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Copyright-Debatte: Wir müssen die Künstler schützen!

DPADie Freiheit im Internet ist wichtig, aber die Piratenpartei geht zu weit. Wer etwa Musiktauschbörsen im Netz generell legalisieren will, begeht einen großen Fehler. Die Politik muss die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben können - es geht um einen fairen Ausgleich der Interessen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...832262,00.html
  1. #10

    Geistiges Eigentum als Kampfbegriff

    Jeder kann mit seinem Eigentum weitgehend machen, was er will. Die Grenzen setzt der Staat. Bei geistigem Eigentum, das ja erst interessant wird, wenn es "veröffentlicht" wird, sollte das auch so sein.
    Was macht aber der Staat:
    - er erhebt Zwangsabgaben zur Förderung des "Geistigen Eigentums" ("Urheberrechtsabgaben" auf technische Geräte, Speichermedien ...)
    - er stellt erhebliche Steuermittel bereit zur Förderung des "Geistigen Eigentums" (Subventionen, Mehrwertsteuererlass, Buchpreisbindung ...)
    - er kauft aus Steuermittel Produkte des "Geistigen Eigentums" und lässt sie anschließend weiter vermarkten (Filmförderung, ÖR-Produktionen ...)
    - er erlaubt die finanzielle Nutzung "Geistigen Eigentums" über einen Zeitraum, der um ein vielfaches länger ist als die Patentnutzung ( die zudem auch noch Geld kostet ) als wären nur "Kunstwerke" "Geistigs Eigentum, aber nicht (oft legbensrettende) Patente.
    Soweit erst einmal.
  2. #11

    Gute Belohnung statt Besitzrechte

    Die Auffassung, dass man das Urheberrecht in seiner jetzigen Form nur modifizieren müsse, teile ich nicht. Derzeit dient es oft mehr den Verwertern (z.T. Großkonzernen), also gar nicht kreativ oder erfinderisch tätigen Gesellschaften, als den eigentlichen Urhebern. Außerdem sollte man sich vielleicht ernsthaft klar machen, dass es fast keine Idee gibt, die ein einziger Mensch wirklich allein hat. Irgendeine Anregung benutzt jeder! Eine Lösung, die unserer Zeit angemessen ist, sollte deswegen wie ich finde nicht "Besitzrechte" verteilen, sondern einzig und allein dafür da sein, für jede gute Idee eine angemessene Belohnung zu verteilen. Im Internet wäre es durchaus möglich, zu diesem Zweck Bewertungssysteme einzurichten, nach denen dann Geld aus gemeinsamen Töpfen verteilt wird - vielleicht aus einer "Kulturflatrate" oder etwas Vergleichbarem. Das Urheberrecht nutzt, so wie es jetzt ist, am meisten den Etablierten und Finazkräftigen. Die, die eine faire Belohnung für ihre Arbeit am meisten brauchen, sind aber vor allem die "kleinen Leute" unter den Künstlern.
    Was alle aber am meisten brauchen - Künstler, Wissenschaftler, Erfinder - ist Denkfreiheit und Zugang zu den Ideen anderer. Ideen, die in den Köpfen gefangen oder hinter einer finanziellen Mauer verbarrikadiert werden, nützen niemandem.
    Mal etwas poetisch ausgedrückt: Wer einen Apfelbaum pflanzt, sollte sich freuen, wenn der Früchte trägt, die er mit anderen teilen kann. Wer versucht, alles selbst zu essen, dem wird nur übel oder die wertvolle Ernte verdirbt...
  3. #12

    Mein Gott, ich kann es langsam nicht mehr hören! Jeder drittklassige Autor springt auf den Zug auf, weil es ja so ein Modethema, das die Massen bewegt.
    Lieber Spiegelschreiberling: Auch für Sie nochmal zum Mitschreiben:
    - Es geht NICHT darum, das Urheberrecht abzuschaffen.
    - Es geht NICHT darum eine "Umsonst-Kultur" zu schaffen.

    - Es geht darum, das Urheberrecht zu reformieren, den neuen Gegebenheiten anzupassen.
    - Es geht darum Konsumenten als auch Schaffende in 21. Jahrhundert zu holen.
    - Es geht darum die BEIDE Seiten ausbeutenden Konzerne zu beschneiden.
    Kultur ist NATÜRLICH ein Gut, das schützenswert ist. Nur halten in der vorhandenen Struktur einfach zu viele Parteien die Hand auf, bevor sie überhaupt den Konsumenten erreicht. Es braucht eine REFORM, keine Abschaffung. Dass das die Forderungen sind sollte (und IST wahrscheinlich in Wirklichkeit auch) bei Ihnen angekommen sein.
    Diesen kleinen Unterschied immer wieder bewusst zu unterschlagen und damit Meinung zu machen, Angst zu schüren, Fronten aufzubauen, hilft in der Sache überhaupt nicht, sondern treibt die Masse immer weiter in die Erkenntnis, wie verbohrt und von gestern die aktuellen Köpfe doch tatsächlich sind. Ihre Argumentation, der ganze Artikel nur für eins geeignet, den Mülleimer, da er von falschen Prämissen ausgeht. Aber wir haben ein neues Feindbild.... immerhin..
    Richtig: wir müssen DIE KÜNSTLER schützen, aber nicht die Verwertungsgesellschaften.
  4. #13

    Wer die Welt so schön verziert...

