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Copyright-Debatte: Mein Euter gehört mir

Youtube Natürlich müssen Urheber ihre Geschäftsmodelle der Zeit anpassen, da haben die Piraten schon recht. Doch die Forderung, alle Instanzen zwischen Urheber und Konsument zu kappen, ist Irrsinn. Arbeitsteilung hilft Künstlern. Wer als Urheberkuh existieren will, braucht Bauern und Milchmänner.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...829121,00.html
  1. #40

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Natürlich müssen Urheber ihre Geschäftsmodelle der Zeit anpassen, da haben die Piraten schon recht. Doch die Forderung, alle Instanzen zwischen Urheber und Konsument zu kappen, ist Irrsinn. Arbeitsteilung hilft Künstlern. Wer als Urheberkuh existieren will, braucht Bauern und Milchmänner.

    Copyright-Debatte: Mein Euter gehört mir - SPIEGEL ONLINE
    Niemand hat etwas dagegen wenn ein Urheber genug Geld verdient um damit noch Verwerter und was weiss ich nicht alles zu finanzieren.
    Wenn das zukünftig nicht mehr klappt weil zu viele Urheber ihren Content billiger abgeben weil sie keine Verwerter und was weiss ich nicht alles finanzieren müssen ist das Pech für die welche meinen Verwerter und was weiss ich nicht alles zu benötigen.

    In anderen Bereichen wird heutzutage auch sonst noch was gefordert, Social Skills, X Fremdsprachen, Teamfähigkeit und was weiss ich nicht noch alles. Wer das alles nicht bieten kann hat Pech gehabt .... und dazu noch das riesengrosse Pech das nicht jeden Tag X Artikel in allen möglichen Medien veröffentlicht werden wie arm es diese Person doch in der sich ändernden Welt hat und wie schlimm das doch alles ist und das es doch so nicht geht ... immerhin war dieser ja mal so halbwegs Humorvoll und nicht nur Gemoser und Gejammer :)
  2. #41

    Bge

    Zitat von dirkschumacherowako Beitrag anzeigen
    Mit einem BGE würden sich die Existenznöte vieler Künstler in Luft auflösen. Die Selbstvermarktung würde an Bedeutung gewinnen und die Abhängigkeiten von Verwertungsunternehmen schwinden.
    Die Vorstellung, das dann auch "schlechte Kunst" inflationär zunimmt ist eine relative Vorstellung. Das wird nach wie vor vom Markt bestimmt - was nicht gefällt wird auch nicht angenommen. Und mal ehrlich - die wenigen, die trotz fehlender Anerkennung an ihrer Kunst festhalten sind dann einfach nur verkannt.
    Das ist nicht zu Ende gedacht.
    Wenn ein BGE dem Künstler die Existenznot nimmt, dann kann er es sich auch leisten, "schlechte Kunst" zu produzieren, weil ihn die fehlende Akzeptanz des Marktes nicht daran hindern wird.
  3. #42

    volle zustimmung !

    dieser artikel hat (als komponist) meine volle zustimmung .....

    viele dinge , die von piraten gefordert werden könnte ich durchaus unterschreiben, aber was einem manchmal als einzelmeinung begegnet ist haarstäubend. das geht u.a. bis zur empfehlung doch einer richtiger arbeit nachzugehen...oder auftragsarbeiten als (kulturelle) prostitution zu bezeichnen.
  4. #43

    Da staunt die Kuh...

    Zitat von joergimausi Beitrag anzeigen
    Für die Kuh interessiere ich mich nur am Rande und nur wenn diese für die Farbe der Milch wichtig ist.
    Naja ... die Milch kommt also sozusagen aus dem Nichts? Oder von der beliebig kopierbaren Milka-Kuh? Oder heißt das Sie sind so was wie ein Schleppnetzfischer, der das Meer leer saugt und darauf hofft dass Gott Poseidon schon dafür sorgt, dass es genug neue Fische gibt? Also sind Sie im Prinzip für kreative Ressourcenausbeutung im Stil der Heuschrecke? Etwa wie die Möwen in "Little Nemo" die immer nur "Meins, meins, meins..." schreien?
  5. #44

    .

    Zitat von My2Cents Beitrag anzeigen
    Und insofern nimmt die GEMA - genau wie Geld - die Stellvertreterposition für dieses Tauschgeschäft war. Und macht ihre Sache völlig zurecht.
    Wie heißt es so schön: "Wer das eine will, der muss das andere mögen."
    Das gilt gerade für die Gema nicht. Der Verteilungsschlüssel bevorteilt nur wenige und für eine Änderung des Verteilungsschlüssels haben diejenigen eine große Mitsprache, die viel verteilt bekommen.
  6. #45

    zoologen unter strom

    Zitat von joergimausi Beitrag anzeigen
    Ich als Milchtrinker interessiere mich aber gar nicht für Zoologie, mir ist ehrlich egal, wo die Milch herkommt,
    das erinnert mich an : bei mir kommt der strom aus der steckdose....
    seltsame einstellung, warum dann die attacken auf die verwertungsindustire ??
  7. #46

    Warum ist Denken nur so schwierig ....

