DPADas Armenviertel Cidade de Deus in Rio de Janeiro wurde durch seine extreme Gewalt bekannt. Ausgerechnet dort war nun die dänische Kronprinzessin zu Gast. Zur Feier des Tages wurde unter anderem eine Modenschau für Mary veranstaltet - mit Kreationen der Favela-Schneiderinnen.
http://www.spiegel.de/panorama/leute...857066,00.html
Brasilien hätte, sozial gesehen, Potential. Mit sozial meine ich, dass es zwar dennoch Potential hat (aufgrund der Grösse), aber wegen der allgemeinen eher kognitiven Bescheidenheit wird es klaglos an etwa 0,1% der Bevölkerung gehen, dieser sich aus diesem Potential ergebende Reichtum, anstatt durch bessere Verteilung eine positive Besserung dieses ekligen Favelatums zu bewirken.
Und man könnte da belieben -Ismus drüberscheiben als Label, die Fakten bleiben so, wie sie gemeinhin eben sind. Die bekannten, geläufigen Systeme sind in ihrer vermeintlichen Gegensätzlichkeit eine Illusion. Das Prinzip bleibt gleich. Homo "sapiens" eben. :(
Arme haben in deinen Augen also kein Recht auf Fortpflanzung? Wenn sie schon ohne jeglichen Luxus leben, soll man ihnen noch die Freude an ihren Kindern rauben, aus wirtschaftlichen und demografischen Gründen?
Diese Einstellung ist mir zuwider. Auch in Deutschland versucht man durch allerlei Steuergesetze und Regelungen die Einkommenslosen auszurotten, kein Kindergeld bei hartzIV, kein Elterngeld, etc.
Der Sinn und Zweck der Operation ist klar, die angeblich dümmeren sollen nicht die angeblich Intelligenteren bei der Fortplanzung überflügeln. Das klingt für mich sehr nach eine Ideologie, die vor nicht allzulanger Zeit hier in Deutschland vorherrschend war.
Das funktioniert aber sowieso nicht, erstens weil sich die Fortpflanzung als einziges beim Menschen eben nicht planen und kontrollieren lässt, zweitens weil selbst die gesetzliche Bevorzugung der Wohlhabenden nicht deren starken Drang zur Selbtverwirklichung statt Familie, überwiegen kann.
Auf der Einen Seite erzeugt diese Haltung also kaum einschätzbares Leid in der Unterschicht, auf der Anderen Seite zeichnet sich ändert das nichts an der Impotenz der Oberschicht. - Die Kollateralschäden nicht zu vergessen, wie etwa schwangere Studentinnen, Schüler (die kriegen HartzIV minimalsatz) oder Azubis nicht zu vergessen.
Ja, das ist auch in Deutschland so - unser Land ist dank der neoliberalen Politik der letzten 15 Jahre sozial völlig unsolidarisch. Die Verwahrlosung vieler Familien unter der Armutsgrenze ist nicht viel anders als in einem Schwellenland, damit haben wir die sozialen Konflikte mit denen die nächste und übernächste Generation sich befassen muss schon geschaffen.
Sie verstehen mich da miss. Sie sollen doch gerne ihre Kinder haben, aber die Probleme in den Favelas gehen doch eben leider darauf zurück, dass Familien durchschnittlich ein Dutzend Kinder haben und nicht eher drei, was sie wirtschaftlich noch realistisch (sich) maximal leisten könnten.
Was ist dann die Folge, bitte? Dass Kinder aus diesen Gegenden in Youtubeclips auftauchen, die erklären, mit 8 Jahren ihren ersten Menschen getötet zu haben? Klebstoff schnüffelnde 10-Jährige Bandenchefs? Dann doch lieber etwas wohl abgewägter Freudenraub, ja. Aber nur als Empfehlung.
Aber um auf das eigentliche Thema noch kurz zu touchieren, Modepräsentationen einer Prinzessin in einer südamerikanischen Favela ist so daneben, da wären nicht mal Monty Pythons drauf gekommen.
"Kronprinzessin Mary hatte sich in dem Viertel Cidade de Deus (Stadt Gottes) der brasilianischen Hauptstadt angekündigt". Ach so, Rio ist also die Hauptstadt Brasiliens? Meine Herren, setzen, 6. Peinlich. Zu den unqualifizierten Kommentaren hier fällt mir nicht viel ein - nur dass sie unqualifiziert sind. Schon einmal in Brasilien gewesen, nein? Dann im Sinne von Dieter N., keine ahnung, dann lieber die Klappe halten....
genau Brasilia und das schon seit ueber 60 Jahren...