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Das Leben nach dem Abi: Karriere? Nicht mit uns!

Es ist vollbracht: Rick Noack hat seine letzte Abi-Prüfung hinter sich - nun beginnt sein Leben in Freiheit. Endlich Ruhe also? Denkste, Eltern und Großeltern überbieten sich mit Tipps für die Karriere. Im Abi-Blog stellt Rick klar, nach was ihm selbst der Sinn steht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...766866,00.html
  1. #1

    Baden gehen

    keine schlechte Idee mal eben baden zu gehen, wenn denn jemand für die nötigen Brötchen sorgt.
  2. #2

    Null-Bock-Generation

    Und ich habe bis eben gedacht, die Null-Bock-Generation sei ausgestorben.
    Sind das hier also unsere künftigen Leistungsträger, die Deutschland als Wirtschaftsnation weiterbringen wollen und demnächst unsere Renten und die unserer Eltern bezahlen werden?
    So viele Wirtschaftsunternehmen suchen händeringend nach geeigneten Fachkräften, aber die nachwachsende Generation verweigert sich?
    Wie um Himmels Willen soll das denn mit DIESEN Jugendlichen funktionieren können?
    Vielleicht bin naiv, aber ich hoffe immer noch, dass die hier zitierte Jugend in der absoluten Minderheit ist.
  3. #3

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    keine schlechte Idee mal eben baden zu gehen, wenn denn jemand für die nötigen Brötchen sorgt.
    Eben, das ist nicht "Generation Langeweile" sondern "Generation umfassende soziale Absicherung".
  4. #4

    .

    Ich glaube das dies das grundsätzliche Problem der heutigen Generation von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist. Flucht nach vorne, bloß nicht mit der Zukunft beschäftigen, Realität auf dem Abstellgleis parken. Das man sich sofort in ein muffiges Büro setzen muss um eine Arbeitsstelle zu haben halte ich für falsch, denn zwischen Schule und dem eigenen Leben kommt eine Ruhephase die man vielleicht nie wieder haben wird. Nur blöd das viele Ex-Schüler meinen dieses Zustand dauerhaft halten zu können.
    Woher kommt diese "Bock auf nix!" Mentalität?
    Ich denke es gibt zwei Ursachen:

    - den meisten Jugendlichen und jungen Erwachsenen geht es viel zu gut, sprich "Hotel Mama". Geld gibt es genug, ebenso Freizeit bei relativ wenig Verantwortung. Natürlich will man dieses wunderbare Leben nicht aufgeben. Im Studium musste ich schnell selbst zugeben "Man, Schule war schon super! Um 14 Uhr zu Hause, Essen auf dem Tisch, Wäsche gewaschen und jeden Tag relaxen." Es gibt keinen wirklichen Druck das Nest zu verlassen.

    - Schulen bringen einem zwar viel Fachwissen bei, helfen aber nicht im geringsten bei der Planung des Lebens nach der Schule. Sie hilft einem das Leben in der Käseglocke zu perfektionieren, außerhalb davon ist sie nutzlos. In meinem Abiturjahrgang wussten satte 10 Schüler was sie nach der Schule machen wollten, der Rest hat das erst mal auf sich zukommen lassen. "Im Notfall eben studieren, ist ja so wie Schule. Was genau? Keine Ahnung, irgendwas leichtes."
    Entsprechend perspektivlos gehen viele Schüler von der Schule ab und wissen nicht was sie nun tun sollen. Also tun sie das was sie eben können: Feiern!
  5. #5

    Blick über den Tellerrand

    Zitat von dokupeter Beitrag anzeigen
    Und ich habe bis eben gedacht, die Null-Bock-Generation sei ausgestorben.
    Sind das hier also unsere künftigen Leistungsträger, die Deutschland als Wirtschaftsnation weiterbringen wollen und demnächst unsere Renten und die unserer Eltern bezahlen werden?
    Im Artikel steht die Meisten möchten 1 Jahr ins Ausland gehen, Work & Travel.

    Das ost heute "State of the Art", wird bei Arbeitgebern sehr sehr gern gesehen und hat auch wenig mit "Null Bock" zu tun.

    Die Jugendlichen wagen den Blick über den Tellerrand bevor Sie ins Berufsleben gehen - und nehmen dabei noch wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung, sowie gute Englischkenntnisse mit.

