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Das Milliarden-Dollar-Face

Die IT-Branche bekommt einen neuen Börsenstar: Facebook hat offiziell den Gang aufs Parkett beantragt. Das soziale Netzwerk muss nun so manches Firmengeheimnis offenlegen - zum Beispiel die Vorstandsgehälter. Allein das Vermögen von Gründer Mark Zuckerberg wird auf 28 Milliarden Dollar taxiert.

Facebook-Börsengang: Das Milliarden-Dollar-Face - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
  1. #30

    Alles relativ

    Zitat von jnt7z Beitrag anzeigen
    Das ist das richtige Signal zum Börsenstart, das ist Investitionssicherheit! Werden Aktionäre für genauso dämlich wie die Mitglieder gehalten?
    Es muß nicht schädlich für den eigenen Erfolg sein, wenn man dämlich ist, solange Millionen andere noch viel dämlicher sind.
  2. #31

    Werbeplattform

    Facebook scheint mir eine riesige Werbeplattform für Unternehmen zu sein - mehr nicht. Dass letztlich die umgarnten Facebook-User die teure Werbung selber bezahlen, mag ja noch angehen. Dass ich jedoch als überzeugter Antifacebook-User diese Werbung auch noch mit bezahle , lässt mein Hand in der Hosentasche zu einer Faust ballen. Das Internet verkommt zusehends zu eine modernen Litfasssäule. Werbung, Werbung, Werbung. Da trifft es sich gut, dass zumindest hier in Deutschland immer mehr Menschen für vier Euro oder weniger die Stunde arbeiten müssen. Die können sich bei steigenden Energiepreisen bald gar keinen Internetanschluss mehr leisten und schon gar nicht die beworbenen Produkte. Dennoch lässt sich wahrscheinlich nicht vermeiden, dass die Facebook-Aktien nach ihrer Emission einen rasanten Wertanstieg verzeichnen bevor sie wieder zusammenbrechen. Da werden sich wieder viele eine goldene Nase "verdienen". Aus einer Million Dollar ruck zuck drei oder vier Millionen Dollar machen ist der einzige Zwecke dieses Facebook-Hypes. Auf der anderen Seite: Wenn ich das Kleingeld dazu hätte, würde ich da auch mitmischen wollen, so wie damals bei der Telekom-Aktie.
  3. #32

    Hier wird Kasse gemacht

    Zitat von höfats gratwanderung Beitrag anzeigen
    frage mich aber , so aus dem Bauch heraus, warum man an die Börse geht, wenn es dem Betrieb doch so gut geht?
    Frage ich mich auch. Ich schätze, dass Zuckerberg sich und seine Mitarbeiter endlich entlohnen will. Schließlich haben viele bei Facebook deswegen angefangen. Im Valley ist das ein offenes Geheimnis, dass es eigentlich nur um den Cash Out geht, wenn man etwas gründet oder an einer Gründung teilnimmt. Normalerweise verkauft man das Unternehmen an andere Unternehmen oder an private Investoren. Facebook ist dafür aber zu erfolgreich und nun muss Zuckerberg zusehen, wie er sich und seine Mitstreiter belohnt.

    Im Strategie-Plan des S-1-Dokumentes ist auch nicht erwähnt, dass man das Geschäft umbauen will, um nachhaltiger zu werden. Die Idee des sozialen Netzwerkes soll weiter voran getrieben werden (besonderer Fokus auf Mobilität). Aber das könnte man locker mit den heutigen Einnahmen bestreiten.
    Deswegen spricht viel dafür, dass die Einnahmen aus dem Börsengang in die Taschen der ursprünglichen FB-Investoren, in die der Mitarbeiter und die von Zuckerberg gehen und nicht in den Ausbau des Geschäfts. Hier wird Kasse gemacht, solange die Stimmung noch gut ist und die Konkurrenz klein. Also Finger weg von den Papieren (oder sicher mitzocken).

