Damenverbindungen: "Haben wir dich zur Spießerin erzogen?"

Studentenverbindungen galten lange als Männerdomäne, doch inzwischen*gefällt auch Frauen*die Tradition. Allerdings*ecken*sie oft doppelt an:*Einige*Burschenschaftler finden sie*zu emanzipiert und*linke Kommilitonen zu konservativ.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...722719,00.html
  1. #1

    Erneut mangelhafte Recherche

    Leider kommt es bei Berichten über akademische Verbindungen immer wieder zu Recherchefehlern, auch SPON und auch erneut in diesem Artikel.
    Zum einen heißt es immer noch nicht "Burschenschaftler" sondern wenn dann "Burschenschafter".
    Darüber hinaus erweckt die ausschließliche Nennung eines Zweiges von Studentenverbindungen erneut den Eindruck, alles was männlich ist und bunte Bänder trägt, ist automatisch Burschenschafter.
    Wann, werte Autoren, werden Sie endlich begreifen, dass Burschenschaften nur eine Art der Gruppierung neben Corps, Turnerschaften, Sängerschaften, Landsmannschaften etc. etc. sind?
    Immer dieses über einen Kamm scheren, damit machen Sie eine gesellschaftliche Akzeptanz von Gruppierungen, in denen der Generationenvertrag noch funktioniert, äußerst schwer.

    Und bevor auf Basis dieses Artkiels jetzt mögliche Tiraden über Emanzipation etc. kommen: in anderen Ländern (Beispiel: Baltikum) sind Damenverbindungen seit ungefähr 100 Jahren an der Tagesordnung. Die Geschichte der Damenverbindung ist also mitnichten erst 10 oder 20 Jahre alt, einige können auf einen 100jährige Tradition zurück blicken.
    Nicht zu vergessen die gemischten Verbindungen.
  2. #2

    Wer während des Studiums...

    ...zu solchen Banalitäten noch Zeit findet, macht ohnehin etwas falsch und sollte sich mal überlegen, ob die dafür aufgewendete Zeit (gerade im Lichte der aktuellen hartz IV Debatte und der damit verbundenen Haushaltslage) nicht sinnvoller zu nutzen wäre.

    Der Wert vieler dieser Vitamin B Clubs geht ohnhin spätenstens dann verloren, wenn man für einen Job wirklich etwas können muß...
  3. #3

    Nicht zu fassen

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    ...zu solchen Banalitäten noch Zeit findet, macht ohnehin etwas falsch und sollte sich mal überlegen, ob die dafür aufgewendete Zeit (gerade im Lichte der aktuellen hartz IV Debatte und der damit verbundenen Haushaltslage) nicht sinnvoller zu nutzen wäre.

    Der Wert vieler dieser Vitamin B Clubs geht ohnhin spätenstens dann verloren, wenn man für einen Job wirklich etwas können muß...
    Ich bitte Sie, etwas weniger Engstirnigkeit würde auch Ihnen sicherlich gut stehen.
    Ich bin weder Corps, noch Tuner, noch sonstirgendwas sondern ein stinknormaler freier Student. Aber ich kann verstehen dass es viele Menschen gibt die sich an dieser Idee erfreuen und sie leben möchten. Auch Frauen, warum auch nicht. Nur weil ich es selbst nicht möchte kann ich doch akzeptieren dass andere anders denken.

    Eins habe ich aber neben meinem Studium auch mehr als genug, Zeit für Kindereien. Dennoch werde ich nach Abschluss meines Studiums einen Diplomgrad führen und behalte mir vor einen Doktor der Wirtschaftswissenschaften anzuhängen. Glauben sie mehr ich werde auch ohne Vitamin B meinen Weg gehen können, und das wird auch bei den netten Studenten aus dem Verbindungswesen nicht anders sein.

    Ihre Meinung, auch wenn Sie das so nicht gemerkt haben trifft nicht die Verbindungsstudenten. Vielmehr beleidigen Sie alle Studenten die sich nicht ins dunkle Kellerloch verziehen um den ganzen Tag zu lernen (ich wollte pauken schreiben aber das ist in dem Zusammenhang ja doch etwas zweideutig).

    Ich habe ein leben und nein ich bin kein ewig gestriger, ich bin das komplette Gegenteil des !stereotypen! Verbindungsstudent. Optisch wie wesentlich fühle ich mich der Hip Hop Kultur zugehörig und lebe ein Modernes weltgewandtes Leben. Diese Information nur um etwaigen Vorurteilen vorzubeugen.
  4. #4

    @ Aquifex

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    Der Wert vieler dieser Vitamin B Clubs geht ohnhin spätenstens dann verloren, wenn man für einen Job wirklich etwas können muß...
    Keine Sorge, es gibt genügend Jobs, bei denen man nix können muss: Banker, Politiker, ...
  5. #5

    ...was auch durchaus so gemeint war...

    Zitat von Nbass Beitrag anzeigen
    Ihre Meinung, auch wenn Sie das so nicht gemerkt haben trifft nicht die Verbindungsstudenten. Vielmehr beleidigen Sie alle Studenten die sich nicht ins dunkle Kellerloch verziehen um den ganzen Tag.....
    Es ist durchaus der mangelnde Wille zur Leistung, der soviele Akademiker arbeitslos läßt. Wie oft bekomme ich Bewerbungen auf den Tisch, in denen sich ein Absolvent nach 18 Semstern Diplomstudium als hoch kompetent anpreist, in Wahrheit aber das wichtigste vermissen läßt.

