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Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!

DPADie Freiheit im Internet ist wichtig, aber die Piratenpartei geht zu weit. Wer etwa Musiktauschbörsen im Netz generell legalisieren will, begeht einen großen Fehler. Die Politik muss die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben können - es geht um einen fairen Ausgleich der Interessen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832262,00.html
  1. #380

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Und iweder falsch verstandne. Das wollen ide Piraten doch auch gar nicht.
    Aber nehmenwir zB den Großteil meines Kundenkreises. Die würde alle für MS bezahlen, warum? Weil sie dann Updates bekommne, Serivce usw.
    Viele Ding können Sie nur mit einem Original. Und das ist auhc gut so.
    Unsere WIN Lizenzen sind alle gekauft. Auch unser Adobe usw...alles echt, alles original, alles toll. Weil wir es brauchen.
    Was hab ich falsch verstanden? Was wollen die Piraten nicht?
    Ich kenne Ihren Kundenkreis nicht, aber was macht Sie so sicher, dass diese sich sämtliche Software käuflich erwerben würden, selbst wenn sie diese auch kostenfrei auf legale Weise bekommen können? Updates sind ein Argument, aber da gibt es auch Möglichkeiten ohne gültige Lizenz. Sie scheinen ja echt an das Gute im Menschen zu glauben.
  2. #381

    Schaden oder nicht schaden...

    Zitat von taggert Beitrag anzeigen
    Nun: keiner.
    Zumindest nicht in Deutschland.

    Wieso nicht?
    Sobald der "Datendieb" die Daten verwendet um - auf irgend eine Weise - Geld damit zu machen... ist es nach wie vor eine illegale Kopie,
    die man juristisch angehen kann.
    Also: kein Schaden!
    Sie sind Optimist, stimmt's? Kein Schaden - Sie müssen nur Prozesse führen. Und einstweilige Verfügungen erwirken, damit der Dieb Ihnen nicht das Geschäft wegnimmt. Vielleicht hat ers aber auch nach Fernost verkauft....

    Im Ernst, Ihre Argumentation ist amüsant unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Mal zur Erinnerung: Ausgangspunkt meiner Argumentation war dieser Beitrag:

    Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!

    Hier wird also angedeutet, es sei ja kein Schaden entstanden, wenn man etwas digitales "klaut" - das Original ist ja noch vorhanden. Folglich sei es auch kein Diebstahl.
    Und Sie erzählen jetzt, es sei kein Schaden entstanden, weil man ja gerichtlich dagegen angehen könne... demnach wäre es also sinnvoll jedwedes illegales Filesharing konsequent juristisch zu verfolgen, dann entsteht ja kein Schaden, weil man seine Rechte einfordern kann.

    Ist es Ihr Hobby Gegnern der Piratenpartei Steilvorlagen zu liefern?


    Zitat von taggert Beitrag anzeigen
    leicht Provokativ - zugegeben,
    aber nehmen Sie es mir nicht übel ;):

    Super!
    Dann darf ich auch nach Ihrer Argumentation weiterhin so viel Musik laden, wie ich möchte!
    Wenn Sie interessiert, wieso...
    lesen Sie meinen Kommentar ein paar Seiten vorher (Kommentar #204) in diesem Thread.
    Ich nehme es Ihnen nicht übel. Ich liebe Provokationen. Es wäre allerdings sinnvoll genau zu lesen, bevor man eine Provokation versucht. Huch - war das jetzt provokativ? Meinen Beitrag noch mal etwas vollständiger:

    Zitat von HeisseLuft Beitrag anzeigen
    Radio- und TV-Sender haben für die Senderechte bezahlt. Darin ist auch einkalkuliert, dass einige Zuhörer die Musik mitschneiden. Im allgemeinen gibt es dabei ohnehin einen gewissen Qualitätsverlust, das ändert sich nur gerade bei digitalen Sendern.
    "einige Zuhörer" , "Qualitätsverlust" , "ändert sich nur gerade bei digitalen Sendern"

    Das also ist darin miteinkalkuliert. Das von Ihnen beschriebene Verfahren wohl kaum:

    Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!
  3. #382

    Ach? Doch ein Schaden?

    Zitat von bauklotzstauner Beitrag anzeigen
    Ein sehr großer! Der übrigens durch den "Schutz geistigen Eigentums" häufig noch vergrößert wird!

