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Computerspiel "DotA": Geld verdienen mit der Idee des Konkurrenten

Fans haben ein Strategiespiel aus dem Hause Blizzard bis zur Unkenntlichkeit verändert - und diese Modifikation wird ihrerseits zum Hit. Nun wird die Weiterentwicklung als kommerzielles Produkt verkauft, ausgerechnet von einem Blizzard-Konkurrenten. Darf das sein?

http://www.spiegel.de/netzwelt/games...789088,00.html
  1. #50

    ...

    Zitat von rabie Beitrag anzeigen
    2. Aber eigentlich haben die User Eul, Guinsoo, Icefrog DoTa entwickelt, das geistige Eigentum müsste doch bei denen liegen?

    Ja und nein. Es ist schonmal richtig, das geistige Eigentum liegt bei denen. Allerdings ist es verboten laut Nutzerlizenz diese erstellten Mods für den gewerblichen Zweck zu nutzen. Nun Icefrog hat genau dies getan.
    Es wird auch nicht die Mod an sich genutzt, sondern nur ihr Name und ihr Konzept.

    Zudem sei noch angemerkt, sobald icefrog Dota in WC3 veröffentlichte, stellte er es für alle offen zur Verfügung. Sein geistiges Werk wurde also kostenlos in WC3 veröffentlicht. Jeder konnte damit rum hantieren und abänderungen nach belieben durchführen. Das ist ja auch von WC3 so gewollt, solange es in WC3 verbleibt.
    Trotzdem ist er der Urheber, und hat das Recht auf den Namen.

    3. Allerdings, wie viele schon sagten wurden Spiele schon immer von älteren Spielen abgekupfert und dann was "neues" kreieren
    Da sollte sich ausgerechnet Blizzard zurückhalten: zwei Universen, welche mehr als Verdächtige Ähnlichkeiten zu ebensolchen britischen Ursprungs aufweisen.

    Außerdem waren auch nicht die Genres "RTS" und "MMORPG" Blizzards Erfindung. Der Namen DotA gehört nunmal dem Urheber, Blizzard hat da nix zu melden.
  2. #51

    Kopien

    Schade finde ich in dem Zusammenhang eigentlich nur, dass jedes AoS-Spiel dieser Tage versucht möglichst gut DotA zu kopieren, ähnlich wie auch (fast) jedes MMORPG versucht WoW zu imitieren.

    Das Spielkonzept ermöglicht doch viel größere Variabilität. Es gibt zig AoS-Maps in Warcraft 3, einige sogar besser (oder zumindest komplexer) als DotA, Möglichkeiten gibt es genug. Traut euch was, liebe Entwickler, man kann auch mal was anderes als Urtume (= Acients) verteidigen...
  3. #52

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fans haben ein Strategiespiel aus dem Hause Blizzard bis zur Unkenntlichkeit verändert - und diese Modifikation wird ihrerseits zum Hit. Nun wird die Weiterentwicklung als kommerzielles Produkt verkauft, ausgerechnet von einem Blizzard-Konkurrenten. Darf das sein?
    http://www.spiegel.de/netzwelt/games...789088,00.html
    Sorry, aber DotA ist ein stink normales Seite A gegen Seite B, wirklich neu ist daran nun wirklich nichts.
    Beide Seiten haben eine feste Base mit Verteidigungstürmen, steuern aber nicht die Einheiten, die von eine KI stupide gegeneinander gehetzt werden, sondern eben nur eine Supereinheit, eine Heldenfigur.

    Noch dazu gehört DotA zu den wirklich gefährlichen Spielen, da es asoziales Verhalten als Hauptbestandteil hat, nämlich Ganken. Gemeinsam oder Allein Schwächer von hinten niedermeucheln gilt als Kerntaktik und fördert damit natürlich ganz klar diesen Charakterzug in Menschen. Wer sich dagegen aufgrund von Ehrgefühl und Fairness verweigert, wird in dem Spiel nicht weit kommen.

    Brutalität in Spielen hat relativ wenig Auswirkung, dafür ist sie in der Regel viel zu irreal, aber die Förderung derartigen Verhaltens, das ist die wahre Gefahr, die Spiele mit sich bringen.

    Spiele gibt es schon lange vor deren Design und bereiteten Mensch wie Tier auf den Ernstfall vor. Zu Hinterfragen ist also weniger die Brualität des Inhalts, sondern die edukative Wirkung.

    Nebenbei spielt bei DotA auch das Töten der eigenen Verbündeten eine enorme Rolle, um dem Feind Erfahrungspunkte und Gold zu verweigern. Ebenfalls äußerst fragwürdig...

