Die Publikationen eines EU-Diplomaten, einer Studentin, einer Schweizer Journalistin - der jetzige Verteidigungsminister zu Guttenberg*hat sich für seine Dissertation offenbar querbeet bedient, ohne korrekt zu zitieren. Doch nicht alle der mutmaßlichen Plagiatsopfer sind stinksauer.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...745929,00.html
Mal praktisch. Ich habe jede Menge Textbausteine, und da steht keineswegs immer dabei, von wem, ich benutze sie eigentlich gar nicht, eine Art Vergeßlichkeitskrücken. Vollständige Texte in ein Werk einarbeiten ist im übrigen eine intellektuelle Leistung, die mir ehrlich gesagt noch nie gelungen ist. Es paßt nie.
Und die Quellenhinweise sind schlicht lästig. Ich habe neulich zwei Fachaufsätze von fünfzehn Seiten zusammengebastelt. Allein das Zusammensuchen der Quellen und das saubere Abtippen mit ISBN und dem ganzen Kram dauerte genausolang, elf Seiten. Alles andere als ökonomisch.
Man darf sich fragen, wer da so genau nachgeprüft hat. Und wer dafür gesorgt hat, daß das Ergebnis so effektiv und allgemein veröffentlicht wurde. Das bekommen einfache Sterbliche nicht hin. Die Frage ist doch, ob Frau Merkel dahintersteckt, die im Abrasieren von männlichen Funktionsträgern einige lautlose Eleganz bewiesen hat, oder ist es Seehofer, der den jungen Mann zurechtstutzen will ? Und dann folgt die wesentliche Frage. Wer hat diesen Jungspund zu etwas aufgebaut, was er definitiv nicht zu sein scheint ? Wer meint, da wäre irgendwas geklärt, dürfte auf dem Holzweg sein.
Und dann sollte man sich fragen, wozu Minister gut sind. Eine Art Staubsaugervertreter, die uns was unterjubeln sollen ? Ansonsten Staffage. Also so was Ähnliches wie ein Kronprinz oder so. Muster ohne Wert. Diese TV - Geschichte seiner Gemahlin spricht deutlich dafür.