    Zitat von raven_wolf Beitrag anzeigen
    denke mir die treibende kraft ist die große Verwertungsindustrie die dahinter steht.
    Wenn man die abschaffen könnten, dann könnte auch jeder Künstler wieder selber bestimmen.
    Kein Mensch wird gezwungen, sich an böse Verwerter zu binden. Nichts und Niemand und Keiner. Begriffen ? Wer aber, so wie der Autor des Beitrages - die Dienste der Verwerter freiwillig und um SEINES Vorteiles willen nutzt, warum soll der das nicht dürfen ? Holen Sie Ihren Strom in Akkupacks beim Erzeuger ab, oder sind Sie Kunde bei einem Lieferanten ?

    Mann Mann, schauen Sie öfter mal die Sendung mit der Maus, da wird die Welt leicht fasslich erklärt.
  8. #47

    .

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    . Wer sind Sie, dass Sie in meine Kalkulation schauen und mir als Anbieter den Preis vorschreiben möchten?
    Entscheidend für den Preis eines Produktes sind doch nicht seine Produktionskosten - allenfalls für einen Mindestpreis - entscheidend für den Preis ist, was Menschen dafür zu zahlen bereit sind.
    Eben da liegt doch der Knackpunkt.
    Wenn man nach den Rechteverwerten geht, allen voran die gema, gelten aber deren "Tarife" als gottgewollt und sind nicht verhandelbar.

    Und was heißt "bereit sind zu zahlen"? Als Konsument zahle ich auf viele Artikel Abgaben die an die "Kreativen" ausgeschüttet werden, ob ich deren Kunst konsumiere oder nicht.
  9. #48

    Gema? Die Gema ist veraltet und überflüssig, da sie eine Umverteilung von verkaufsschwachen (wenig verdienenden) Künstlern zu verkaufsstarken (viel verdienenden) Künstlern macht. Einnahmen werden über Konzertgröße, Besucher, Plattendruck gemacht. Rückzahlungen an Künstler aber aufgrund der tatsächlich im Laden/Internetversand verkauften CD. Kleine Künstler, die häufig auf ihren Konzerten Tonträger verkaufen, sehen davon weniger, als die großen Chartplatzhalter. Ich bin definitiv gegen das aktuelle GEMA-Konzept.
    Aber nicht dagegen, dass Künstler, die ich unterstützen möchte auch ihr Geld bekommen. Früher hörte man ausschließlich aktuelle Singles von Musikern in Radio/Disco etc., man musste in das Album im Laden reinhören. Sich sofort entscheiden. Heute hat(te) man die Möglichkeit auf Youtube fast komplette Alben anzuhören und für sich festzustellen, dass die Musik einem gefällt und man sich die Platte holen will - und dafür hat man sogar wirklich Zeit.
    Und das Thema Buchpreisbindung... Für eine Neuerscheinung muss man fast 20€ zahlen - für das eBook! Ein eBook kann niemals den Wert eines gebundenen Buches haben. Weder einen Sammlerwert, noch einen Schönheitsaspekt, schon gar keinen Wiederverkaufswert.... und einem Freund kann man es auch nicht ausleihen. Ja, Investitionen müssen sich auszahlen. Läuft das Buch nicht, braucht der Autor trotzdem etwas zu essen. Jedoch wird dem Kunden eigentlich ein minderes Produkt verkauft, das er ausschließlich zu seinem persönlichen Gebrauch nutzen und nicht mehr veräußern kann. Und das ist mMn eine Frechheit. (Analog gilt das auch für CDs, DVDs...).
    D.h. die Diskussion, die hier beginnt ist wichtig. Der Verbraucher gehört vor gesetzlich geregeltem Wucher genauso geschützt, wie der Produzent (Künstler und Verlag, etc.) seinen angemessenen Lohn zu erhalten hat – und zwar angemessen für das ganze Produkt (inkl. der Produktion), also Downloads (egal ob Buch, Film oder Musik) haben einen Minderwert in Nutzung und Möglichkeiten und dem sollte im Verkaufspreis entsprochen werden!
  10. #49

    Zitat von rainer_unsinn Beitrag anzeigen
    Er muss für ein PDF genau so viel bezahlen wir für so einen ollen Staubfänger. Fair wäre es wenn man es sich aussuchen könnte.
    Nicht zwingend. Die Buchpreisbindung sagt nicht, dass verschiedene Ausgaben eines Buches gleich viel kosten müssen.

    Wenn ich nur das PDF kaufe zahle ich nicht Herstellung ect. des Printbuches.
    Schon mal durchgerechnet, wie wenig von dem Verkaufspreis eines Buches tatsächlich für Druck, Lagerung und Transport draufgeht? Das liegt so bei etwa 12 bis 20 Prozent vom Preis.
    Der ganze Rest wie Lektorat, Korrektur, Layout/Satz, Covergestaltung, Werbung etc. wird auch für die Produktion des Ebooks fällig, zusätzlich gibt es noch 19 Prozent Umsatzsteuer statt 7 Prozent wie beim gedruckten Buch.
    Wenn man die Ebooks bei Amazon und im iTunes Bookstore haben will (was Pflicht ist, wenn man einigermaßen was verkaufen möchte), sollte man auch nicht glauben, dass die das zum Selbstkostenpreis machen, die wollen gerne auch noch 30 Prozent oder mehr.


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