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Das Netz in fünf Jahren: Wie Online-Konzerne uns das Leben abnehmen

Wenn Firmen sich um alle Belange des Lebens kümmern: In fünf Jahren flüchten die Internet-Nutzer freiwillig in Gated Communities, die sich dann schon lange nicht mehr nur auf das Internet beschränken. Eine Geschichte aus der Zukunft des Internets.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...777105,00.html
  1. #1

    Was ist denn daran neu?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Firmen sich um alle Belange des Lebens kümmern: In fünf Jahren flüchten die Internet-Nutzer freiwillig in Gated Communities, die sich dann schon lange nicht mehr nur auf das Internet beschränken. Eine Geschichte aus der Zukunft des Internets.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...777105,00.html
    "Die können in einer Stadt wenige Meter voneinander entfernt wohnen, sich aber niemals im Leben treffen - weil sie Mitglied verschiedener Netzwerke sind."

    Was ist denn daran neu?
  2. #2

    wunderbar

    diese Zukunftsaussicht basiert doch auf der wunderbaren wissenschaftlich feststehenden Aussage: Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass sich selber abschaffen kann.

    Die äußerlichen Kennzeichen sind schon sichtbar, iPad, männlicher Nahkampf-Haaschnitt, an dm man erkennen kann ob es eine Saugklocke oder eine Zangengeburt war. Bei den Damen ist die Beckenverkleinerung durch praeferierte Sitzhaltung nebst Binde, die zur Alltäglichkeit geworden ist, ein untrügliches Zeichen.

    Warum sollte die Zeichenaus der zeichenwelt das ganze nicht beschleunigen. Ist begrüßenswert, eh wieder nur die Schweine das Sagen haben.
  3. #3

    schwafel

    SPON als Wetterfrosch mit der Glaskugel in die Zukunft blickend? Knopp lässt grüssen...
  4. #4

    Waaaahhrg

    Ich habe nackte Angst vor den Veränderungen des Internet. Ein falscher Klick - und schon ist das Anlagevermögen weg, Haus und Hof verpfändet, alle inneren Organe an die Rumänenmafia verhökert - oder man hat sich flugs ins Al-Quaida-Terrorcamp eingeschrieben.
    Bittebitte bloß alles zensieren und reglementieren, damit ich wieder selig am Pimmel knüppern kann.
  5. #5

    ich halte den ganzen artikel für...

    ... mehr als fragwürdig. sicherlich, es ist eine vision aber ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, dass ein großteil der nutzer sich so einengen lassen wird. sollten große internetkonzerne ihre macht wirklich so ausspielen, werden unabhängige kleine wie pilze aus dem boden sprießen und den großen marktanteile klauen.

    allerdings sehe ich sehr wohl einen gewissen trend, der in richtung des beschriebenen szenarios geht. beispiel: apple verbietet pornografische apps und internetseiten. wir sollten den artikel eher als eine warnung verstehen, dass wir uns niemals dorthintreiben lassen sollten. gott sei dank sitzen immer noch wir, die verbraucher, am längeren hebel. lasst uns also darauf achten, dass dieser hebel nicht mit der zeit kürzer wird...
  6. #6

    Aol

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Firmen sich um alle Belange des Lebens kümmern: In fünf Jahren flüchten die Internet-Nutzer freiwillig in Gated Communities, die sich dann schon lange nicht mehr nur auf das Internet beschränken. Eine Geschichte aus der Zukunft des Internets.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...777105,00.html
    erinnert mich an AOL aus den 90ern. Dort war auch erstmal der Zugang zum Internet+Browser+Chat und Community.
    T-Offline Kunden hatten immer Schwierigkeiten in den AOL Chat zu kommen, wenn man nicht die komplette Software installieren wollte.