    Wer in einem Spiel nicht mit Anstand, sondern nur mit Tücke gewinnen kann, sollte es gar nicht erst spielen.
  4. #53

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    Zitat von gunman Beitrag anzeigen
    Dune 2. Absolut richtig! Dann kammen die C&C-Spiele und Word of Warkraft lief ca. 3 Auflagen auf der sog. Echtzeitstratgiebasis nebenher bzw. hat sich damals, so um 1993, natürlich aus dem guten alten Dune 2 abgeguckt.

    Allerdings hat sich WoW dann zu etwas ganz anderem entwickelt und heute rein gar nichts mehr mit seiner ersten Version gemein. Keine Ahnung wie das alles kam, denn ich hab nur die allerersten beiden Teile von WoW gespielt. Danach wurde es mir dann zu bizzar mit all den Zauberen usw.

    Gleichwohl. Der Hinweis auf Dune 2 ist beachtlich!
    Genau genommen sind auch Computerspiele ja nur bereits vorher vorhandene Konzepte auf einem anderen Medium. Das Prinzip von Schlachten zweier Parteien gegeneinander ist ja nun auch uralt.

    Solange nicht etwas direkt geklaut wird, ist das ohnehin ein derartiger Schwachsinn.

    Unsere gesamte Kultur, all unser Fortschritt, quasi alles, was wir erschaffen haben, beruht zu 99% auf Nachahmung. Das hat den Menschen groß gemacht, dass er sich überall umnsieht, während Tiere es nur innerhalb ihrer Gruppe tun und dadurch hängen bleiben.

    Dirkter Diebstahl muss natürlich verboten sein, aber Nachahmung zu verbieten ist ein Kampf gegen jeglichen Fortschritt.
  5. #54

    Ball flach halten

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Noch dazu gehört DotA zu den wirklich gefährlichen Spielen, da es asoziales Verhalten als Hauptbestandteil hat, nämlich Ganken. Gemeinsam oder Allein Schwächer von hinten niedermeucheln gilt als Kerntaktik und fördert damit natürlich ganz klar diesen Charakterzug in Menschen. Wer sich dagegen aufgrund von Ehrgefühl und Fairness verweigert, wird in dem Spiel nicht weit kommen.
    Genauso wichtig ist aber Teamplay um sich gegen diese Aktionen zu verteidigen. Es wird also auch Vertrauen und Kooperation gefördert. Ich denke aber, beides hat keine messbaren Auswirkungen auf den Charakter des Spielers...

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Nebenbei spielt bei DotA auch das Töten der eigenen Verbündeten eine enorme Rolle, um dem Feind Erfahrungspunkte und Gold zu verweigern. Ebenfalls äußerst fragwürdig...
    Ein Exploit der Warcraft-3-Spielmechanik, der sich technisch nicht verhindern lässt aber sicher nicht im ursprünglichen Sinne des Erfinders lag.
  6. #55

    ...

    Zitat von pannenbaker Beitrag anzeigen
    Der entscheidende Punkt ist, dass das Spielprinzip eben auch ohne den Blizzard-Unterbau umzusetzen ist - da hat man halt einfach gepennt.
    Dass ein Mod eine eigene Engine oder ein Spiel wird kommt vor, besonders wenn die Software-Schnittstelle für das Mod ausgereizt ist.
    Aber während solche Dinge absehbar sind, ist eine Namensvereinnahmung eher selten und nicht absehbar oder ohne die Community vor den Kopf zu stossen umsetzbar. Man könnte es auch als gute Sitte sehen, es beim Kopieren der Idee zu überlassen. Eigentumsrecht können die DotA-Schöpfer eh nicht beanspruchen, denn das Ur-DotA war einfach eine Konvertierung einer Starcraft-Custom-Map namens Aeon of Strife.
  7. #56

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    Zitat von der_waran Beitrag anzeigen
    Zum Thema des geistigen Eigentums und zu Starcraft ist noch was zu erwähnen.
    Wie bereits von anderen erwähnt, gibt es bei Starcraft I und II eine gewisse Menschenrasse, die Terraner. Wahrscheinlich will Blizzard mal wieder alle Rechte am Inhalt dieses Spiels für sich beanspruchen. Allerdings gibt es da wieder mal einen Haken!