    Kein Witz! Denn hier geht es um Wirtschaftsspionage im großen Stil. Hierbei sind vor allem US-amerikanische Firmen zusammen mit den dortigen Geheimdiensten sehr aktiv. Und die lassen sich dann die gestohlene Erfindung in den USA patentieren (!!!) und verlangen vom Entwicker auch noch Lizenzgebühren, wenn sie ihre eigene Erfindung in den USA vermarkten wollen!

    Auch sowas sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man zum Thema "Schutz geistigen Eigentums" auf Radikalschutz hin argumentiert.
    Witzig: einige scheinen der Meinung zu sein, es entstehe kein Schaden:

    Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!

    Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!

    Übrigens: Russen und Chinesen gelten da auch als recht aktiv. Und schnöde Plagiate werden gerne auch an unserem edlen Wirtschaftstandort erzeugt...
  4. #383

    Zitat von bigboom Beitrag anzeigen
    Dann streichen wir auch alle Subventionen für Bauern...
    Nicht ablenken, es geht hier nicht um die Landwirtschaft.

    Sie fordern eine gerechte Vergütung für Künstler, verbunden mit der Klage, dass die Raubkopiererei dieselbe verhindern würde. Das wirft die Frage auf, was eine "gerechte Vergütung" für Künstler ist und wie die mit wechen Mitteln hergestellt werden soll.

    Wer wäre heute dafür zuständig, einen neuen Vincent van Gogh "gerecht" zu vergüten, wenn dieser wie sein historisches Vorbild seine genialen Bilder nicht verkaufen könnte?

    Wer wäre dafür zuständig, dem sehr schlechten Schauspieler Til Schweiger das viele Geld wieder wegzunehmen, das er mit seinen schlechten Filmen verdient hat, und gerechterweise an viel talentierterte Stadttheater-Mimen zu verteilen, die am Hungertuch nagen und künstlerisch relevante Stücke spielen?

    Oder sollte das alles gar nicht passieren, obwohl es doch gerecht wäre?

    Zitat von bigboom Beitrag anzeigen
    Wie ungerecht ist denn in Ihren Augen - mögen Sie Pirat sein oder nicht - das derzeitige System?
    Lässt sich nicht pauschalierend beantworten. Auf jeden Fall hat die hochsubventionierte Hochkultur, in der z.B. der Preis einer Eintrittskarte zu 90 % bezuschusst wird, wohl kaum etwas mit "gerechter Vergütung" der beteiligten Künstler zu tun. Oder warum sollte es gerecht sein, wenn die Opernliebhaber das hohe Gehalt des Opernsängers nur zu 10 % bezahlen?
  5. #384

    Zitat von dockelgockel Beitrag anzeigen
    Musik, Videos, Texte ... können kopiert werden.

    Und deshalb, nach dieser Logik, müssen wir nun das, was ALLEN Menschen zur Verfügung gestellt werden könnte, künstlich einschränken, für den Vorteil der wenigen.

    Da schaffen wir es - ENDLICH - Bereiche zu finden, in denen Überfluss herrschen könnte, weil wir es sehr leicht beliebig kopieren können. Und statt uns darüber zu freuen - schränken wir es KÜNSTLICH wieder ein.
    Auch Gemälde können kopiert werden, und das sind dann Kunstfälschungen und werden bestraft. - Und man kann auch adidas-Shirts nachmachen - und das sind dann Markenfälschungen und werden bestraft. - Man kann auch Dissertationen abschreiben - das sind dann Plagiate und der Titel wird aberkannt. Und man kann auch Rollex-Uhren nachbauen, oder Stradivari-Geigen, Gucci-Handtaschen Chanell-Parfüm und und und - alles strafbare Handlungen.

    Der von Ihnen gewünschte "Überfluss" steht Ihnen für das tägliche Leben in jedem Supermarkt zur Verfügung; und aus dem Radio können Sie aus einem Überfluss von hunderten Sendefrequenzen 24 Stunden am Tag pausenlos Musik hören.
  6. #385

    Zitat von Idahoe Beitrag anzeigen
    Nun, trotzdem gehen die Stückkosten gegen NULL, da Sie das digitale Gut unendlich vervielfältigen können.
    Nein, das tun sie nicht, da die Stück-Kosten von der abgesetzten Menge abhängen (Fixkosten sind Teil der Stückkosten). Wenn alle (bis auf einen) das Album also illegal runterladen, haben Sie trotzdem riesige Stückkosten, die in einem Verlust resultieren. Sie malen sich Ihr Verhalten nur schön.

