu machen.
Wir ziehen halt alle an einem Strang, die einen hier, die anderen am anderen Ende.
Das liegt ganz einfach daran, dass die tatsächlich existierenden Damenverbindungen im Regelfall nicht schlagend sind. Ebenso gibt es zahlreiche Männerverbindungen oder auch, oh staune!, gemischte Verbindungen, die ebenso nicht schlagend sind.
Abgesehen davon, welchen Zusammenhang soll ein Schmiss mit besseren Karrierechancen herstellen?
Wer sich noch eine bunte Mütze aufsetzt und dazu singt, ist doch plump. Viele männliche "Freundeskreise" sind doch inzwischen ganz anders organisiert und verraten ihre Gesinnung eher beiläufig.
So brachte sich Horst Teltschick einst um die Karriere, als er am Rande seiner "Sicherheitskonferenz" meinte, es sei eben die Tragik in einer Demokratie, dass jeder seine Meinung sagen dürfe. Und so hat sich die Vereinigung Hamburger Schiffsmakler keinen Gefallen getan, als sie 2009 den Präsidenten der Bürgerschaft von einer Veranstaltung ausgeladen haben, weil er der Linkspartei angehört.