    Hier der Link auf das S-1 file: EDGAR Filing Documents for 0001193125-12-034517
  4. #33

    Wer hat's erfunden...?

    Zitat von Djehuti Beitrag anzeigen
    Also grundsätzlich gönne ich dem Zuckerberg sein Vermögen, er hatte ne gute Idee und hat sie gewinnbringend umgesetzt, da war ja schließlich auch einiges an intellektueller Leistung hinter, ...
    Sie gönnen jemandem einen zweistelligen Milliardenbetrag dafür, dass er die Idee eines anderen kopiert hat. Und ich meine damit nicht die Winklevoss Brüder sondern den eigentlichen Erfinder der Idee Aaron Greenspan. Siehe Criticism of Facebook - Wikipedia, the free encyclopedia
  5. #34

    das wahre Problem...

    ...ist nicht der Konzern, nicht die Kohle. Das wahre Problem ist aus meiner Sicht die ZEIT die so viele, vor allem junge, Menschen vor diesem Quatsch verbringen. Es müssen mittlerweile schon etliche Stunden pro Tag pro FB-Nutzer sein, dazu kommt noch traditionelles handy, simsen, Fernsehen. Was bleibt noch Zeit für Bücher, Bildung, echte soziale Kontakte, Momente des Alleinseins, des Nachdenkens. Ausserdem schein es mir, dass das wirkliche Niveau des Austauschs ähnlich wie bei SMS nicht allzu hoch ist...LOL, CU, .....

    (vielleicht wird man selbst auch einfach nur alt und all dieser neue Quatsch ist supercool, toll etc...ich kann's nur nicht glauben. Selbst bin ich auch Internetfreak, verbringe viele Stunden damit, aber immer auf der Suche nach Information, interessanten Foren, Nachrichten, ...)
  6. #35

    ...

    Zitat von produster Beitrag anzeigen
    Ein großes Lob an alle Facebook Roboter! Durch euren geschwätzigen Einsatz nimmt die Blähung wahrhaft kosmische Dimensionen an. Nächste wichtige Statusmeldung: ich platze. Vor Dummheit.
    Der Meinung bin ich auch, sehr treffend.
    illuminati The Truth about Facebook
    sehr Interessantes Video-Interview mit dem Facebook- Gründer Mark Zuckerberg
  7. #36

    bewertungsgrundlagen

    Zitat von Herr_HGS_1967_Berlin Beitrag anzeigen
    Dafür dass er von Journalisten stets 1000fach überbewertet wird? Facebook gibt es und es hilft den Kontakt aufrechtzuhalten zu Menschen z. B. in anderen Ländern z. B., die man sonst nie mehr sieht.
    Exakt das ist der Nutzwert. Man hat alle seine ( räumlich, zeitlich, epochal ) entfernten Freunde in einer Liste und erfährt hin und wieder was von ihnen.
    Und mit der Bezeichnung ( zeitlich, epochal ) ist auch der Unterschied zu StudiVZ schnell erklärt, dort ist nur eine Epoche vertreten.

    Zitat von Herr_HGS_1967_Berlin Beitrag anzeigen
    Es kostet Geld für Hardware und Software. Es bringt ein wenig Geld mit Werbeeinnahmen. Z. B. mit dem zielgerichteten Werbebombardement einer Singlebörse an Facebooksingles. Sonst nix.
    Soweit ist das richtig, er muss etwas verwerten, da der Service umsonst ist.
    Nur der Herr Zuckerberg übertreibt das gnadenlos und daher möchten sehr viele dort keine status oder sonstigen Meldungen abgeben da man nicht weiss was daraus alles verkocht wird.
    Und genau das wird auch sein Untergang sein, da sich die Leute lieber woanders äussern werden. Er ist nur zur Zeit konkurrenzlos, das wird sich in wenigen Jahren ändern.

