Das Urteil im Wortlaut: "Der Schiedsrichter hat regelkonform gehandelt"
dapdDFB-Richter Hans E. Lorenz hat den Einspruch von Hertha BSC abgelehnt. Der Club wollte, dass das Relegations-Rückspiel gegen Düsseldorf wiederholt wird. Bei der Partie waren zahlreiche Zuschauer auf den Platz gestürmt. Die Begründung der Richters im Wortlaut.
Also wirklich, was denkt sich die Hertha dabei. Schließlich gab es ja nicht mal Tote. Und wenn es welche gegeben hätte, dann wären es ja nur wenige. Alles Memmen.
Weiß das Gericht eigentlich, was es da erzählt? Es mag sein, dass die Begründung für die Vergangenheit und die bisherigen Fälle schlüssig ist, aber für die Zukunft setzt sie die völlig falschen Anreize. Wenn ich als Fan ein Spiel sabotieren will, dann gebe ich einem Spieler einen auf die Mütze und wenn ich das als Trainer tun möchte, dann wechsele ich einen Spieler, der "Todesangst" erlitten hat, aus. Im übrigen: Todesangst kann man auch haben, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass nichts passiert.
das kommt davon, daß herthas juristische leistung sich der spielerischen angepasst hat...diese "angst" nummer hat es der notorisch berlin feindlichen dfb clique leicht gemacht...dennoch: juristisch völlig unhaltbar.
Wie übrigens das Gericht einen subjektiven psychologischen Zustand wie Angst beurteilen möchte, erschließt sich mir schon gar nicht. Angst kann ein erheblich schlimmerer Hemmungsfaktor als eine körperliche Verletzung sein. Natürlich haben alle irgendwie Angst, Höhenangst, Raumangst, Platzangst, Flugangst usw. Das ist Teil des allgemeinen Lebensrisikos. Aber wenn jemand auch nur den Anschein erweckt, mich zu bedrohen, dann ist das nicht mehr allgemeines Lebensrisiko. Das Spiel muss wiederholt werden, die Herthaspieler und -fans unabhängig davon im Einklang mit den Statuten bestraft werden. Die Schläge und Beleidigungen gegen den Schiri rechtfertigen nicht, das Spiel als regelkonform anzusehen, aber sie gehören genauso bestraft wie die Bengalos der Hertha-Frösche und Düsseldorfer. Und übrigens ebenso die katastrophale Organisation in Düsseldorf. Für die Erste Liga muss man anscheinend in Düsseldorf noch üben.
Ist schon erstaunlich mit welchem Maß der DFB solche Aktionen bewertet. Wie war das noch Herr Lorenz Anfang des Jahres mit den bösen Dynamos da wurde ja der Weltuntergang vorhergesagt und sämtliche Versäumnisse des Ordnungsdienstes und der Polizei dem Verrein flux in die Schuhe geschoben. Und jetzt dieses Urteil: Geldstrafen? Ernsthaft?!? Und da wollte doch jemand mal Zeichen setzen!
Vor Gericht muss derjenige der etwas behauptet einigermaßen beweisen das es stimmt. Da man Angst schwerlich beweisen kann, hat Herta natürlich ein Problem: "Im Zweifel für den Angeklagten" wirkt in diesem Falle zu Gunsten von Fortuna (sic).
Das diese Vorfälle rund um das Spiel noch andere Konsequenzen haben müssen, ist natürlich klar. Wenn ich mir was wünschen dürfte, hätte keiner der Vereine was in der ersten Liga verloren, so lange die ihre Probleme nicht nachweislich in den Griff bekommen. Aber dafür gibt es leider bisher keine Regel.
Vor Gericht muss derjenige der etwas behauptet einigermaßen beweisen das es stimmt. Da man Angst schwerlich beweisen kann, hat Herta natürlich ein Problem: "Im Zweifel für den Angeklagten" wirkt in diesem Falle zu Gunsten von Fortuna (sic).
Das diese Vorfälle rund um das Spiel noch andere Konsequenzen haben müssen, ist natürlich klar. Wenn ich mir was wünschen dürfte, hätte keiner der Vereine was in der ersten Liga verloren, so lange die ihre Probleme nicht nachweislich in den Griff bekommen. Aber dafür gibt es leider bisher keine Regel.
Nach Berliner Lesart müsste das Spiel Bayern gegen Chelsea auch wiederholt werden. Die Bayern konnten doch vor lauter Angst vor dem wuchtigen Drogba ihre Chansen nicht nutzen.