    ...sollte nicht so kleinlich sein. Ich fordere die Abschaffung der Eintrittspreise für Theater, Kinos und Konzerte - und - nicht der Buchpreisbindung sondern des Buchpreises überhaupt.
  5. #14
  6. #15

    Überschrift

    Kürzlich beim Lanz war ne lustige Runde, die digitale Daten mit Jeans-Hosen verglich, und die Physik infrage stellen wollte, oder sie zumindest verbieten.

    Auf diesem Niveau verläuft die Debatte in den Medien, natürlich, sind die Medien ja Teil des Apparats.
  7. #16

    Kaudern

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Freiheit im Internet ist wichtig, aber die Piratenpartei geht zu weit. Wer etwa Musiktauschbörsen im Netz generell legalisieren will, begeht einen großen Fehler. Die Politik muss die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben können - es geht um einen fairen Ausgleich der Interessen.

    Volker Kauder verteidigt das Urheberrecht - SPIEGEL ONLINE
    Ich kann nicht soviel essen wie ich ...... möchte! Typisch! Kauder: You made my day!
    Wie kann soviel inkompetenz und unwissen auch noch ein Forum bekommen? Sowas Grundrechtsfeindliches wie CDU/CSU Kauder und Co. Wieso gibt es kein Parteiverbot? Wieso wird sowas nicht vom Verfassungschutz observiert?

    Ständig die selben stereotypen Ansichten. Immer das gleiche geblubbere. Immer die gleichen Argumente die völlig haltlos, längst widerlegt und höchst polemisch sind.
    Wie weit wollt ich noch gehen und die Grundfreiheiten jeden einzelnen beschneiden?
    Wer beschützt MICH eigentlich vor euch?
    Ich glaube der Kauder findet auch Folter toll.
  8. #17

    Eigentum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Freiheit im Internet ist wichtig, aber die Piratenpartei geht zu weit. Wer etwa Musiktauschbörsen im Netz generell legalisieren will, begeht einen großen Fehler. Die Politik muss die Grundlagen erhalten, dass Künstler von ihrer Arbeit leben können - es geht um einen fairen Ausgleich der Interessen.

    Und damit Künstler reich werden können, darf ich mein rechtmäßig erworbendes Eigentum nicht mehr tauschen? Das ist eine Enteignung von Eigentum und Eigentum ist eigentlich grundgesetzlich geschützt.
  9. #18

    Ich kann das Lügengeschwafel nicht mehr hören!

    Der Moloch GEMA frißt 127Mio € im Jahr nur zum Selbsterhalt und wird trotzdem nicht satt. Es geht schon lange nicht mehr um die Urheber, sondern nur um die gierigen Funktionäre der Rechteverwerung. 70 oder 75 Jahre nach dem Tod des Urheber weiter zu kassieren ist ein Unding. Wer solchen Schwachsinn in Gesetze faßt, der der muß geschmiert worden sein.

    Bagatellregelungen wurden über die Jahre immer weiter aufgehoben, in fast allen Lebensbereichen. Profitiert haben die Juristen und die Staatskasse.

    Die Piraten sind z.Zt. die einzige unabhängige politische Kraft im Lande, jeder der Zeit investiert und dort mitarbeitet hat meinen Respekt!
  10. #19

    LobbyKauder@work

    Zitat: "Es wird nun die Frage diskutiert, ob das Recht der digitalen Kopie nicht auch auf kopiergeschützte Medien erweitert werden sollte. Die Mehrheit der Nutzer würde dies sicher begrüßen. Ich rate allerdings zu Vorsicht. Eine Korrektur des rechtlichen Kopierschutzes wäre ein gravierender Eingriff in das geistige Eigentum, der sehr wohl überlegt sein muss. "

    Da treibt es einem doch nur noch die Zornesröte ins Gesicht und man weiß, auf wessen Spendenliste Herr Kauder steht!". Es hat lange Lobbyarbeit und wahrscheinlich viel Spendengelder der Plattenindustrie gebraucht, um das Umgehen des Kopierschutzes als Urheberrechtsverletzung zu ahnden. Der Kopierschutz ist kein geistiges Eigentum, sondern letztendlich nur dazu gedacht, das Recht auf Privatkopie in die Hände der Plattenindustrie zu legen. Warum ich von einer künstlerischen Leistung eine Privatkopie fertigen darf, es dann aber der Plattenindustrie in die Hände gelegt wird, mir dieses Recht durch Kopierschutz (der keine eigene geistige Leistung ist!) zu nehmen, wird mir auch ein Herr Kauder nicht erklären. Also Herr Kauder: Gerechter Ausgleich? Setzen Herr Kauder, glatte 6 Minus für diesen (Lobby?) Beitrag!


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