DPAKatrin Albsteiger, die Chefin der bayerischen CSU-Jugend, gibt der Altherrenpartei ein modernes Gesicht. Die 28-Jährige steht für den Typ Frau, mit dem die CSU am meisten Schwierigkeiten hat: feminin, modern, gebildet. Sie soll helfen, die Christsozialen aus ihrer Identitätskrise zu holen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...819315,00.html
Also ist heute nicht etwa Erfahrung, Moral und Verantwortungsbewusstsein für eine politische Karriere nötig, sondern man muss twittern und ein Smartphone bedienen können?
Nun erklärt sich bei mir so einiges. Mit derlei Qualifikation kann es ja nur bergab gehen.
Ich freue mich über jeden Menschen, der sich politisch engagiert. Aber wenn man der Ansicht ist, Politik könne man per Smartphone erledigen, dann sollte man sich doch fragen wie ernst man es mit der politischen Arbeit meint. Mit der "netzaffinen Welt" kennen sich heute Fünftklässler bestens aus. Taugen die also damit auch zum Kanzler, Minister oder Bundespräsidenten?
Irgendetwas wurde da bei der CSU noch nicht ganz verstanden.
Mir ist ein verantwortungsvoller, erfahrener "E-mail Ausdrucker" allemal lieber als eine von diesen Jüngelchen oder Mädelchen, die meinen, man führe ein Land heute per Handy und Politik ist eine grosse Spielwiese.
Endlich hat auch die CSU eine Vorzeigefrau, die in ihrem Leben noch nie die harte Realität des Berufslebens kennenlernen mußte, bevor man ihr pensionsberechtigte Pöstchen zugeschanzt hat; Andrea Nahles, Kristina Schröder und Silvana Koch-Mehrin sind nicht mehr alleine.
Man muß schon komplett realitästbefreit sein, solchen Leuten zuzutrauen, über die Lebensrealität der Bevölkerung zu entscheiden.
Eine 28-Jährige als Nachwuchspolitikerin zu bezeichnen, zeugt nur davon, dass Deutschland vergreist.
Das ist wohl so wie mit deutschen Lyrikern, die meist auch als Junglyriker bezeichnen werden, obwohl sie die 50 Lenze schon hinter sich gebracht haben.
Man sieht auch kaum junge Unternehmer, die eigenständig ein Unternehmen hochziehen. Und in puncto Internet liegt Deutschland fast ein Jahrzehnt hinter allen anderen zurück.
Ich hoffe ja, dass Deutschland nochmal die Kurve kriegt. Aber im Moment sieht es mehr danach aus, als bestünde auch daran kein ernsthaftes Interesse.
So viel zum Thema Benachteiligung von Frauen.
Und wenn wir gerade schon davon reden: Sie hat Politik studiert und reiht somit in die Schlange der Politologinnen, Soziologinnen, Kommunikationswissenschaftlerinnen und Pädagoginnen, die zwar irgendwie alle nichts technisches studiert oder geschafft haben, aber ganz genau wissen, dass dort Frauen diskriminiert werden:
Um es anders zu sagen, ich bin mir ziemlich sicher, wie sie zur Frauenquote stehen wird.
Vielleicht kann ich helfen. Da wo ich herkomme - also aus der bayerischen Provinz - ist die JU neben der kath. Kirche die einzige Organisation, die anständige Jugendarbeit betreibt. Egal ob Freizeittreff, Ausflüge, Jugenddisco, etc. Es war eigentlich immer klar, dass man sich dort engagiert, wenn man politisch aktiv werden will.
Die Zeit der großen Diplomaten und Strategen scheint tatsächlich zu vergehen. Oder wie erklärt man sich, dass Deutschland als Zahlmeister sich so auf der Nase herumtanzen lässt: Deutsche Fahnen, die in Griechenland brennen, ein EU-Parlament, bei dem Deutschland weit unter-repräsentiert ist und die Übernahme der EU-Zahlungen für Länder, die einfach keine Lust hatten zu zahlen (I want my money back).