Keine Chance für Schwarz-Grün: Innenminister Friedrich rechnet im Interview mit der Ökopartei ab, hält ihren Erfolg für ein "Phänomen des Übergangs". An die FDP appelliert er, der Verlängerung der Anti-Terror-Gesetze zuzustimmen - Deutschland und Europa seien "im Fadenkreuz des internationalen Terrors".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...768730,00.html
Ja genau das konnte man ja wunderbar letzte Woche sehen. Wie war das noch gleich? "Ihr macht bei unseren Gesetzen nicht mit? Dann blockieren wir halt." Das sind wunderbare Argumente - eines Vorschülers.Friedrich: Wir werden die FDP mit unseren guten Argumenten überzeugen.
Welche "Kriege" meinen Sie denn? Der erste klassische Kriegseinsatz der Bundeswehr begann 1999 mit Luftangriffen auf die Bundesrepublik Jugoslavien (Kosovo-Krieg). Auch nach Afghanistan zogen deutsche Soldaten unter einer rot-grünen Regierung! Kanzler war in beiden Fällen Schörder (SPD), Außenminister war Fischer (Grüne). Glauben Sie, dass die beiden "auf Geheiß der CDU" gehandelt haben?
Aus dem jüngsten bewaffneten Konflikt (Libyen) hat sich die schwarz-gelbe Regierung bewusst herausgehalten, und wurde dafür prompt von der Opposition scharf kritisiert.
Eine schöne Zusammenstellung aller Auslandseinsätze finden Sie übrigens auf Wikipedia unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Ausland...der_Bundeswehr
Bitte schauen Sie sich einmal genau den Charakter der Einsätze von 1960 bis heute an: Noch unter Kanzler Kohl hatten deutsche Auslandseinsätze eine klar defensive Ausrichtung. Meist waren es Sanitätssoldaten, Minenräumkommandos oder Einheiten zur Überwachung eines Embargos, einer Wahl oder einer humanitären Aktion. Den ersten Angriffskrieg seit 1945 führten 1999 Schröder und Fischer.
Interessant ist auch, einmal die Anzahl der Einsätze, die von 1998 bis 2005 unter einer rot-grünen Regierung begonnen wurden, zusammenzuzählen - und dann jene, die zwischen 2005 und 2011 unter Merkel begannen.
Erneut dieselben Parolen bei Kabinettsmitgliedern, die nicht Ihre Meinung teilen...wie ist es um den Zustand in unserem Land bestellt, wenn jeder kritische Zeitgenosse als "Brandstifter" tituliert und jegliche Meinungsverschiedenheit (wie man in letzter Zeit immer häufiger auch bei Spon sehen kann) zum "Eklat" erklärt wird. Ich bin auch kein Friedrich-Fan, aber er hat ausnahmsweise Recht. Die Grünen sind nun einmal nur eine Partei, die von Stimmungen profitiert und von Wohlstandssorgen gleich mit - und in BaWü kann man ja bald erleben, ob sie pragmatisches Regieren durchhalten.
Unter Joschka Fischer hatte ich eine Menge Respekt für die Partei, auch weil sie sich als kompromissbereit und realistisch erwies. Aber unter Roth und Özdemir haben B'90/Grüne sich als Reformkraft (vor allem politisch - wie war das nochmal mit Volksabstimmungen und Bürgerbeteiligung?) endgültig verabschiedet - sie sind das geworden, was sie nie sein wollten...eine etablierte Partei!
Das glaube ich ihnen gerne, denn Ihre Einlassungen sind vernünftigerweise fern jeglicher emotionaler Aufwallungen wie folgend sichtbar:
Aber im Ernst, wissen Sie nicht, dass es zur CSU-Folklore gehört, Gegner in der von Friedrich gezeigten Weise anzurempeln und zwar exakt in dem Moment, an dem die CSU erkennt, dass da ein ernstzunehmender Gegner existiert?
Während die CSU in den letzten Wahlergebnissen und auch in Berlin an ihrem dort schwindenden Einfluss merken muss, dass sie letztlich das ist, was sie ist, nämlich eine Regionalpartei, laufen die Grünen in der Wählergunst zur Hochform auf (was keineswegs so bleiben muss). Und das merkt man in der CSU. Die steht allerdings vor gravierenderen Wechseln und Umbauten, denn ihre Stammwählerschaft, unter anderem auch das so genannte katholische Milieu hat sich enorm geändert.
Sollte die aktuelle Koalition in Baden-Württemberg Erfolg haben und sich bewähren, dann wird das auch Auswirkungen auf Bayern und die dortige CSU haben. Und das Thema Schwarz-Grün ist noch lange nicht auf der Schattenseite des Mondes verschwunden.
wenn Sie's erst mal selbst mit Ihrer "Nachdenken-Anregung" probieren?
Dann könnte Ihnen vielleicht auch aufgehen, dass ich mit keinem Wort Kritik übte und genaus so wenig "ehec" oder "keime" thematisierte.
Wenn etwas albern ist, dann sind es solche Verzerrungen, die anderen Foristen Aussagen in ihre Texte hineininterpretieren, die nie artikuliert wurden.