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Datenleck bei WikiLeaks: Depeschen-Desaster in sechs Akten

Über 250.000 Depeschen des US-Außenministeriums, einst eingereicht bei der Enthüllungsplattform WikiLeaks,*sind öffentlich - mitsamt den*Namen von Informanten,*die nun*um ihre Sicherheit und Freiheit fürchten müssen. Das katastrophale Leck ist das Ergebnis einer höchst privaten Männerfeindschaft.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...783694,00.html
  1. #220

    @ grithem

    Zitat von grithem Beitrag anzeigen
    Die These, dass so die unzensierte Rohdatenveröffntlichung forciert werden sollte halte ich für gewagt, aber interessant ;-).
    Gewagt? *ggg* Komme mir jetzt fast vor wie einer der abgedrehten Verschwörungstheoretiker ;-)
    Es ist eine nur These und andere Erklärungsversuche sind mir willkommen. Meine These liefert mir eine relativ plausible Antwort auf die Frage warum JA das Datenpacket "nach Abholung" durch den Guardian nicht einfach gelöscht hat. Erst wird laut David Leigh ein riesen Brimborium mit Teil des Passwortes auf einem Zettel (der natürlich dann im Kamin verbrannt werden soll - noch so eine These *ggg*) und einem anderen mündlichen Teil veranstaltet und dann bringt JA es nicht fertig, nach Hause/ins Büro zu fahren und nach Ablauf einer vereinbahrten Zeitspanne die Datei zu löschen? Für mich bleibt nur ein Schluß zu: es war JA einfach nicht wichtig. Warum war es ihm nicht wichtig? Weil er schon vorher in Podiumsdiskussionen etc. für radikale Informationsfreiheit eingetreten ist und das datenpacket lieber früher als später unbearbeitet online stellen möchte. JA hat bloß nicht geahnt (oder es zur Durchsetzung seiner Ziele in Kauf genommen) daß sein Verhalten solche persönlichen Attacken bzgl. Datensicherheit von DDB provoziert und damit die Position von WL bei vielen, die sich mehr moralische Verantwortung erhofft haben, schwächt.
    Vielleicht wurde er vor dem Löschen der fraglichen Datei auch einfach abgelenkt (soviele Frauen - sowenig Zeit *ggg*) und hat das Päckchen einfach vergessen ;-)
  2. #221

    ~

    Zitat von tbms Beitrag anzeigen
    "Garnicht" ist übertrieben, aber äußerst selten trifft es.
    Im übrigen wird das ganze Thema in den britischen und US Medien gegenwärtig (noch) nicht so hochgekocht wie es gerade in den deutschen Medien geschieht.
    Also mit was der amerikanische Vice Präsident und andere auf Wikipedia zitert werden, das wird ja bei uns eher sehr unterdrückt statt hochegekocht ?

    Wie wäre das bei uns, wenn's hogekocht würde ?
    "Bundeswehreinsatz bei geglücktem SPON Login"
    "Soll vorsorgliche Beugehaft für Serververkäufer eingeführt werden ?"
    "Sollen Leute, die die Gebrauchsanweisung ihres Computer verstehen, unter Terrorverdacht gestellt werden ?"
  3. #222

    ?

    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Also mit was der amerikanische Vice Präsident und andere auf Wikipedia zitert werden, das wird ja bei uns eher sehr unterdrückt statt hochegekocht?
    Stehe jetzt ein bißchen auf der Leitung. Werfen sie mir den Begriff "hochgekocht" vor?
    Ich wollte damit ausdrücken, daß man heute und die letzten Tage kaum aktuelle britische und US amerikanische Artikel zu WikiLeaks/Cablegate gefunden hat, während bei uns fast alle mindestens einen Artikel zum Thema verfaßt haben und diverse Medien (Tipp: einfach mal zu WO surfen...) schon fast im Stundentakt darüber berichten.
    Zitat von de.nada Beitrag anzeigen
    Wie wäre das bei uns, wenn's hogekocht würde ?
    "Bundeswehreinsatz bei geglücktem SPON Login"
    Das hätte es diversen Westerwell-Kritikern in den Monaten erheblich erschwert ;-)
  4. #223

    ~

    Zitat von tbms Beitrag anzeigen
    Stehe jetzt ein bißchen auf der Leitung. Werfen sie mir den Begriff "hochgekocht" vor?
    Ich wollte damit ausdrücken, daß man heute und die letzten Tage kaum aktuelle britische und US amerikanische Artikel zu WikiLeaks/Cablegate gefunden hat, während bei uns fast alle mindestens einen Artikel zum Thema verfaßt haben und diverse Medien (Tipp: einfach mal zu WO surfen...) schon fast im Stundentakt darüber berichten.
    Ich weiß jetzt auch nicht, aber kann es sein, das US & GBR Leser von Haus aus nicht für so dämlich gehalten werden das man denen eklären muß was es bedeutet das jemand die diplomatischen Depeschen als Rohdaten entwendet hat.

    "WikiLeaks/Cabelgate" ist ja schon ein purer Blödsin an sich, um irgendwas zusätzlich zu Assange/Manning in die Welt setzen zu können, daß keine Relevanz hat.


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