    Damals gab es auch Mainframes, dann wollten alle weg von Mainframes und heute wollen alle wieder in die Cloud :D

    Vergangenheit wiederholt sich nur, neue Ideen hat Niemand...
  7. #7

    :

    Ich hab ja bei dem letzten Artikel schon mit dem Kopf geschüttelt, aber der hier ist jetzt doch ein wenig zu spinnert, um ihn unkommentiert zu lassen: die Menschen mögen ihre sozialen Kontakte über Angebote wie Facebook organisieren, aber soweit sich das momentan überblicken lässt, hört es da dann auch wieder auf. Warum? Weil die allermeisten anderen Aktivitäten sich entweder nicht netz-exklusiv abwickeln lassen (es wird immer z.B. Autohäuser geben) oder in so einer geringen Taktung vorkommen, dass es ein Netzanbieter schwer hat, schnell eine Monopolstellung im Leben der Leute einzunehmen (wie oft zieht man schon um?). Dazu kommt, dass gerade hier in Deutschland die Paranoia-Schwelle hoch ist, was man z.B. am neuen E-Perso sehen kann. Die Regulationsmöglichkeiten mit so einem Ding sind fast grenzenlos, prinzipiell könnte man damit ohne neue Erfindungen den Netz-Zugang komplett personalisieren, aber dazu wird es nicht kommen.

    Und von wegen Online-Giganten. Viele Bereiche des Internetgeschäftes sind nicht mehr übrig, in denen diese ominösen Player expandieren könnten, und bereits jetzt sitzen die Kartellwächter auf den Stuhlkanten und spitzen die Bleistifte, wenn die richtig großen Player zu einem neuen Wurf ansetzen.

    Also, lieber Herr Reißmann, einfach mal vor die Tür gehen und sich anschauen, wie sich die Leute ganz allgemein benehmen, und nicht nur wild phantasieren. Die meisten Menschen sind nur den kürzesten Teil ihres Erwachsenenlebens unter 30, danach werden sie träge und fangen an, Veränderungen zu scheuen. Mit denen, die gerade jetzt diesen Ereignishorizont überschreiten, können Sie Emails austauschen und sich in sozialen Netzwerken verabreden, vielleicht sogar schon Daten in der Cloud teilen. Aber damit ist dann auch erstmal wieder gut, zu viel mehr wird sich dieser Teil der Netzbevölkerung in absehbarer Zeit nicht mehr überreden lassen.
  8. #8

    Purer Konsum

    Zitat von chocochip Beitrag anzeigen
    "Die können in einer Stadt wenige Meter voneinander entfernt wohnen, sich aber niemals im Leben treffen - weil sie Mitglied verschiedener Netzwerke sind."

    Was ist denn daran neu?
    Nur was sind Netzwerke ausser Nivellierung des absoluten Mittelmasses unter Gemeinschaftsmoderation.

    Ich seh einen anderen Trend: Abkehr von der institutionalisierten Entfremdung durch Konzerne - ausser für die 10% der Gläubigen. Für Die mag ein Biotop wie Facebook gut sein. Der Teichschleim muss ja irgendwo wachsen. Glasperlen für Nutzerdaten.

    In 5 Jahren sind Facebook etal noch genausowenig wert wie heute.
  9. #9

    Och, Ole R.

    Lieber Herr Reißmann,

    diese Zustände haben wir doch heute annähernd schon! Waren Sie es nicht, der einen Beitrag geschrieben hat, bei dem es um "Piratinnen" ging und den Schutzräumen einer Einzelgängerin (*1)? Und war es nicht Spiegel-Online, der diesem merkwürdigen Ansatz bereitwillig die Basis bot?

    Also, so weit sind wir nicht von den bei ihnen befürchteten Zuständen entfernt. Sie gaukeln ein Gedankenexperiment vor, dass sie selbst leben (und anderen oktrujieren).

    Nichts für ungut aber lassen Sie es sich doch einfach mal durch den Kopf gehen, wie weit Sie Freiheit definieren.

    (*1)
    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...680985,00.html








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