    Was Sie meinen sind die variablen Kosten, aber es nützt Ihnen als Künstler herzlich wenig sich über die niedrigen variablen Kosten zu freuen wenn der große Batzen, der bezahlt werden will, die Fixkosten sind!
  7. #386

    Zitat von franko_potente Beitrag anzeigen
    Das stimmt sogar.

    Beispiel Battleship, aktueller Kinofilm

    Kosten 200 MIo Dollar - Einspielergebis nach 4 Wochen Kino
    200,4 Mio Dollar.

    Dazu kommen nun weitere Kinoerlöse. Die DVD Erlöse, Blue Ray Erlöse. Brettspielversion, Erlöse aus Vermietung, Erlöse aus Merchandising, Erlöse aus der Kompilierung, Directors cut, Erlöse aus der Soundtrackvermarktung, Erlöse aus der Computerspiellizenz.

    Nach 4 Wochen hat der Fim also TROTZ aller Raubkopien, schon die 1stCopycosts rein (1cc, fcc)

    Anderes Beispiel:

    Avatar: Kosten 300 Mio US Dollar. Einspielergebnis nach 119 Wochen?
    3,12 MRD Dollar. Meistkopiertester Film der Welt. Einspielergebnis ohne Zweit- und Drittverwertung.

    So...und nun nohcmal zum Ihrem Anwurf asozial.
    Sehe da keinen Widerspruch, sorry. Es ist asozial wider besseren Wissens, nur die Kosten für das digitale Kopieren als relevante Kosten anzusetzen (die Datei von Battleship hat ja nix gekostet), nur damit ich ruhigen Gewissens etwas Saugen kann.

    Effekte zur Stärkung von Aufmerksamkeit durch illegale Kopien (die es bestimmt auch gibt) oder Gewinne von Blockbustern (man weiß leider nur nicht vorher, was ein Hit wird, muss aber den Kameramann schon vor dem ersten Kino-Wochenende bezahlen) trotz illegaler Kopien sind davon nicht berührt.
  8. #387

    So langsam...

    Zitat von Idahoe Beitrag anzeigen
    Die unendliche Vervielfältigung ist genau wo begrenzt bzw. knapp ?
    Sie sollten sich mit BWL/VWL beschäftigen.

    In einer Wettbewerbs- oder auch Ellbogengesellschaft genannt, gibt es keine Fairness.
    Oder macht Wettbewerb Menschen fairer ?
    ...kommen wir der Sache näher:
    Sie wollen anscheinend keine Verknappung. Also wollen Sie auch keinen Handel sowie keinen Wettbewerb.... schade für die Kunstschaffenden, die somit auf einen Schlag quasi enteignet wären.

    "Fairness" und "Wettbewerb" passen sehr wohl zusammen. Dies regelt u.a. unser Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), den Sie anscheinend Favorisieren.
    Keiner Tip: Marktwirtschaft ist nicht immer gleich gnadenloser Kapitalismus. Deswegen haben wir hierzulande auch die soziale Marktwirtschaft.
    Aber spätenstens jetzt wissen wir ja, dass Sie von Fairness und Sozialem nicht soooo viel halten ;-)
  9. #388

    Sorry, Thema verfehlt...

    Zitat von h.hass Beitrag anzeigen
    Nicht ablenken, es geht hier nicht um die Landwirtschaft.
    Sie fordern eine gerechte Vergütung für Künstler, verbunden mit der Klage, dass die Raubkopiererei dieselbe verhindern würde. Das wirft die Frage auf, was eine "gerechte Vergütung" für Künstler ist und wie die mit wechen Mitteln hergestellt werden soll.
    Wer wäre heute dafür zuständig, einen neuen Vincent van Gogh "gerecht" zu vergüten, ......
    Hier geht es um "copyrights" und somit um die Verwertung von Urheberrechten... und damit haben Til Schweiger und Opernsänger nichts zu tun, solange sie nicht die Filme bzw. Opern, in denen sie mitwirken, nicht selber geschrieben haben.

    Und so sieht es nunmal aus: Ein Autor (Urheber) verdient nur, wenn seine Werke gekauft (offiziell vervielfältigt) und/oder aufgeführt werden. Ist es so schwer nachzuvollziehen, dass illegale Downloads einem Autor somit prinzipiell schaden??








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