    Wieviele Ingenieure wedeln mit ihrem Diplom und melden gleich nach der Uni Führungsansprüche an, ohne auch nur einen Handschlag echter Industrie-Forschung getan zu haben.

    Die Einstellung, das Studenteleben diene vor allem der Selbstverwirklichung und Selbstfindung und habe daher auch für jeden offen zu stehen ist vollkommen realitätsfremd.
    Das hat sich nur leider noch immer nicht rumgesprochen. Auslandssemester sind nett, aber wenn der Rest nicht stimmt völlig wertlos. Verbindungszugehörigkeit mag dem einen als Ausdruck sozialer Kompetenz erscheinen, ist aber ebenfalls völlig wertlos, wenn das Studium überdurchschnittlich lange dauerte. Die Anforderungen, die die Industrie an absolventen stellt, sollten eigentlich klar sein. Und dennoch wundern sich so einige, daß sie offenbar doch nicht alles richtig gemacht haben.

    Als allererstes kommt das Studium. Den Rest muß man schon gut abwägen.

    Und hier kommen dann die indischen Kollegen ins Spiel, die in der "Wir brauchen mehr Einwanderung"s-Debatte immer genannt werden.

    Fragen Sie sich mal, warum...
  6. #6

    ...

    Ich muss mich das nicht fragen, ich bin mir der Problematik durchaus bewusst. Was mir an Ihrem Beitrag aber übel Aufstieß ist schlichtweg die Pauschalkeule mit der sie das alles als unnötig abtun.

    Auf der anderne Seite muss ich ja wohl nicht erwähnen dass es nach wie vor gutausgebildete Leistungswillige Jungakamdemiker gibt die von der Wirtschaft behandelt werden wie die letzten Idioten.
    Ich für meinen Teil verfüge über Wirtschaftsabitur, eine Abgeschlossene Ausbildung zum Bankkaufmann mit guter - sehr guter Arbeitsbeurteilung und ein fast vollständig abgeschlossenes Betriebswirtschaftsststudium mit einem Schnitt von im Moment 2,3. Ich denke dass sind keine allzuschlechten Vorraussetzungen für ein Betriebspraktisches Semester, ohne Führungsanspruch und von mir aus (wenn auch nur wiederwillig) auch unentgeltlich. Von den 15 Kontaktierten Unternehmen habe bis Dato 2 erkannt dass ich über fundierte Vorkenntnisse verfüge. Die einen haben keine Kapazität für Praktika und haben mich stattdessen gebeten mich nach Sudienabschluss um eine Arbeitsstelle zu bewerden und die anderen haben mir ein Praktikum im PR bereich angeboten. Vom Rest kamen nur schreiben die Vermuten lassen dass die Bewerbung noch nicht einmal richtig gesichtet wurde. Standartantwort z.B. Sparkasse: Wir können leider keine !Schülerpraktika! mehr anbieten.

    Komisch dass wir mittlerweile die Netten freunde aus Indien kommen lassen müssen während unsere Fachkräfte in nicht geringer Zahl das Land verlassen weil Ihnen im Ausland bessere Perspektiven, Wertschätzung und eine weit bessere Bezahlung winken.
    Ich für meinen Teil spiele auch schon mit dem Gedanken mich mit der Deutsch-Singaporischen Handelskammer in Verbindung zu setzen und nach meinem Studium dort Erfahrungen zu sammeln. Ob das was wird steht in den Sternen, aber wenn es mir dort gefallen sollte kann es passieren dass ich da bleibe... Ups, wir brauchen ja Fachkräfte.
  7. #7

    Hurra, wir haben Feindbilder..

    Zitat von syracusa Beitrag anzeigen
    Keine Sorge, es gibt genügend Jobs, bei denen man nix können muss: Banker, Politiker, ...
    Es gibt auch genügend Leute die denken der Stereotype Bös-Mensch verstecke sich im Anzug und toaste sich Kinder zum Frühstück.

    Vielleicht sollten Sie sich mal in diesen Versagerjobs bewegen, mal sehen wie lange Sie sich dort bewähren.
  8. #8

    Muss noch hinzufügen...

    ... War zu faul mir die Beiträge noch einmal durchzelesen, die Tippfehler bitte ich geflissentlich zu übersehen. Mir ist es gerade selbst ein Graus gewesen als ich es dann doch noch mal gelesen habe.
  9. #9

    Bananen-Banal?

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    ...zu solchen Banalitäten noch Zeit findet, macht ohnehin etwas falsch und sollte sich mal überlegen, ob die dafür aufgewendete Zeit...
    ... und wer neben seinem Beruf noch Zeit hat statt technischer Publikationen oder Wirtschaftsnachrichten, solche SPON Artikel nicht nur zu lesen, sondern sogar noch zu kommentieren, der sollte sich fragen, ob er nicht mal besser vor seiner eigenen Haustür kehren sollte...