    Zitat von Herr_HGS_1967_Berlin Beitrag anzeigen
    Laut Wikipedia zuletzt 2 Mrd Umsatz, nicht Gewinn.
    Aber andererseit: Er ist ein Unsympathling und ich wünsche ihm auch Misserfolg. :-)
    Die Wertschätzung ist meines Erachtens eine typische alte Welt / neue Welt Schätzung, wie sie auch am neuen Markt vorgekommen ist.

    In der alten Welt war das gewinnen von persönlichen Daten und die Auswertung zur Steuerung von Werbekampangen eine aufwendige Thematig für die man vielk Zahlen musste. ( Adressbroker etc. ) Qualifizierte Kundenadressen kosten schon so 60,- bis 90,. €

    Daher die grosse theoretische Kalkulation.
    700 Mio qualifizierte Mitglieder --> 70 Milliarden Euro Börsenwert.

    Dieser Wert je Kundenadresse wird sehr stark sinken, da aufgrund der Vernetzung jeder sehr viel mehr über den anderen wissen wird.

    Im übrigen werden die Leute auch sehr viel mehr wissen was ihre Daten wert sind und sich nicht mit Glasperlen abspeisen lassen.

    Und das Verfahren wird anders laufen.
  8. #37

    erträge

    Zitat von höfats gratwanderung Beitrag anzeigen
    frage mich aber , so aus dem Bauch heraus, warum man an die Börse geht, wenn es dem Betrieb doch so gut geht?
    das ist auch so ein Thema, wenn ein Unternehmen viel verdient dann braucht es nicht an die Börse.
    Wenn die Idee von Facebook wirklich so gut ist, dann kann er das aus eigener Kraft stemmen.
  9. #38

    neue markt logik

    Zitat von saarpirat Beitrag anzeigen
    Na, um die 28 Mrd. abzukassieren.
    ja da kenne ich noch:
    1. unsere V-Ision-äre

    Wenn Sie das Gigabyte Daten für 40 DM bekommen und diese nicht zahlen müssen dann können sie das doch für 30,- DM verkaufen und ordentlich Umsatz machen. Für 1,- DM Umsatz bekommt man zur Zeit 6,- bis 12,- Euro am neuen Markt.

    btw. nach 15 Monaten am neuen Markt haben die eine 330 Millionen Euro Pleite hingelegt.
    und weils so schön ist:
    neben dem neuen (WAP ? ) Protokoll für das mobile Internet darf man auch 1996 nicht die schon klassische Web Präsentation vernachlässigen, wo ja die richtigen WWW Präsenzen durch den rasanten Ausbau des Internet fast schon knapp werden. Hier gilt es dabei zu sein, ehe es zu spät ist. In diesem Sinne ein frohes 1996
    Man merke: Web Seiten werden knapp, bald sind sie zuende.
    Uns droht der Web peak
  10. #39

    Omg

    Zitat von jnt7z Beitrag anzeigen
    Denn wer schon so dumm ist, beim globalen Narzisstentreffen sein Unverständnis über die Verantwortung informationeller Selbstbestimmung täglich zu demonstrieren, glaubt auch, dass die Dienste von Facebook für die Nutzer verbessert werden sollen.

    Hiervon war nie die Rede. Wie bei jedem Service-Unternehmen soll die Dienstleistung logischerweise für die zahlende Kundschaft verbessert werden: Geheimdienste und Werbeindustrie. Kommt nun mit den Aktionären eine weitere Interessengruppe hinzu, ist die Bezeichnung 'soziales Netzwerk' einmal mehr böswillige Täuschung.

    Und weil die Dienste ja jetzt schon so 'gut' sind, sieht Fakebook weitere rechtliche Schwierigkeiten kommen. Das ist das richtige Signal zum Börsenstart, das ist Investitionssicherheit! Werden Aktionäre für genauso dämlich wie die Mitglieder gehalten?
    Social ist nicht sozial wie sie es meinen, es beduetet soviel wie freunde treffen.

    Mit Sozial wie Sozial sein hat das nichts zu tun.








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