Forum


 

Cyber-Attacken: Britischer Minister hält Viren für zivilisierte Waffen

Getty ImagesSind Virenangriffe mit Schädlingen wie Stuxnet oder Flame kriegerische Akte? In jedem Fall seien sie doch "eine recht zivilisierte Möglichkeit" mit Sicherheitsproblemen umzugehen, sagte nun ein britischer Minister. Eine US-Behörde warnt unterdessen vor dem Flame-Virus.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...836729,00.html
  1. #10

    Zivilisierter...

    ...in einer Hinsicht: Das abendländische Kriegsverständ is lässt sich in etwa so beschreiben:
    Eine Gruppe weißer, christlicher (geld-)adliger Befehlshaber entscheiden, wann wie viele tausend Menschen sterben werden, von denen sie unter Garantie niemanden persönlich kennen. Insofern haben wir womöglich tatsächlich einen Paradigmenwechsel vor uns: Die Generäle können selbst - ganz persönlich - getroffen werden. Wenn nicht von ihren eigenen Waffen, dann vielleicht doch von den Würmern, die noch kommen werden. Aus China, aus dem Iran und aus Nordkorea.
  2. #11

    Ohne UN-Mandat nicht akzeptabel

    Natürlich wisse er "nichts über die Einzelheiten und ich werde sie auch nicht kommentieren", sagte der Brite, fügte dann aber hinzu: "Ich würde sagen, dass eine Regierung, die zu dem Schluss gekommen ist, dass sie aus Gründen des nationalen Interesses oder der nationalen Sicherheit einen Effekt bei einem Gegner erzielen muss … dann ist das wohl eine recht zivilisierte Möglichkeit." Flame und Stuxnet: Britischer Minister hält Viren für zivilisiert - SPIEGEL ONLINE
    Okay, Stuxnet ist zivilisierter als z.B. der Vietnam- oder Irakkrieg aber dergleichen darf trotzdem nicht Mode werden, denn was wäre, wenn der Iran ebenso antworten würde? Ein Angriff ohne UN-Mandat ist nicht akzeptabel. (imho)
  3. #12

    Zitat von R1181 Beitrag anzeigen
    Wenn z.B. das nordkoreanische oder das iranische Atomprogramm statt mit massiven Bombenangriffen mit einem Computervirus gestoppt werden kann, ist das wohl allerdings deutlich zivilisierter und in jedem Falle vorzuziehen.

    Wer allerdings glaubt, sterben zu müssen, wenn sein i-Phone mal eine Stunde ausfällt wird das sicher anders sehen...
    Ob das zivilisierter ist wage ich zu bezweifeln. Die Hemmschwelle, eine Cyberwaffe einzusetzen dürfte wohl geringer sein als ein Angriff mit herkömmlichen Waffen.

    Wenn diese Türe jetzt geöffnet wurde kann man wohl darauf warten, wann die "Gegenseite" (wer immer das auch ist) antwortet.

    Und das können Sie ruhig glauben. Absolute Sicherheit gibt es im IT-Bereich nicht. Immerhin hat es Stuxnet auch geschafft sich auf Systemen zu verbreiten, die nicht ans Internet angeschlossen waren.

    Was passiert, wenn in weiten Teilen eines Landes plötzlich Strom- oder Wasserversorgung ausfällt kann sich jeder selbst ausmalen, oder wenn Atomkraftwerke abgeschalten werden müssen, weil sie angegriffen werden.

    Es würde schon ein ziemliches Chaos verursachen, wenn zur Hauptverkehrszeit in einer Großstadt alle Ampeln ausfallen.
  4. #13

    zudem stellt sich die Frage

    was passiert, wenn dann mal jemand auf die Idee kommt, das Stromnetz eines Landes außer Gefecht zu setzen.
    Wenn es dem Land dann nicht innerhalb 1-2 Wochen gelingt, die Stromversorgung wieder herzustellen, hat man es zurück in die Steinzeit katapultiert.
    Ob das zivilisiert ist...?
  5. #14

    Zivilisierter Bumerang?

    Ob zivilisiert, oder barbarisch, schon bald und da bin ich mir ganz sicher, wird uns ( westliche Welt ) so ein Stuxnet - Derivat "beglücken". Man kann dann nur hoffen, dass die Testumgebung der "Bösen" nicht so gut, wie die der "Guten" war. Ob der Herr Minister dann zum Beispiel, das "zivilisierte" Herunterfahren der Kühlanlage eines britischen Atomkraftwerks, immer noch als solches empfindet, ist zu bezweifeln.

    Die Büchse der Pandorra ist weit geöffnet.








TOP



TOP