    Anfang der 90iger Jahre (wenn Wikipedia keinen Mist erzählt) hat Games Workshop für ihr neues TableTop Spielsystem "Warhammer 40000" die Fraktion der "Space Marines" entwickelt und zwar etwa 8 Jahre bevor Blizzards erstes Starcraft erschien! Die Tatsache das sich die Krieger der Terraner denen der Space Marines frappierend ähnlich sehen muss ich an dieser Stelle wohl nicht mehr erörtern!

    WER hat hier nun von WEM geklaut? Das ist hier die entscheidende Frage!
    Blizzard war schon immer vor allem im kopieren gut, sonderlich Innovatives kam von ihnen nie. Ist auch kein Problem, nur wird es lächerlich, wenn dann solche Vorwürfe auftauchen.
  8. #57

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    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Genauso wichtig ist aber Teamplay um sich gegen diese Aktionen zu verteidigen. Es wird also auch Vertrauen und Kooperation gefördert. Ich denke aber, beides hat keine messbaren Auswirkungen auf den Charakter des Spielers...


    Ein Exploit der Warcraft-3-Spielmechanik, der sich technisch nicht verhindern lässt aber sicher nicht im ursprünglichen Sinne des Erfinders lag.
    Ball flach halten ist hier in keinster Weise angesagt. Überzogen sind Behauptungen in der Art, dass Brutalität in Film und Spiel Menschen dazu bringen würde, das nachzuahmen.

    Wer aber beständig in seinem Verhalten bestraft wird, wenn er anständig und ehrenhaft handelt und belohnt wird, wenn er sich asozial und amoralisch verhält, der wird definitiv eine Auswirkung auf den Charakter spüren, sofern er nicht schon stark genug gefestigt ist, sich davon nicht beeinflussen zu lassen.

    Nur sind solche Leute dann entweder schon asoziale Ar*****er oder aber werden das schlichtweg nicht spielen.

    Dass dieses eine Spiel allein nicht zu einem verkorksten Charakter führt, das ist klar, aber es trägt seinen Teil dazu bei.
  9. #58

    Toller Artikel.

    Grausiger Artikel.

    "Geld verdienen mit der Idee des Konkurrenten" erzeugt, speziell in Kombination mit dem folgenden Absatz,
    einen völlig falschen Eindruck.
    DotA ist der _Begründer_ Genres!
    Der Vergleich mit Star Wars, George Lucas und dem Hobbyregisseur hinkt so gewaltig dass mir die Worte wegbleiben.

    "...dem Gewinner winkten eine Million US-Dollar..."

    Man kann an dieser Stelle ruhig erwähnen dass es sich hierbei um den größten Preispool der eSport-Geschichte handelt und dass für das nächste Jahr erneut ein Turnier dieser Größenordnung geplant ist.

    "...im Internet schauten Tausende..."

    Es waren mit Sicherheit Hunderttausende.
    Es kursierten sogar Zahlen von 1,5 bis 2,8 Mio Viewern.

    Der Verfasser dieses Artikels ist sich nicht im geringsten bewusst wie riesig DotA ist.
    Denn auch das darf sehr gerne erwähnt werden.
    20 Millionen Spieler sind eine Menge.

    Zu dem Valve-Gebashe und den deplatzierten Bildern (was hat ein Screenshot von Demigod da zu suchen, wieso gibts keinen von Wc3 oder Dota 2 ?) wurde ja schon was geschrieben.

    Also bitte, Artikel wieder runternehmen und neu schreiben.
    Gründliche Recherche nicht vergessen!

    Ach und Cassandra105, wenn du solche

    "Nur sind solche Leute dann entweder schon asoziale Ar*****er oder aber werden das schlichtweg nicht spielen.

    Dass dieses eine Spiel allein nicht zu einem verkorksten Charakter führt, das ist klar, aber es trägt seinen Teil dazu bei."

    und ähnliche Absätze ernst meinst, würde ich dir empfehlen weniger RTL und Frontal21 zu schauen, kämpf gegen die Verblödung an ;>
  10. #59

    der springende punkt

    Zitat von iceiceice Beitrag anzeigen
    Grausiger Artikel.

    ...

    Also bitte, Artikel wieder runternehmen und neu schreiben.
    Gründliche Recherche nicht vergessen!

    ...
    das ist der springende punkt!

    wir forumnutzer sollten uns nicht gegenseitig sachen an den kopf werfen, wer, was, wann erfunden/kopiert/weiterentwickelt hat, sondern vielmehr die recherchequalitäten des redakteurs in frage stellen.

    wie gesagt: der artikel (und die zugehörige bilderserie) strotzt nur so vor eklatantem halb-/fehl-/unwissen!








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