    Schade das SIE den Blick über den Tellerrand nicht können.
  6. #6

    Null bock generation

    Zitat von dokupeter Beitrag anzeigen
    Und ich habe bis eben gedacht, die Null-Bock-Generation sei ausgestorben.
    Das ist sie auch.
    Ich studiere mitlerweile, würde mich aber trotzdem zu der Generation zählen, die sie grade angesprochn haben.
    Auch ich wußte nach dem abi nicht genau was ich machen soll und bin ein Jahr im Ausland gewesen.

    Das hat aber rein gar nichts damit zu tun, dass wir faul, blöd oder sonstwas sind.
    Wir haben einfach so viele Möglichkeiten, dass man erstmal Zeit braucht, um sich klar zu werden, was man machen möchte. Wenn man dafür ein Jahr "pause" macht, finde ich das voll ok. Dabei ist es eigentlich keine pause, da man unheimlich viele Erfahrungen macht und seinen Horizont um einiges erweitert. Davon können zukünftige Arbeitgeber nur profitieren.
    Außerdem werden wir auch einige Jahre länger arbeiten, als sie es wahrscheinlich machen werden. Da kann man sich dann auch leisten ein Jahr lang etwas anderes zu machen.

    Und das wir keinen Bock auf Karriere haben ist so auch nicht richtig. Sie ist uns einfach nur nicht so wichtig.
    Wichtiger ist es einen interesanten Job zu haben, der spaß macht. Weiterbildungsmöglichkeiten sind wichtiger, als ein hohes Gehalt.

    Das sind einfach andere Ansprüche an eine Firma als sie früher waren. Darauf werden sich die Firmen einstellen müssen. Dann werden sie auch hoch motivierte junge Mitarbeiter finden, die flexibel und innovativ sind.


    Keine angst, wir werden ihre Rente schon bezahlen.
  7. #7

    Nicht so doof

    Ein Jahr Auszeit,um Lebenserfahrung zu sammeln, ist besser als halbherzig ein Studium zu beginnen und nach einem Jahr abzubrechen. Das hat nichts mit Dummheit, Desinteresse oder Langeweile zu tun. Nicht selten landen Menschen, die allzu zielstrebig ihre Karriere in Angriff nehmen, in der Sackgasse. Außerdem ist der Begriff "Karriere" heute oft eine überbewertete Illusion ( http://karinkoller.wordpress.com/2011/06/14/arbeit/ ).
  8. #8

    ....

    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    Im Artikel steht die Meisten möchten 1 Jahr ins Ausland gehen, Work & Travel.

    Das ost heute "State of the Art", wird bei Arbeitgebern sehr sehr gern gesehen und hat auch wenig mit "Null Bock" zu tun.
    Bei welchen Arbeitgebern den bitte?
    'Hey ich konnte Kiwis ernten und da eh fast nur Deutsche diesen Blödsinn machen musste ich nicht mal Englisch sprechen.'

    Da bin ich echt froh ein Jahr eher mit den Studium fertig zu sein, da kann ich bei Bedarf im Ausland nicht nur Kiwis ernten sondern auch richtig arbeiten.

    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    Die Jugendlichen wagen den Blick über den Tellerrand bevor Sie ins Berufsleben gehen - und nehmen dabei noch wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung, sowie gute Englischkenntnisse mit.
    Ja genau, welche Erfahrung den bitte? Kellnern im Australien, neue Steckdosenformen kennenlernen, örtliche Liebesgewohnheiten. Ich bin mir sicher diese Fähigkeiten sind essenziell für den Arbeitgeber.


    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    Schade das SIE den Blick über den Tellerrand nicht können.
    Weil dieser Person die Kellner und Kiwi Erfahrung fehlen tztz. Äußerst seltsame Ansichten die das verlangen nach Abwechslung widerspiegeln. Den meisten meiner Freunde die ihr Studium abgeschlossen haben, stehen diese Auslandserfahrungen zum Hals. Jeden Monat bei einen neuen Kunden im Ausland abhängen, keine Zeit sein verdientes Geld überhaupt auszugeben und den Kontakt zu seinen alten Freunden verliert man immer mehr.
  9. #9

    ...

    Zitat von Mathe-Freak Beitrag anzeigen
    Bei welchen Arbeitgebern den bitte?
    'Hey ich konnte Kiwis ernten und da eh fast nur Deutsche diesen Blödsinn machen musste ich nicht mal Englisch sprechen.'
    Da bin ich echt froh ein Jahr eher mit .....
    Hier sind nicht fachliche, sondern LEBENSerfahrungen gemeint. Das, denke ich, haben Sie sehr wohl begriffen, sodass Sie sich Ihre polemischen Auswüchse sparen können. Obwohl... darf ich aus Ihrem Nick schließen, dass Sie Mathe-Student sind?








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